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VERSTAPPEN, RED BULL & HONDA

Das magische Dreieck

Ein neues magisches Dreieck verzaubert die Formel 1: Max Verstappen, Red Bull, Honda. Auf der Power-Strecke am Red Bull Ring gewann Red Bull zum vierten Mal in Serie in dieser Saison. Warum die Keyplayer des Erfolges gerade jetzt in so guter Form sind.
So etwas hat es bei Red Bull Racing schon seit dem legendären und (bislang!) letzten Weltmeisterjahr 2013 nicht mehr gegeben:
vier Siege in Serie: in Monaco, Baku, Le Castellet und nun in der Steiermark.
Drei Mal gewann Max Verstappen, einmal verlor Max das Rennen in Führung liegend durch Reifenplatzer, Sergio Perez staubte trocken ab.

In Spielberg, am Homeground, kennt Max den Weg zum Podium schon längst. 2018 gewann er hier sensationell, 2019 nach einem legendären Duell gegen Charles Leclerc – es war der erste Sieg von Honda seit dem Einstieg der Japaner in die Hybrid-Formel 1.
Siege in der Steiermark schmecken Motorenbauern immer besonders – auf dieser kräftezehrenden Alpen–Achterbahn kann man nur gewinnen, wenn man eben gut bei Kräften ist und der Antrieb passt.
Honda hat, wie das bei japanischen Konzernen Kultur ist, in den vergangenen Monaten sehr viel Haltung bewiesen. Denn obwohl man sich 2020 für den Ausstieg aus der Formel 1 ab 2022 entschieden hat, erfolgt die Trennung von Red Bull ebenso würdevoll wie kraftvoll.

Statt die Formel 1 in der verbleibenden Zeit nur mehr auslaufen zu lassen, hat man innovative technologische Lösungen über den Winter weiterentwickelt und so den 2017 bei McLaren noch erschreckenden Rückstand auf Mercedes aufgeholt. Mehr noch.
Toto Wolff bekennt offen: "Spielberg war das erste Rennwochenende wo ein anderes Paket klar besser war. Wir können unsere Vorteile auf Geraden nicht mehr ausspielen, dafür sind die Red Bull dort zu schnell."

Was mit der Abstimmung zu tun hat, mit den Flügeln – und natürlich in erster Linie mit einem im wahrsten Sinn starken Antrieb.

Die Siege bringen Honda auch Spott ein. Wieder scheint der Ausstieg aus der Formel 1 desaströs getimt. Zuletzt stieg man Ende 2008 aus, mit einem fertig entwickelten Auto, dass so innovativ (Dopppel-Diffusor) und so gut war, dass Ross Brawns Rennstall damit volley Weltmeister wurde  – freilich unter dem Namen Brawn.
Und nun verlässt Honda wieder genau zu dem Zeitpunkt, an dem man am besten ist. Die beiden Red-Bull-Teams aber trotzdem weiter zu unterstützen, das zeugt einfach von Klasse und Kultur.

Womit wir bei Red Bull Racing sind und dem Mann, der nicht zufällig gestern am Podium stand: Dr. Helmut Marko.
Marko hat sich diesen Ehrenplatz einem so emotionalen Moment in seinem Heimrennen mehr als verdient.
Zum einen weil er Max Verstappen zu Red Bull geholt hat. Und das auf Marko-Art: konsequent und entgegen allen Ratschlägen anderer. Er hatte so was von Recht, Max gleich nach erst einem (!) Jahr im Rennsport in die Formel 1 zu holen – als Max erst 16 war und noch nicht einmal einen Führerschein hatte.

"Ich verdanke Helmut so viel, er hat mir so früh diese Chance gegeben. Schön, mit ihm am Podium zu stehen." So klang Max Verstappen am Sonntag, auch beim langen Doppelinterview, dass Andrea Schlager für Servus TV mit Marko und Verstappen kürzlich in Monaco geführt hatte, merkte man, wie sehr sich Verstappen und Marko nahestehen und wie herzlich die Beziehung dieser beiden eher harten Männer ist.

Markos anderes Meisterwerk ist es dieser Tage, dass er es – against all odds – geschafft hat, mit Honda, AVL und Co. ein gutes Paket zu schnüren, damit Red Bull ab 2022 die Motoren selbst entwickeln kann.
Das war alles eine enge und riskante Sache, einige sahen schon die Existenz der beiden Teams in Gefahr.
Ihnen allen hat Marko die Antwort geliefert, mit einem zukunftsfähigen Projekt. Und das ist vielleicht noch wichtiger als der Sieg am Sonntag in der Heimat.

Bleibt noch der dritte Teil des magischen Dreiecks: Max Verstappen. Über seine Qualitäten könnte man längst ganze Bücher schreiben. Sein Speed ist sensationell, seine Professionalität beeindruckend, seine Reife für erst 23 Jahre außergewöhlich. Max ist längst bei sich angekommen, und besser denn je.

Es werden atemberaubende Jahre noch, die ersten sicher auch im Duell mit Lewis Hamilton.

Das nächste Mal ist schon bald: dieses Wochenende, wieder in Spielberg und mit vielen Zuschauern.
Infos dazu unter www.projekt-spielberg.com .
Die neue Nummer 1? Red Bull Honda freut sich über den vierten Sieg in Serie.Die neue Nummer 1? Red Bull Honda freut sich über den vierten Sieg in Serie.
Der Mann der Stunde (Okay, und vielleicht des ganzen Jahrzehnts): Max Verstappen.Der Mann der Stunde (Okay, und vielleicht des ganzen Jahrzehnts): Max Verstappen.
Spuren hinterlassen. Max Verstappen, erst 23 Jahre jung und doch schon dreifacher Sieger bei Formel-1-Rennen in Spielberg.Spuren hinterlassen. Max Verstappen, erst 23 Jahre jung und doch schon dreifacher Sieger bei Formel-1-Rennen in Spielberg.
Max Verstappen wie ihn die meisten in den vergangenen Woche sahen: als Sieger.Max Verstappen wie ihn die meisten in den vergangenen Woche sahen: als Sieger.
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