Gespräch über den Peugeot E-208 GTi
„Extrem spezifisches Fahrwerks-Tuning“
An der Entwicklung des Peugeot E-208 GTi waren Produktmanagerin Agnes Tesson und Designchef Matthias Hossann maßgeblich beteiligt. Ein Gespräch über messerscharfes Handling, die Bedeutung des roten Teppichs und französische Eleganz, die man keinesfalls verlieren darf.
19.06.2026Fotos: Werk
Peugeot will den Grundgedanken des legendären 205 GTi elektrisch neu aufsetzen und investiert beim E-208 GTi in die Substanz: Antrieb, Fahrwerk, Bremsanlage, Thermomanagement. Die hauseigene Motorsportabteilung mit Sitz in Satory in Frankreich hat ein eigenständiges Produkt entwickelt, der kleine Sportler ist tiefergelegt, breiter, spezifisch abgestimmt, stärker und besser gekühlt.
Sein permanent erregter Synchronmotor liefert 281 PS, gespeist aus einer 54-kWh-Batterie mit optimiertem Thermomanagement. Peugeot Sport hat den Motor optimiert, die Komponenten der Elektronikplatine und die Steuerungssoftware kommen aus dem Motorsport. Die Sprintzeit des E-208 GTi liegt bei 5,5 Sekunden auf 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit bei 180 km/h. Eine Klangkulisse im Cockpit kann aktiviert werden. Geladen wird mit bis zu 100 kW DC, damit gehen sich 20 bis 80 Prozent unter 30 Minuten aus. Die WLTP-Reichweite liegt je nach Reifenwahl zwischen 352 und 374 Kilometern, der Energieverbrauch bei 15,9 bis 17,1 kWh. Wer auch abseits des Cockpits Sport macht, wird sich über die Vehicle-to-Load-Stromversorgung (V2L) für das E-Bike freuen.
Das alles bringt der E-208 GTi bei einem Leergewicht von rund 1.535 Kilogramm auf die Straße. In Relation zur Leistung ergibt sich ein Leistungsgewicht von 5,46 Kilogramm pro PS – ein Wert, der ihn im elektrischen B-Segment klar von der Masse absetzt. Die Karosserie liegt 25 Millimeter tiefer und die Spur wurde verbreitert: 56 Millimeter vorn, 28 Millimeter hinten. Spezielle Federn und Dämpfer mit hydraulischen Anschlägen und ein zusätzlicher 31-Millimeter-Stabilisator sind verbaut. Auf den wie beim 205 GTi gelochten Leichtmetallfelgen werden Michelin Pilot Sport 4S im Format 215/40 R18 montiert. Ein mechanisches Sperrdifferenzial im Untersetzungsgetriebe optimiert die Kraftübertragung. Für leistungsgerechte Verzögerung sorgen vorne 355-Millimeter-Bremsscheiben mit festen 4-Kolben-Bremssätteln. Im Sportmodus wird der regenerative Bremsmodus deaktiviert.
Das GTi-Exterieur kennzeichnen verbreiterte Radkästen, Frontspoiler und Heckdiffusor sowie rote Akzente auf Kühlergrill, Scheinwerfer, Radkästen und Bremssätteln. Sieben Karosseriefarben stehen zur Wahl: Ein neues Blau sowie Weiß, Rot, Schwarz, Gelb und zwei Grautöne. Innen sind die dicken Fußmatten, die Sicherheitsgurte und zahlreiche Ziernähte in Rot gehalten, Lenkrad und Mittelkonsole haben Alcantara-Einsätze.
Bestellungen sind seit Juni 2026 möglich, der Listenpreis beträgt 42.990 Euro. Die Auslieferungen starten im Spätsommer/Herbst 2026. Acht Jahre Garantie sind inkludiert, wenn man bei Peugeot-Betrieben wartet.
Sein permanent erregter Synchronmotor liefert 281 PS, gespeist aus einer 54-kWh-Batterie mit optimiertem Thermomanagement. Peugeot Sport hat den Motor optimiert, die Komponenten der Elektronikplatine und die Steuerungssoftware kommen aus dem Motorsport. Die Sprintzeit des E-208 GTi liegt bei 5,5 Sekunden auf 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit bei 180 km/h. Eine Klangkulisse im Cockpit kann aktiviert werden. Geladen wird mit bis zu 100 kW DC, damit gehen sich 20 bis 80 Prozent unter 30 Minuten aus. Die WLTP-Reichweite liegt je nach Reifenwahl zwischen 352 und 374 Kilometern, der Energieverbrauch bei 15,9 bis 17,1 kWh. Wer auch abseits des Cockpits Sport macht, wird sich über die Vehicle-to-Load-Stromversorgung (V2L) für das E-Bike freuen.
Das alles bringt der E-208 GTi bei einem Leergewicht von rund 1.535 Kilogramm auf die Straße. In Relation zur Leistung ergibt sich ein Leistungsgewicht von 5,46 Kilogramm pro PS – ein Wert, der ihn im elektrischen B-Segment klar von der Masse absetzt. Die Karosserie liegt 25 Millimeter tiefer und die Spur wurde verbreitert: 56 Millimeter vorn, 28 Millimeter hinten. Spezielle Federn und Dämpfer mit hydraulischen Anschlägen und ein zusätzlicher 31-Millimeter-Stabilisator sind verbaut. Auf den wie beim 205 GTi gelochten Leichtmetallfelgen werden Michelin Pilot Sport 4S im Format 215/40 R18 montiert. Ein mechanisches Sperrdifferenzial im Untersetzungsgetriebe optimiert die Kraftübertragung. Für leistungsgerechte Verzögerung sorgen vorne 355-Millimeter-Bremsscheiben mit festen 4-Kolben-Bremssätteln. Im Sportmodus wird der regenerative Bremsmodus deaktiviert.
Das GTi-Exterieur kennzeichnen verbreiterte Radkästen, Frontspoiler und Heckdiffusor sowie rote Akzente auf Kühlergrill, Scheinwerfer, Radkästen und Bremssätteln. Sieben Karosseriefarben stehen zur Wahl: Ein neues Blau sowie Weiß, Rot, Schwarz, Gelb und zwei Grautöne. Innen sind die dicken Fußmatten, die Sicherheitsgurte und zahlreiche Ziernähte in Rot gehalten, Lenkrad und Mittelkonsole haben Alcantara-Einsätze.
Bestellungen sind seit Juni 2026 möglich, der Listenpreis beträgt 42.990 Euro. Die Auslieferungen starten im Spätsommer/Herbst 2026. Acht Jahre Garantie sind inkludiert, wenn man bei Peugeot-Betrieben wartet.
Produktmanagerin Agnes Tesson: „Ob er so ikonisch wird wie der erste 205 GTi? Das wird die Zukunft zeigen. Aber die Gene sind zweifellos vorhanden.”
Michelin Pilot Sport 4S auf gelochten Leichtmetalfelgen.
Designer Matthias Hossann: „Feine rote Exterieur-Akzente".
Designchef Matthias Hossann über den E-208 GTi: „Kraftvolle Präsenz auf der Straße – ohne dass das Auto seine typisch französische Eleganz verliert.“
„Das Team von Peugeot Sport hat ein extrem spezifisches Fahrwerks-Tuning für den E-208 GTi entwickelt."Motorprofis.at traf am Rande des 24-Stunden-Rennens von Le Mans Produktmanagerin Agnes Tesson und Designer Matthias Hossann, die maßgeblich an der Entwicklung des Peugeot E-208 GTi beteiligt waren. Im Gespräch ging es um messerscharfes Handling, die Bedeutung des roten Teppichs und französische Eleganz, die man keinesfalls verlieren darf.
Motorprofis: Der legendäre 205 GTi war ein Meilenstein für Peugeot. Glauben Sie, dass der neue, rein elektrische E-208 GTi an diesen Kultstatus anknüpfen kann, dass die Sportwagen-Fans den Elektroantrieb akzeptieren werden?
Agnes Tesson: „Davon sind wir absolut überzeugt. Wenn wir uns die Performance-Werte des neuen E-208 GTi anschauen, bringt er eine herausragende Dynamik auf die Straße. Der Spirit ist definitiv da. Die Elektromobilität ermöglicht uns ein neues Niveau an Fahrspaß, weil die Leistung sofort abrufbar ist. Das Auto ist extrem agil, dynamisch und fühlt sich wie ein echter Peugeot an. Ob er so ikonisch wird wie der erste 205 GTi? Das wird die Zukunft zeigen. Aber die Gene sind zweifellos vorhanden.”
Motorprofis: Was sind für Sie die drei wichtigsten Designakzente beim neuen Modell?
Matthias Hossann: „Für mich stechen drei Dinge heraus: Das Erste ist ein absolutes Highlight für jeden Fan – der rote Teppich im Innenraum. Das ist die direkteste und emotionalste Hommage an das historische Erbe des 205 GTi, die man sich vorstellen kann. Das Zweite sind die feinen roten Ziernähte und Akzente im Interieur und Exterieur, die diese sportliche DNA subtil unterstreichen. Und das Dritte ist die geschärfte, aggressive Front- und Heckpartie. Sie verleiht dem E-208 GTi eine extrem kraftvolle, moderne Präsenz auf der Straße – ohne dass das Auto seine typisch französische Eleganz verliert.“
Motorprofis: Der legendäre 205 GTi war ein Meilenstein für Peugeot. Glauben Sie, dass der neue, rein elektrische E-208 GTi an diesen Kultstatus anknüpfen kann, dass die Sportwagen-Fans den Elektroantrieb akzeptieren werden?
Agnes Tesson: „Davon sind wir absolut überzeugt. Wenn wir uns die Performance-Werte des neuen E-208 GTi anschauen, bringt er eine herausragende Dynamik auf die Straße. Der Spirit ist definitiv da. Die Elektromobilität ermöglicht uns ein neues Niveau an Fahrspaß, weil die Leistung sofort abrufbar ist. Das Auto ist extrem agil, dynamisch und fühlt sich wie ein echter Peugeot an. Ob er so ikonisch wird wie der erste 205 GTi? Das wird die Zukunft zeigen. Aber die Gene sind zweifellos vorhanden.”
Motorprofis: Was sind für Sie die drei wichtigsten Designakzente beim neuen Modell?
Matthias Hossann: „Für mich stechen drei Dinge heraus: Das Erste ist ein absolutes Highlight für jeden Fan – der rote Teppich im Innenraum. Das ist die direkteste und emotionalste Hommage an das historische Erbe des 205 GTi, die man sich vorstellen kann. Das Zweite sind die feinen roten Ziernähte und Akzente im Interieur und Exterieur, die diese sportliche DNA subtil unterstreichen. Und das Dritte ist die geschärfte, aggressive Front- und Heckpartie. Sie verleiht dem E-208 GTi eine extrem kraftvolle, moderne Präsenz auf der Straße – ohne dass das Auto seine typisch französische Eleganz verliert.“
„Das i-Cockpit mit dem kleinen Lenkrad verändert das gesamte Fahrgefühl und die Ergonomie radikal."
„Die Rückmeldung der Lenkung, das Ansprechverhalten der …
… Bremsen und das Fahrwerks-Setup von Peugeot Sport sind einzigartig."
Produkt-Direktorin Agnes Tesson neben Peugeot-Chef Alain Favey (links) und Emmanuel Esnault, Teamchef des Teams Peugeot TotalEnergies in der WEC.Motorprofis: Ein Elektroauto hat das Gewicht der Batterie zu tragen. Wie sorgen Sie für Fahrdynamik trotz dieses Mehrgewichts?
Matthias Hossann: „Worauf es ankommt, ist das Gesamt-Setup. Das Team von Peugeot Sport hat ein extrem spezifisches Fahrwerks-Tuning für den E-208 GTi entwickelt. Das Auto liegt durch den tiefen Schwerpunkt der Batterien fantastisch auf der Straße. In Kombination mit dem i-Cockpit und dem kleinen Lenkrad fühlt sich das Handling messerscharf und extrem präzise an. Man spürt die Sportlichkeit in jeder Kurve – das Gewicht wird durch die exzellente Abstimmung perfekt kaschiert.“
Motorprofis: Der E-208 GTi nutzt die Plattform, auf der auch Autos wie der Opel Corsa GSe stehen. Wie stellen Sie sicher, dass sich der Peugeot klar unterscheidet und ein echter Franzose bleibt?
Matthias Hossann: „Eine Plattform ist wie ein Korb voller Zutaten – aber wie man das Gericht am Ende kocht, bleibt jedem Chefkoch selbst überlassen. Ein Peugeot unterscheidet sich grundlegend durch seine Abstimmung. Das i-Cockpit mit dem kleinen Lenkrad verändert das gesamte Fahrgefühl und die Ergonomie radikal. Die Rückmeldung der Lenkung, das Ansprechverhalten der Bremsen und das Fahrwerks-Setup von Peugeot Sport sind einzigartig. Ein Peugeot fährt sich völlig anders als jeder Konzernbruder.“
Motorprofis: Werden wir dieses GTi-Rezept in Zukunft auch in einem größeren Sportler im C-Segment sehen, zum Beispiel einem E-308 GTi?
Agnes Tesson: „Wir untersuchen das natürlich sehr genau. Ein GTi darf aber niemals nur ein reines Optik-Paket mit ein paar Spoilern sein. Wenn wir diesen Namen vergeben, muss das Auto das echte, kompromisslose Performance-Versprechen von Peugeot Sport erfüllen. Wir schauen uns die Reaktionen der Kunden auf den E-208 GTi ganz genau an, dann entscheiden wir über weitere Segmente.“
Matthias Hossann: „Worauf es ankommt, ist das Gesamt-Setup. Das Team von Peugeot Sport hat ein extrem spezifisches Fahrwerks-Tuning für den E-208 GTi entwickelt. Das Auto liegt durch den tiefen Schwerpunkt der Batterien fantastisch auf der Straße. In Kombination mit dem i-Cockpit und dem kleinen Lenkrad fühlt sich das Handling messerscharf und extrem präzise an. Man spürt die Sportlichkeit in jeder Kurve – das Gewicht wird durch die exzellente Abstimmung perfekt kaschiert.“
Motorprofis: Der E-208 GTi nutzt die Plattform, auf der auch Autos wie der Opel Corsa GSe stehen. Wie stellen Sie sicher, dass sich der Peugeot klar unterscheidet und ein echter Franzose bleibt?
Matthias Hossann: „Eine Plattform ist wie ein Korb voller Zutaten – aber wie man das Gericht am Ende kocht, bleibt jedem Chefkoch selbst überlassen. Ein Peugeot unterscheidet sich grundlegend durch seine Abstimmung. Das i-Cockpit mit dem kleinen Lenkrad verändert das gesamte Fahrgefühl und die Ergonomie radikal. Die Rückmeldung der Lenkung, das Ansprechverhalten der Bremsen und das Fahrwerks-Setup von Peugeot Sport sind einzigartig. Ein Peugeot fährt sich völlig anders als jeder Konzernbruder.“
Motorprofis: Werden wir dieses GTi-Rezept in Zukunft auch in einem größeren Sportler im C-Segment sehen, zum Beispiel einem E-308 GTi?
Agnes Tesson: „Wir untersuchen das natürlich sehr genau. Ein GTi darf aber niemals nur ein reines Optik-Paket mit ein paar Spoilern sein. Wenn wir diesen Namen vergeben, muss das Auto das echte, kompromisslose Performance-Versprechen von Peugeot Sport erfüllen. Wir schauen uns die Reaktionen der Kunden auf den E-208 GTi ganz genau an, dann entscheiden wir über weitere Segmente.“
Tiefer, breiter, spezifisch abgestimmt, stärker, besser gekühlt: Die Peugeot-Motorsportabteilung mit Sitz in Satory hat ein eigenständiges Produkt entwickelt.
Bestellungen sind seit Juni 2026 möglich, der Listenpreis beträgt 42.990 Euro. Die Auslieferungen starten im Spätsommer/Herbst 2026.









