Erster Test: Denza Z
Von einem Himmelsritt
BYDs Nobelmarke Denza bringt den nunmehr stärksten Seriensportwagen der Welt: Mit 1604 PS und Hunderter-Sprints unter zwei Sekunden wirkt der Z völlig losgelöst, er bleibt aber gut beherrschbar und in Kurven im Rhythmus. Auch die Negativbeschleunigung ist ergreifend.
29.07.2026Fotos: Werk
Was muss man über Denza wissen?
Denza ist im Mutterland China längst als Anbieter von Premium-Modellen in Kompakt-, Mittel- und Oberklasse etabliert, hat dort bei Technologie-Umbrüchen den Vortritt und fungiert als sportliches Aushängeschild des “Volkswagens” BYD. Ein ähnliches Prinzip, wie es VW mit Audi fährt. Nun steht mit dem super-schnellen Ladesystem Flash-Charging ein Technik-Schub an, der zuerst bei Denza stattfindet. Diesen Schwung will BYD auch in Europa nutzen und führt Denza als zweite Marke ein – wobei das Tempo der Einführungsrunde beachtlich ist: Nach dem Gran Turismo Z9 GT legt BYDs Nobel-Marke gleich mit dem Premium-Offroader Bao 5 und dem nunmehr stärksten Seriensportwagen der Welt, dem Denza Z, nach.
Wo ist der Denza Z einzureihen?
Geht es nach der schieren Leistung, so ist die Antwort einfach: Über Ferrari, Lamborghini, McLaren & Co. Der Z wuchtet 1604 PS und 1240 Newtonmeter Drehmoment auf die Straße, durchschlägt in der Racing-Variante die erste Hunderter-Marke nach 1,96 Sekunden und ist 350 km/h schnell. Coupé und Spider brauchen dafür 2,3 Sekunden und kommen auf ein Spitzentempo von 300 km/h. Damit schlägt der Denza Z bei den Fahr-Daten praktisch alles, was es derzeit anderswo um (meist viel mehr) Geld zu kaufen gibt.
Was gibt es über das Design zu sagen?
BYD-Chefdesigner Wolfgang Egger durfte aus dem vollen schöpfen und hat das auch leidenschaftlich gemacht: In dieser Leistungs-Liga gibt es unverrückbare Aerodynamik-Anforderungen, um die niemand herumkommt, der Z verpackt sie aber in eine denkbar gefällige Supersportwagen-Linie. Die Proportionen sind etwas nach vorne verschoben, die hintere Schulterpartie ziemlich massiv angesetzt. Die Botschaft, dass hier ein Neuer in den Ring der absoluten Oberliga steigt und es ernst meint, kommt jedenfalls schon äußerlich gut an.
Denza ist im Mutterland China längst als Anbieter von Premium-Modellen in Kompakt-, Mittel- und Oberklasse etabliert, hat dort bei Technologie-Umbrüchen den Vortritt und fungiert als sportliches Aushängeschild des “Volkswagens” BYD. Ein ähnliches Prinzip, wie es VW mit Audi fährt. Nun steht mit dem super-schnellen Ladesystem Flash-Charging ein Technik-Schub an, der zuerst bei Denza stattfindet. Diesen Schwung will BYD auch in Europa nutzen und führt Denza als zweite Marke ein – wobei das Tempo der Einführungsrunde beachtlich ist: Nach dem Gran Turismo Z9 GT legt BYDs Nobel-Marke gleich mit dem Premium-Offroader Bao 5 und dem nunmehr stärksten Seriensportwagen der Welt, dem Denza Z, nach.
Wo ist der Denza Z einzureihen?
Geht es nach der schieren Leistung, so ist die Antwort einfach: Über Ferrari, Lamborghini, McLaren & Co. Der Z wuchtet 1604 PS und 1240 Newtonmeter Drehmoment auf die Straße, durchschlägt in der Racing-Variante die erste Hunderter-Marke nach 1,96 Sekunden und ist 350 km/h schnell. Coupé und Spider brauchen dafür 2,3 Sekunden und kommen auf ein Spitzentempo von 300 km/h. Damit schlägt der Denza Z bei den Fahr-Daten praktisch alles, was es derzeit anderswo um (meist viel mehr) Geld zu kaufen gibt.
Was gibt es über das Design zu sagen?
BYD-Chefdesigner Wolfgang Egger durfte aus dem vollen schöpfen und hat das auch leidenschaftlich gemacht: In dieser Leistungs-Liga gibt es unverrückbare Aerodynamik-Anforderungen, um die niemand herumkommt, der Z verpackt sie aber in eine denkbar gefällige Supersportwagen-Linie. Die Proportionen sind etwas nach vorne verschoben, die hintere Schulterpartie ziemlich massiv angesetzt. Die Botschaft, dass hier ein Neuer in den Ring der absoluten Oberliga steigt und es ernst meint, kommt jedenfalls schon äußerlich gut an.
In der Racing-Variante – erkennbar am Heckflügel – durchschlägt der Denza Z die erste Hunderter-Marke nach 1,96 Sekunden und ist 350 km/h schnell.
Die Bremsen sind beinahe sensationell bissig und trotzdem fein dosierbar.
Unverrückbare Aerodynamik-Anforderungen für Designer Wolfgang Egger.
Ein Auto, mit dem sich sofort auf hohem Niveau ein unbestechlicher Rhythmus durch die Kurven finden lässt.
Drei E-Motoren – zwei an der Hinterachse, einer vorne.
Der Brutalo-Heckflügel des Denza Z Racing.
Wie ein Esel, der ins Kreuz tritt? Nein, die Power kommt völlig linear und mit einer Selbstverständlichkeit, die schlichtweg ergreifend ist.Und im Cockpit?
Hier herrscht ein gelungener Mix aus reduziertem Sportwagen-Fokus und Detail-Verliebtheit. Über sechs Wahltasten am Lenkrad lassen sich alle fahrrelevanten Parameter direkt und blitzschnell variieren. Statt der mäßig übersichtlichen Informationsflut auf den herkömmlichen Instrumenten-Displays von BYD gibt es hier eine klare Grafik mit halbrundem Zeiger-Instrument. Sitzposition und Cockpit-Ergonomie sind erstklassig, die Bedienlogik simpel und mit so wenig Ablenkungs-Potential wie möglich. Fesch ist die Matt-Alu-Optik der Lenkrad-Speichen sowie aller Schalter und Tasten rundum.
Welche Technik steckt im Denza Z?
Hier kommt BYDs e3-Plattform mit drei E-Motoren – zwei an der Hinterachse, einer vorne – zum Einsatz. Die Blade-Batterie 2.0 übernimmt wie immer bei BYD auch strukturverstärkende Aufgaben im Chassis und verfügt hier über eine Kapazität von 76 kWh. Dazu ist sie mit dem schon erwähnten Flash-Charging System kompatibel, das in fünf Minuten von 10 auf 70 Prozent und in neun auf 97 Prozent lädt. Bemerkenswert ist auch das Disus-M Fahrwerk, die Sportwagen-Variante von BYDs neuem Magnet-Dämpfer-System mit Millisekunden-Reaktionszeit.
Warum gibt es drei Z-Varianten?
Um auf allen Ebenen dabei zu sein und zu demonstrieren: Wir können auch das. Das Coupé übernimmt die Rolle des eleganten Renners, der vom Flow seiner Linien eventuell sogar noch gelungenere Spider bringt zusätzlich Zeige-Prestige, der Racing mit seinem Look wie frisch von der Fast & Furious-Leinwand gesprungen fährt mit seinem Brutalo-Heckflügel als Leistungs-Speerspitze vor. Mitbewerber brauchen für so eine Spreizung Jahre, Denza stellt von Beginn alles auf einmal hin.
Hier herrscht ein gelungener Mix aus reduziertem Sportwagen-Fokus und Detail-Verliebtheit. Über sechs Wahltasten am Lenkrad lassen sich alle fahrrelevanten Parameter direkt und blitzschnell variieren. Statt der mäßig übersichtlichen Informationsflut auf den herkömmlichen Instrumenten-Displays von BYD gibt es hier eine klare Grafik mit halbrundem Zeiger-Instrument. Sitzposition und Cockpit-Ergonomie sind erstklassig, die Bedienlogik simpel und mit so wenig Ablenkungs-Potential wie möglich. Fesch ist die Matt-Alu-Optik der Lenkrad-Speichen sowie aller Schalter und Tasten rundum.
Welche Technik steckt im Denza Z?
Hier kommt BYDs e3-Plattform mit drei E-Motoren – zwei an der Hinterachse, einer vorne – zum Einsatz. Die Blade-Batterie 2.0 übernimmt wie immer bei BYD auch strukturverstärkende Aufgaben im Chassis und verfügt hier über eine Kapazität von 76 kWh. Dazu ist sie mit dem schon erwähnten Flash-Charging System kompatibel, das in fünf Minuten von 10 auf 70 Prozent und in neun auf 97 Prozent lädt. Bemerkenswert ist auch das Disus-M Fahrwerk, die Sportwagen-Variante von BYDs neuem Magnet-Dämpfer-System mit Millisekunden-Reaktionszeit.
Warum gibt es drei Z-Varianten?
Um auf allen Ebenen dabei zu sein und zu demonstrieren: Wir können auch das. Das Coupé übernimmt die Rolle des eleganten Renners, der vom Flow seiner Linien eventuell sogar noch gelungenere Spider bringt zusätzlich Zeige-Prestige, der Racing mit seinem Look wie frisch von der Fast & Furious-Leinwand gesprungen fährt mit seinem Brutalo-Heckflügel als Leistungs-Speerspitze vor. Mitbewerber brauchen für so eine Spreizung Jahre, Denza stellt von Beginn alles auf einmal hin.
Es gibt drei Z-Varianten, das Coupé übernimmt die Rolle des eleganten Renners.
300 Liter Kofferraumvolumen, fast so viel wie ein B-SUV.
Platz für vier, aber nur auf kurzen Strecken.
Im Cockpit herrscht ein gelungener Mix aus reduziertem Sportwagen-Fokus und Detail-Verliebtheit. Dazu kommt Mut zur Farbe.
Bemerkenswert ist auch das Disus-M Fahrwerk, die Sportwagen-Variante von BYDs neuem Magnet-Dämpfer-System .Wie fahren sich 1604 PS?
Dafür, dass es bisher keine Referenz-Erfahrungen dazu gibt: Überraschend beherrschbar – auch wenn im Hirn ständig diese Zahl als Warnhinweis aufleuchtet. Aus dem Stand zieht der Z bei Bedarf auch gerne sanft los, er kann also den Asphalt brennen lassen, muss es aber nicht. Der rote Boost-Knopf auf fünf Uhr am Lenkrad wird seinem Namen jedenfalls gerecht: Er knallt 30 Prozent Drehmoment-Zuschlag auf den Teer – und das ist dann wirklich ein Himmelsritt. Nicht, dass der Z diese Power nicht stehen würde – er tut das ganz souverän. Ein Auto, mit dem sich sofort auf hohem Niveau ein unbestechlicher Rhythmus durch die Kurven finden lässt.
Beachtlich ist, dass trotzdem nie das Gefühl aufkommt, es würde einem vor lauter Kraft ein Esel ins Kreuz treten – wie das etwa beim Porsche Taycan Turbo S passiert. Die Power kommt völlig linear und mit einer Selbstverständlichkeit, die schlichtweg ergreifend ist. Das Disus-Fahrwerk stemmt die Beschleunigung souverän mit, das beste kommt aber am ersten Kurven-Eingang: Die Bremsen. Normalerweise keine Stärke von E-Autos, sind die hier beinahe sensationell bissig und trotzdem so fein dosierbar, wie es sich jeder Sportwagen-Fahrer wünscht. Noch eine Besonderheit: Das Spüren der Kraftflüsse, schön hecklastig angedeutet, aber trotzdem perfekt balanciert. Respekt? Der bleibt, aber mit steigendem Vertrauen bei jedem Kilometer.
Wie viel kostet der Denza Z?
Für den Ende 2026/Anfang 2027 geplanten Marktstart in Österreich stehen noch keine Preise fest. Weil die Premiere beim Festival of Speed in Goodwood abgefeiert wurde, gibt es aber zumindest britische Tarife zur Orientierung: Das Coupé ist dort mit umgerechnet 167.200 Euro gelistet, der Spider mit 187.100 Euro und der Racing mit 202.300 Euro. Das klingt natürlich erst einmal recht selbstbewusst, allerdings greifen die Kollegen aus Maranello und Sant Agatha deutlich tiefer in die Kunden-Geldbörse. Selbst ein Porsche 911 kostet nackt rund 178.000 Euro und bietet dafür gerade einmal 394 PS. Hier gibt es um praktisch das gleiche Geld den stärksten Seriensportwagen der Welt in Vollausstattung.
Dafür, dass es bisher keine Referenz-Erfahrungen dazu gibt: Überraschend beherrschbar – auch wenn im Hirn ständig diese Zahl als Warnhinweis aufleuchtet. Aus dem Stand zieht der Z bei Bedarf auch gerne sanft los, er kann also den Asphalt brennen lassen, muss es aber nicht. Der rote Boost-Knopf auf fünf Uhr am Lenkrad wird seinem Namen jedenfalls gerecht: Er knallt 30 Prozent Drehmoment-Zuschlag auf den Teer – und das ist dann wirklich ein Himmelsritt. Nicht, dass der Z diese Power nicht stehen würde – er tut das ganz souverän. Ein Auto, mit dem sich sofort auf hohem Niveau ein unbestechlicher Rhythmus durch die Kurven finden lässt.
Beachtlich ist, dass trotzdem nie das Gefühl aufkommt, es würde einem vor lauter Kraft ein Esel ins Kreuz treten – wie das etwa beim Porsche Taycan Turbo S passiert. Die Power kommt völlig linear und mit einer Selbstverständlichkeit, die schlichtweg ergreifend ist. Das Disus-Fahrwerk stemmt die Beschleunigung souverän mit, das beste kommt aber am ersten Kurven-Eingang: Die Bremsen. Normalerweise keine Stärke von E-Autos, sind die hier beinahe sensationell bissig und trotzdem so fein dosierbar, wie es sich jeder Sportwagen-Fahrer wünscht. Noch eine Besonderheit: Das Spüren der Kraftflüsse, schön hecklastig angedeutet, aber trotzdem perfekt balanciert. Respekt? Der bleibt, aber mit steigendem Vertrauen bei jedem Kilometer.
Wie viel kostet der Denza Z?
Für den Ende 2026/Anfang 2027 geplanten Marktstart in Österreich stehen noch keine Preise fest. Weil die Premiere beim Festival of Speed in Goodwood abgefeiert wurde, gibt es aber zumindest britische Tarife zur Orientierung: Das Coupé ist dort mit umgerechnet 167.200 Euro gelistet, der Spider mit 187.100 Euro und der Racing mit 202.300 Euro. Das klingt natürlich erst einmal recht selbstbewusst, allerdings greifen die Kollegen aus Maranello und Sant Agatha deutlich tiefer in die Kunden-Geldbörse. Selbst ein Porsche 911 kostet nackt rund 178.000 Euro und bietet dafür gerade einmal 394 PS. Hier gibt es um praktisch das gleiche Geld den stärksten Seriensportwagen der Welt in Vollausstattung.
Der vom Flow seiner Linien eventuell sogar noch gelungenere Spider bringt zusätzlich Zeige-Prestige, der Racing ist die Leistungs-Speerspitze.DATEN & FAKTEN
Denza Z
(Juli 2026)Preis
k. A.Antrieb
3 E-Motoren mit 1604 PS; LFP-Akku mit 76 kWh; Eingang-Direktübersetzung; Allradan-trieb.Abmessungen
Coupé: Länge 4780 mm / Breite 1975 mm / Höhe 1330 mm.Spider: Länge 4780 mm / Breite 1975 mm / Höhe 1350 mm.
Racing: Länge 4870 mm / Breite 1990 mm / Höhe 1350 mm.
Kofferraumvolumen: 300 / 176 / 300 Liter.
Radstand 2780 mm.









