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Vorstellung & Sitzprobe: DS N°7

Vorstellung & Sitzprobe: DS N°7

Deluxe Room

DS bucht die ganze Familie auf ein Zimmer der obersten Kategorie. Auch nach außen gibt sich der N°7 elegant. Technisch ist das SUV auf gehobenen Komfort ausgelegt, dazu gehört auch eine Elektro-Version mit 740 Kilometern Reichweite. Motorprofis.at hat die Sitzprobe gemacht und mit Markenchef Xavier Peugeot gesprochen.
Um welches Auto geht es?
Der DS N°7 ist der Nachfolger des DS 7, dem meistverkauften Modell der französischen Premiummarke aus dem Stellantis-Konzern. Seit 2014 versucht DS Automobiles die deutsche Hegemonie im europäischen Premiumsegment aufzubrechen. In seiner jungen Geschichte hat der Herausforderer aus Paris zwei Formel-E-Titel geholt und französische Nationalheiligtümer wie den Louvre und die Paris Fashion Week als Partner gewonnen, auch der Präsident des Landes fährt regelmäßig DS. Das Luxus-Know-how, mit dem Frankreich dem Rest der Welt in vielen Bereichen von der Gastronomie bis zur Mode hoffnungslos überlegen ist, auch in der Automobilindustrie zu verankern, ist ein logischer Schritt, bleibt aber angesichts der Marktmacht von Audi, BMW und Mercedes eine Herausforderung.
Mit 4,66 Metern Länge und 2,79 Metern Radstand ist der N°7 gerade noch im sogenannten C-Segment der Kompakt-SUVs anzusiedeln, eigentlich sind das schon eher Mittelklasse-Maße. Die Nomenklatur von DS orientiert sich an Chanels berühmten Parfum (N°5 war laut Marilyn Monroe das Einzige, was der Hollywoodstar im Bett trug): N° ist die französische Abkürzung für Numéro, auf Deutsch heißt das neue Modell also „Nummer Sieben“. Der Originaltitel wäre „numéro sept“ – Aussprache in etwa „sät“. Zum umfangreichen Technikpaket gehören ein adaptives Fahrwerk und Allradantrieb, das Datenblatt reicht von 145 bis 375 PS, die Elektro-Versionen schaffen 740 Kilometer WLTP-Reichweite. Die Fertigung ist zu knapp 90 Prozent „Made in Europe“: Die Long Range-Batterie kommt aus der neuen ACC-Gigafactory in Nordfrankreich, die E-Motoren sind aus Italien, gebaut wird der DS N°7 zusammen mit Jeep-Modellen im süditalienischen Melfi.
 
Wie schaut er aus?
Der Auftritt ist eleganter geworden und hat eine luxuriösere Ausstrahlung bekommen. Das liegt vor allem an den großen glatten Flächen, die der Karosserie mehr Ruhe verschaffen und ihr eine gewisse Großzügigkeit geben. Wer direkt auf das breite Heck mit seinen dezenten Knicken und spektakulären Rücklichtern blickt, sieht den Anspruch einer Designermarke, einen neuen Look zu entwickeln (in der Mode sind es ja fast ausschließlich Marken aus Paris und Mailand, die das tun). Gleiches gilt für die aufrechte Front mit V-förmigem Tagfahrlichtern sowie LED-beleuchtetem Strichmuster und Markenlogo hinter Glas. In der Seitenansicht ist der auf bis zu 21 Zoll großen Rädern rollende DS N°7 klassischer, SUV-Platzangebot ist eben nur mit SUV-Silhouetten herzustellen. Gleichzeitig will DS Reichweiten-Standards setzten, was nur über die Arbeit im Windkanal funktioniert: Sichtbar wird das am hinten relativ stark abfallenden Dach, aber auch an raffinierten Lösungen wie den zu strömungsoptimierten Abrisskanten geformten Front- und Hecklichtern oder den aktiven Lufteinlässen mit beweglichen Klappen. Die Aero-Felgen, der Heckspoiler und ein glatter Unterboden bringen weitere Autobahn-Kilometer. Stilistische Kompromisse wurden kaum gemacht, nur mit der Sicke über dem hinteren Kotflügel und der Form des Tankdeckels können auch die Designer nicht ganz glücklich sein. Zu den Lackierungen mit hochwertigen, dezenten Farbmischungen gibt es optional die Bi-Tone-Motorhaube mit schwarzer Mittelbahn, was eine feine Extravaganz ist.
Der Auftritt ist eleganter geworden und hat eine luxuriösere Ausstrahlung bekommen: Breites Heck mit dezenten Knicken und spektakulären Rücklichtern.Der Auftritt ist eleganter geworden und hat eine luxuriösere Ausstrahlung bekommen: Breites Heck mit dezenten Knicken und spektakulären Rücklichtern.
Die großen V-förmigem Tagfahrlichter und die …Die großen V-förmigem Tagfahrlichter und die …
… Rücklichter haben deutlich mehr Weitwirkung als bisher.… Rücklichter haben deutlich mehr Weitwirkung als bisher.
Große glatten Flächen verschaffen der Karosserie Ruhe und geben ihr eine gewisse Großzügigkeit. Front mit LED-Muster und -Logo hinter Glas.Große glatten Flächen verschaffen der Karosserie Ruhe und geben ihr eine gewisse Großzügigkeit. Front mit LED-Muster und -Logo hinter Glas.
Was wird innen geboten?
Der DS N°7 bucht die ganze Familie auf ein Zimmer der obersten Kategorie. Das Interieur macht den Unterschied zwischen einem Schritt für Schritt eingerichteten und einem von Anfang bis Ende durchkomponierten Raum deutlich. Das erinnert an die stringent und mit hochwertigen Materialien umgesetzten Einrichtungskonzepte von Hotels, für die pro Nacht 350 Euro aufwärts einzuplanen sind, in Paris eher 700 Euro aufwärts – Achtung, der Gewöhnungseffekt im N°7 könnte im Umkehrschluss dazu führen, dass die mitreisende Familie an der Unterkunft herumnörgelt. Abgesehen von diesen Gefahren können sich Ästheten an einem todschicken Innenraum erfreuen, wie er im Kompakt- und Mittelklasse-Segment sonst eigentlich nur bei Range Rover zu finden ist.
Der Einrichtungsstil des DS N°7 ist geradlinig und reduziert, mit großen ebenen Flächen. Das wirkt modern und elegant. Echtes Alcantara oder Nappaleder kommt weiträumig zum Einsatz und wird mit Details wie Uhrenarmband-Muster oder Perlstichnähten aufwändig verarbeitet. Dazu kommen Echtholzoberflächen und lasergravierte Aluminium-Applikationen. Auch die braunen, dunkelblauen, beigen und schwarzen Farbwelten zeugen von französischer Eleganz, die es anderswo nicht gibt. Ob man mit den Materialien und Mustern spielen oder sich etwas minimalistischer einrichten will, bleibt durch die unterschiedlichen Themenwelten weitgehend dem Kunden überlassen. Serienmäßig fällt mit dem Muster auf der Mittelkonsole nur ein Detail unter Geschmacksache. Auffallend edel wirken darüber hinaus beispielsweise das Nappaleder-Lenkrad mit X-förmigen Speichen, die leuchtenden DS-Logos in den Vordersitzen und die aufwändige Ambientebeleuchtung bei Nacht, aber ber auch die Glasoberfläche des elegant schmalen Touchscreens: Das Multimediasystem läuft auf einem breiten 16-Zoll-Monitor, der in den Beifahrerbereich hineinragt. Die Software ist schnell, professionell und fokussiert. In die Navigation ist eine intelligente Ladeplanung integriert, die Ladezeiten einbezieht und den Batteriestand am Zielort berücksichtigt. Eine automatische Vorkonditionierung der Batterie vor dem Schnellladen beschleunigt die Ladezeiten. Planungen können extern am Mobiltelefon gemacht und dann ins Auto übertragen werden. Über die App lässt sich auch der Ladestand kostenschonend bei 80 Prozent limitieren. Fragen an die KI sind im DS N°7 via ChatGPT möglich. Praktisch ist die Shortcut-Taste rechts neben dem Lenkrad, nach einem langen Tastendruck legen die läutenden, am Lenkrad ziehenden und sonst wie nervenden Sicherheits-Assistenten ihre Arbeit nieder. Ausstattungsseitig hervorzuheben sind das tolle Soundsystem der französischen Premiummarke Focal, die Sitzheizung der Rücksitze oder die Kühl- und Massagefunktion und der Nackenwärmer in den Vordersitzen – Letzterer zur reichweitenverlängernden Entlastung der Heizung.
Kompakt-SUVs sind sehr oft Familienautos, besonders wenn sie sich wie der 4,66 Meter lange DS N°7 am oberen Ende des Segments, fast schon in der Mittelklasse, positionieren. Auch große Fahrer sitzen vorne gut und haben nach oben hin genug Platz. Für Komfort auf der Rückbank sorgen die gute Sitzhöhe und Beinfreiheit kombiniert mit einer bequemen Neigung der Rückenlehnen. Wichtig für das Ambiente ist das luftige Raumgefühl, dass der DS N°7 durch das niedrigere Armaturenbrett vorne und die größeren Seitenfenster hinten herstellt. Und mit dem getönten Panoramaglasdach wird es noch mal deutlich heller im DS N°7. Das ist noch nicht die Freiheit der 1970er, aber weniger eingebunkert als üblich.
Dass der Projektleiter des DS N°7 auch Erfahrung im Nutzfahrzeugbereich hat, zeigt der je nach Antriebstechnologie 500 bis 560 Liter große Kofferraum – er ist nicht rekordverdächtig, aber ordentlich groß, und durch seine Form gut nutzbar. Unter dem Boden gibt es ein Fach für die Ladekabel oder Krimskrams. Die Fondlehnen können im Verhältnis 40:20:40 umgelegt werden, das Maximalvolumen liegt mit 1.600 Litern im Klassenschnitt.
Der Einrichtungsstil des DS N°7 ist geradlinig und reduziert, mit großen ebenen Flächen. Das wirkt modern und elegant.Der Einrichtungsstil des DS N°7 ist geradlinig und reduziert, mit großen ebenen Flächen. Das wirkt modern und elegant.
Lasergravierte Aluminium-Applikationen.Lasergravierte Aluminium-Applikationen.
Raffinierte Auffächerung in der Türinnenseite.Raffinierte Auffächerung in der Türinnenseite.
Echtes Alcantara oder Nappaleder kommt weiträumig zum Einsatz, wird mit Details wie Uhrenarmband-Muster oder Perlstichnähten aufwändig verarbeitet.Echtes Alcantara oder Nappaleder kommt weiträumig zum Einsatz, wird mit Details wie Uhrenarmband-Muster oder Perlstichnähten aufwändig verarbeitet.
Nappaleder-Lenkrad mit X-förmigen Speichen.Nappaleder-Lenkrad mit X-förmigen Speichen.
Echtholzoberflächen verkleiden die Boxen des guten Focal-Soundsystems.Echtholzoberflächen verkleiden die Boxen des guten Focal-Soundsystems.
Der je nach Antriebstechnologie 500 bis 560 Liter große Kofferraum ist nicht rekordverdächtig, aber ordentlich groß, und durch seine Form gut nutzbar.Der je nach Antriebstechnologie 500 bis 560 Liter große Kofferraum ist nicht rekordverdächtig, aber ordentlich groß, und durch seine Form gut nutzbar.
Was bietet der DS N°7 technisch?
Technisch ist das Kompakt-SUV auf gehobenen Komfort ausgelegt, die STLA Medium-Plattform aus dem Stellantis-Konzerns schöpft dafür alle ihre Möglichkeiten aus: Um ein wenig von der Gelassenheit des komfortablen Oberklasselebens auszustrahlen, überwacht das kameragesteuerte Fahrwerk-System „DS Active Scan Suspension“ die Fahrbahn und sendet bei potenziellen Störfaktoren Warnsignale an die adaptiven Dämpfer. Entsprechend vorgewarnt, können diese besser auf die Unebenheiten reagieren. Zusätzlich zur intensiv optimierten Aerodynamik gibt es spezielles Akustikglas und eine aufwändige Dämmung, damit es Innenraum immer leise bleibt. Die Pixel-Schweinwerfer „DS Pixelvision“ mit Kurvenlicht und adaptivem Fernlicht können über eine Boost-Funktion sehr weit leuchten, das Nachsichtgerät „Night Vision“ erkennt Fußgänger oder Tiere in der Finsternis und ist ein Alleinstellungsmerkmal in der Klasse.
Die Antriebspalette startet mit einem 145 PS starken 48-Volt-Hybridantrieb für Fahrer, die es entspannt angehen und einen Verbrenner mit niedrigem Verbrauch schätzen. Das System setzt sich aus einem 1,2-Liter-Dreizylinder-Benzin-Turbomotor und einem Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe mit integriertem Elektromotor zusammen. Durch eine 0,9-kWh-Batterie, die sich während der Fahrt auflädt und den Verbrenner unterstützt, wird der Verbrauch reduziert. Im Stadtverkehr kann bis zu 50 Prozent der Zeit im emissionsfreien Elektromodus gefahren werden. Der Normverbrauch beträgt nur 5,3 Liter, und Erfahrungen von anderen Stellantis-Modellen zeigen, dass die 145-PS-Variante tatsächlich mindestens so sparsam ist wie es früher die Dieselmodelle waren. Eine zweite, deutlich leistungsstärkere Hybridvariante ist in Planung.
Zudem gibt es den DS N°7 in drei vollelektrischen Varianten: Frontantrieb Standard Range mit 230 PS (mit Boost bei über 90 Prozent Ladestand kurzzeitig 260 PS), 343 Newtonmetern, 74-kWh-Batterie und 543 Kilometern WLTP-Reichweite. Frontantrieb Long Range mit 245 PS (mit Boost kurzzeitig 280 PS), 343 Newtonmetern, 97-kWh-Batterie und stolzen 740 Kilometern WLTP-Reichweite. Und Allradantrieb Long Range mit zwei Elektromotoren und zusammen 350 PS (mit Boost kurzzeitig 375 PS), 509 Newtonmetern sowie 97,2-kWh-Batterie und 679 Kilometern WLPT-Reichweite. Mit der Long Range-Batterien aus der hauseigenen Gigafactory in Nordfrankreich setzt der DS N°7 also Reichweiten-Standards für Kompakt-SUVs, da macht sich neben dem niedrigen Verbrauch – der WLTP-Wert liegt in allen Varianten unter 17 kWh – auch die aerodynamisch optimierte Karosserie positiv bemerkbar. Laut internen Tests von DS sind gut 450 Kilometer mit 120 km/h auf der Autobahn möglich, die Ingenieure haben eine 760-Kilometer lange Highway-Tour mit nur einem Ladestopp gemacht. Geladen wird mit bis zu 160 kW DC, also ein wenig langsamer als bei den Klassenbesten. Die 160 kW sollen aber von 20 bis 55 Prozent Ladestand tatsächlich fließen, von 20 bis 80 Prozent dauert es unter Idealbedingungen daher nur 27 Minuten. AC-Laden klappt mit bis zu 11 kW dreiphasig, optional gibt es ein 22-kW-Bi-Direktions-Ladegerät. Per Vehicle to Load-Funktion (V2L) können elektrische Geräte wie Fahrräder, Roller, Computer oder Griller über die Hochspannungsbatterie geladen werden. Die Elektro-Fronttriebler sprinten in souveränen 7,7 bis 7,8 Sekunden auf Hundert, der Hybrid geht es mit 10,6 Sekunden eher gemütlich an. Die Elektro-Allradversion braucht 5,4 Sekunden, beschleunigt also richtig sportlich.
 
Wie schaut es preislich aus?
Für DS braucht man ein etwas größeres Budget, das ist klar. Man bekommt allerdings mehr Ausstattung fürs Geld als bei den ähnlich gepreisten deutschen Premiummarken. Genaue Preise gibt es für den DS N°7 noch nicht, eine Spanne von 50.000 bis 70.000 Euro ist zu erwarten. Die Bestellöffnung erfolgt im zweiten Quartal 2026, Marktstart ist im Herbst 2026.
 
Das Fazit?
Die französische Alternative zu den Kompakt-SUVs der deutschen Premiummarken setzt Standards im Innenraum: Mit dem stringent durchkomponierten und mit hochwertigen Materialien umgesetzten Einrichtungskonzept bucht der DS N°7 die ganze Familie auf ein Zimmer der obersten Kategorie. Technisch forciert der Pariser den gehobenen Komfort, dazu gehören neben dem adaptiven Fahrwerk und viel Geräuschdämmung auch der 350-PS-Allraddantrieb und eine Elektro-Version mit 740 Kilometern WLTP-Reichweite – was ebenfalls Maßstäbe in der Klasse setzt.
Fazit von Motorprofis-Tester Fabian Steiner: „Französische Alternative zu den deutschen Premium-SUVs, Innenraum und Reichweite setzten MaßstäbeFazit von Motorprofis-Tester Fabian Steiner: „Französische Alternative zu den deutschen Premium-SUVs, Innenraum und Reichweite setzten Maßstäbe".
Am Rand der DS N°7-Premiere sprach Motorprofis.at mit Xavier Peugeot, dem CEO von DS Automobiles. Hier lesen Sie das ganze Interview.Am Rand der DS N°7-Premiere sprach Motorprofis.at mit Xavier Peugeot, dem CEO von DS Automobiles. Hier lesen Sie das ganze Interview.
Herr Peugeot, es gab Gerüchte, die den Fortbestand von DS als eigenständige Marke in Frage stellten. Was sagen Sie dazu?
Xavier Peugeot: „Es gibt immer Gerüchte, die kommentieren wir nicht. Ich habe die DS-Brand vor einem Jahr übernommen und wir arbeiten an unserem Fahrplan, was eine gewisse Zeit braucht. Nach vier Jahren ohne neues Modell gingen die Verkaufszahlen zuletzt in die falsche Richtung. Wir haben aber 2025 mit dem Launch unseres Flaggschiffs N°8 eine neue Phase begonnen. Dort bieten wir 750 Kilometer elektrische WLPT-Reichweite, was 500 Kilometer im echten Leben auf der Autobahn bedeutet. Dann haben wir N°4 enthüllt, der eine sehr signifikante Evolution des bisherigen Modells ist und im Einklang mit unserer neuen Nomenklatur steht. Dazu kommt jetzt N°7, der unseren bisherigen Bestseller ablöst. Ich bin überzeugt, dass wir mit diesen Modellen wieder zurück auf Kurs kommen und progressiv wachsen werden. DS war zu Beginn eine Erfolgsgeschichte, und wir werden sie nun wieder fortsetzten. Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass es Raum für eine Premiumbrand gibt, die sich der französischen Exzellenz annimmt. Wir werden auch bald neue Ideen für DS zeigen, wir arbeiten kurz-, mittel- und langfristig an der Marke.“
 
Die Verkaufszahlen von DS sind in Frankreich gut, während es im Rest von Europa Luft nach oben gibt. Wie wollen Sie die Kunden künftig überzeugen?
Xavier Peugeot: „Ich möchte an der Kontinuität arbeiten. Ich denke alle starken Marken, egal aus welcher Branche sie kommen, sind stark, weil sie immer Kontinuität zeigen. Daher arbeiten wir an einem Plan, dem sogenannten Exzellenzplan, um die wichtigsten Säulen unserer Roadmap zu definieren – allem voran Qualität, die immer das Wichtigste ist. Nicht nur im Resultat, sondern auch in der Denkweise. Wir arbeiten auch am Geschäft, zum Beispiel bei der Art wie wir mit den Händlern kommunizieren oder die Preispositionierung machen. Zudem hat sich die Art wie wir DS sehen und kommunizieren geändert, mehr im Einklang mit dem, was Paris bei den Olympischen Spielen gemacht hat, als es seine Wurzeln nutzte, aber gleichzeitig Modernität zeigte. Und natürlich versuchen wir zunehmend unser Volumen zu steigern. Premium repräsentiert in Europa 25 Prozent vom Markt und 38 Prozent vom Ertrag, da ist Raum für eine Marke, aber wir müssen das kontinuierlich managen, nicht mit vier Jahren ohne Produkt-Launch wie zuletzt.“
 
Werden sie das noch relativ kleine DS-Händlernetz ausbauen?
Xavier Peugeot: „Wenn wir mit Händlern sprechen, spürt jeder das Potenzial von DS. Um immer den richtigen Händler am richtigen Platz zu haben, wollen wir unsere Kapazitäten steigern, überlegen aber auch, noch stärker maßgeschneiderte Händlerkonzepte für das jeweilige Volumen anzubieten, indem wir zum Beispiel das Layout anpassen.“
 
Welche Preispositionierung strebt DS an?
Xavier Peugeot: „Das Mehrwert-Konzept des DS N°7 hat schon beim DS 7 gut funktioniert. Die Größe des Autos positioniert es am oberen Ende des Premium-Kompakt-SUV-Segments, der Preis liegt aber in der Mitte. Das ist ein gutes Konzept für DS, man muss es sich aber von Fall zu Fall anschauen. Grundsätzlich gibt sehr starke etablierte Premiummarken, aber auch Kunden, die auf Alternativen warten. Wir sehen immer wieder Herausforderer, die darauf neue Antworten geben. Unterschiedliche Designs, Positionierungen und Produktanlagen sind das Rezept dazu.“
 
Wird DS eine rein elektrische Marke oder bleibt es beim Multi-Energy-Ansatz?
Xavier Peugeot: „Vor einigen Jahren hat mein Vorgänger gesagt, wir werden eine rein elektrische Marke, und das war im Einklang mit dem Fahrplan, den die europäischen Regulatorien vorsahen. Jetzt sehen wir, dass die Elektrifizierung zunimmt, aber langsamer als erwartet. Es gibt Diskussionen über das Regelwerk, was eine schwierige Situation für die Hersteller ist. Wir haben daher unseren Plan angepasst. DS N°8 ist rein elektrisch, aber N°4 hat die volle Antriebspalette mit Elektro, Mild-Hybrid, Plug-in-Hybrid und sogar Diesel. Für N°7 bieten wir Elektro, Mild-Hybrid und etwas später eine weitere Hybridvariante an.“
 
Ist die Long Range-Batterie aus französischer Produktion in ausreichender Stückzahl lieferbar?
Xavier Peugeot: „Das ACC-Werk in Frankreich hatte einen langsameren Hochlauf als erwartet, dadurch gab es am Anfang Lieferverzögerungen bei den Long Range-Varianten des N°8. Die Produktion im Werk beschleunigt sich nun aber signifikant.“
 
Sehen Sie Potenzial für DS in weiteren Segmenten?
Xavier Peugeot: „Ja, ich glaube es gibt Raum für Premiumangebote in den verschiedensten Segmenten. Wir müssen die Balance halten und wir brauchen Kontinuität in der Produktentwicklung. Aber ich glaube es gibt Raum in jedem Segment.“
 
Habe sie weitere Märkte außerhalb von Europa im Blick?
Xavier Peugeot: „Die Marke ist einem Erholungsmodus und muss ihre Wurzeln stärken. Die Wurzeln sind hauptsächlich europäisch, aber nicht nur. In Europa sehr stark Frankreich, aber nicht nur. Außerhalb von Europa verkaufen wir zum Beispiel in Marokko, Japan und Argentinien."
Xavier Peugeot: „Ich möchte an der Kontinuität arbeiten. Alle starken Marken, egal aus welcher Branche, sind stark, weil sie immer Kontinuität zeigen.Xavier Peugeot: „Ich möchte an der Kontinuität arbeiten. Alle starken Marken, egal aus welcher Branche, sind stark, weil sie immer Kontinuität zeigen."

DATEN & FAKTEN

DS N°7

(März 2026)

Preis

Folgt // Bestellöffnung im zweiten Quartal 2026, Marktstart im Herbst 2026.

Antrieb

Hybrid 145:
48-Volt-Mildhybrid mit 1,2-Liter-Dreizylinder-Benzin-Turbomotor, Vorderradantrieb, 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe. Systemleistung 145 PS. Maximales Drehmoment 230 Newtonmeter.

Elektro 230 FWD Standard Range:
1 Synchron-E-Motor, Leistung 230 PS, Maximales Drehmoment 343 Nm, Automatik mit fester Getriebeübersetzung, Vorderradantrieb. Batteriekapazität: 74 kWh. DC-Laden mit bis zu 160 kW, AC-Laden mit 11 kW / 22 kW.

Elektro 245 FWD Long Range:
1 Synchron-E-Motor, Leistung 245 PS, Maximales Drehmoment 343 NmAutomatik mit fester Getriebeübersetzung, Vorderradantrieb. Batteriekapazität: 97 kWh. DC-Laden mit bis zu 160 kW, AC-Laden mit 11 kW / 22 kW.

Elektro 350 AWD Long Range:
Zwei Synchron-E-Motoren, Leistung 350 PS, Maximales Drehmoment 509 Nm, Automatik mit fester Getriebeübersetzung, Allradanrieb. Batteriekapazität: 97 kWh. DC-Laden mit bis zu 160 kW, AC-Laden mit 11 kW / 22 kW.

Abmessungen

Länge 4,66 Meter / Breite 1,90 Meter / Höhe 1,63 Meter. Radstand 2.79 mm. Kofferraumvolumen 500/560 – 1.600 Liter.

Gewicht

Eigengewicht: Folgt. Zulässiges Gesamtgewicht: folgt. Anhängelast gebremst: folgt.

Fahrwerte

Hybrid 145:
0-100 km/h 10,6 Sekunden. Höchstgeschwindigkeit 201 km/h. WLTP-Normverbrauch 5,3 Liter.

Elektro 230 FWD Standard Range:
0-100 km/h 7,7 Sekunden. Höchstgeschwindigkeit 190 km/h. WLTP-Normverbrauch 16 kWh. WLTP-Reichweite 543 km.

Elektro 245 FWD Long Range:
0-100 km/h 7,8 Sekunden. Höchstgeschwindigkeit 190 km/h. WLTP-Normverbrauch 16,2 kWh. WLTP-Reichweite 740 km.

Elektro 350 AWD Long Range:
0-100 km/h 5,4 Sekunden. Höchstgeschwindigkeit 190 km/h. WLTP-Normverbrauch 16,9 kWh. WLTP-Reichweite 679 km.
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