Test: Fiat Topolino Corallo, Sport & Vilebrequin
Segensreiche Vielfalt
Fiat erweitert die Topolino-Palette um drei Modelle: Corallo ist eine Referenz an den Stil der 60er Jahre, Sport bringt Coolness ins Micro-Car-Segment und die Vilebrequin-Sonderedition huldigt dem Sommer. Sogar der Vatikan ergänzt seinen Fuhrpark mit den Micro-Mobility-Lösungen von Fiat.
03.07.2026Fotos: Werk
Italophiles Österreich
2020 hat Stellantis das elektrische 45 km/h-Vehikel Citroen Ami präsentiert, im Jahr darauf den Opel Rocks. Im stets italophilen Österreich, dem Land mit dem weltweit höchsten Vespa-Marktanteil, ist das Fiat-Modell mit dem historisch gut verankerten Namen Topolino am beliebtesten. Der italienische Elektro-Zwerg ist hierzulande inzwischen ein Bestseller mit höherem Marktanteil als in Italien selbst.
Grund genug, den Erfolg mit zusätzlicher Individualisierung weiter zu befeuern. Aktuell ist der Durchschnittskäufer eines Topolino rund 47 Jahre alt, es gibt also noch Luft richtig jugendlicherem Publikum. Dieses sollen die neuen Varianten Topolino Corallo, Sport und Vilebrequin ansprechen. Der weltweite Micro-Mobility-Markt ist mit 120 Millionen Stück pro Jahr auch so schon gewaltig, aber wer neue Zielgruppen als erster erobert, hat hier auch künftig die Nase vorn.
Corallo – ein Gruß aus den 60ern
Die Farbe macht beim Topolino Corallo den Unterschied: Historisch stammt sie aus dem Lack-Angebot für den guten, alten Fiat 500, kommt heute aber im trendigen Matt-Look daher. Der Grund dafür ist eher praktischer Natur: Der Topolino ist nicht lackiert – die Außenhaut des Fahrzeugs besteht aus bereits in der Produktion eingefärbten Kunststoff-Teilen. Aufgewertet wurde er hier mit einer fixen Dach-Verglasung sowie der rot-weiß gestreiftem Armaturenbrett Bezug und hellen Kunstleder-Sitzen – fertig ist der elektrische Micro-Car-Ausflug in die gute alte Zeit.
2020 hat Stellantis das elektrische 45 km/h-Vehikel Citroen Ami präsentiert, im Jahr darauf den Opel Rocks. Im stets italophilen Österreich, dem Land mit dem weltweit höchsten Vespa-Marktanteil, ist das Fiat-Modell mit dem historisch gut verankerten Namen Topolino am beliebtesten. Der italienische Elektro-Zwerg ist hierzulande inzwischen ein Bestseller mit höherem Marktanteil als in Italien selbst.
Grund genug, den Erfolg mit zusätzlicher Individualisierung weiter zu befeuern. Aktuell ist der Durchschnittskäufer eines Topolino rund 47 Jahre alt, es gibt also noch Luft richtig jugendlicherem Publikum. Dieses sollen die neuen Varianten Topolino Corallo, Sport und Vilebrequin ansprechen. Der weltweite Micro-Mobility-Markt ist mit 120 Millionen Stück pro Jahr auch so schon gewaltig, aber wer neue Zielgruppen als erster erobert, hat hier auch künftig die Nase vorn.
Corallo – ein Gruß aus den 60ern
Die Farbe macht beim Topolino Corallo den Unterschied: Historisch stammt sie aus dem Lack-Angebot für den guten, alten Fiat 500, kommt heute aber im trendigen Matt-Look daher. Der Grund dafür ist eher praktischer Natur: Der Topolino ist nicht lackiert – die Außenhaut des Fahrzeugs besteht aus bereits in der Produktion eingefärbten Kunststoff-Teilen. Aufgewertet wurde er hier mit einer fixen Dach-Verglasung sowie der rot-weiß gestreiftem Armaturenbrett Bezug und hellen Kunstleder-Sitzen – fertig ist der elektrische Micro-Car-Ausflug in die gute alte Zeit.
Die Farbe des Topolino Corallo (links) ist eine Referenz an den Stil der 60er Jahre, der Topolino Sport bekommt durch Rallye-Streifen eine sportliche Note.
Aufgewertet wird der Topolino Corallo mit einer fixen Dach-Verglasung sowie dem gestreiftem Armaturenbrett-Bezug und hellen Kunstleder-Sitzen.Sport ist eine Stil-Frage
Nein, der Topolino Sport hat nicht mehr Leistung. Für die dynamische Note sorgen die flotten Rallye-Streifen auf der Micro-Karosse, entsprechende Schriftzüge an den Flanken, schwarze Radkappen und das Cockpit im Carbon-Look – also in etwa das, womit Garagen-Tuner schon vor Jahrzenten ihre Boliden daheim optisch hochgepeppelt haben, was hier aber fashionable rüberkommt. Das Glasdach ist auch im Topolino Sport verbaut, als Extra gibt es zwei kleine, feine Bluetooth-Boxen der Trend-Herstellers Monster zu bestellen – inklusive fluoreszierendem Innenleben im Lavalampen-Style.
Vilebrequin – die Badehose zum Fahren
1971 will ein Motor-Journalist in St. Tropez eine Dame beeindrucken – mit einem eigens designten Badedress. Er benennt es nach einem Teil, das er aus seinem Brotjob gut kennt: Kurbelwelle – französisch Vilebrequin. Das erste von dieser Marke gestylte Topolino-Sondermodell von 2025 mit Seilen statt Türen war ein großer Erfolg, daher gibt es eine Neuauflage, wieder im sommerlichen Zwei-Farben-Look, diesmal aber mit Türen, dazu Stoff-Armaturenbrett im Schildkröten-Muster, hellen Kunstleder-Sitzen und Rolldach. Mehr Sommer auf vier Rädern geht eigentlich nicht.
Micromobil im heiligen Land
Für die Präsentation der neuen Topolono-Varianten hat Fiat heiligen Boden gewählt: Den Vatikan, der Minstaat in der Stadt entdeckt neuerdings seine grüne Seite – nicht nur in der Pflege der herrlichen Parks und Gärten innerhalb ihrer hohen Mauern, sondern im ökologischen Gesamtauftrag. Insgesamt 30 Topolinos und Cargo-Dreiradler Tris werden künftig für Mobilität und Lieferdienste ihm geographisch kleinen, vatikanischen Rahmen genutzt. Die Vatikan-Kooperation ist indes nicht der einzige Coup von Fiat-CEO Olivier François, der smarte Manager hat auch den Ferrari-Piloten Charles Leclerc und Carlos Sainz ferrarirote Topolinos zukommen lassen, mit denen sie und ihre hübschen Begleiterinnen jetzt im ebenfalls engen Monaco herumbrausen können. Bei den Ferrari-Topolinos handelt es sich um Einzelstücke – noch.
Nein, der Topolino Sport hat nicht mehr Leistung. Für die dynamische Note sorgen die flotten Rallye-Streifen auf der Micro-Karosse, entsprechende Schriftzüge an den Flanken, schwarze Radkappen und das Cockpit im Carbon-Look – also in etwa das, womit Garagen-Tuner schon vor Jahrzenten ihre Boliden daheim optisch hochgepeppelt haben, was hier aber fashionable rüberkommt. Das Glasdach ist auch im Topolino Sport verbaut, als Extra gibt es zwei kleine, feine Bluetooth-Boxen der Trend-Herstellers Monster zu bestellen – inklusive fluoreszierendem Innenleben im Lavalampen-Style.
Vilebrequin – die Badehose zum Fahren
1971 will ein Motor-Journalist in St. Tropez eine Dame beeindrucken – mit einem eigens designten Badedress. Er benennt es nach einem Teil, das er aus seinem Brotjob gut kennt: Kurbelwelle – französisch Vilebrequin. Das erste von dieser Marke gestylte Topolino-Sondermodell von 2025 mit Seilen statt Türen war ein großer Erfolg, daher gibt es eine Neuauflage, wieder im sommerlichen Zwei-Farben-Look, diesmal aber mit Türen, dazu Stoff-Armaturenbrett im Schildkröten-Muster, hellen Kunstleder-Sitzen und Rolldach. Mehr Sommer auf vier Rädern geht eigentlich nicht.
Micromobil im heiligen Land
Für die Präsentation der neuen Topolono-Varianten hat Fiat heiligen Boden gewählt: Den Vatikan, der Minstaat in der Stadt entdeckt neuerdings seine grüne Seite – nicht nur in der Pflege der herrlichen Parks und Gärten innerhalb ihrer hohen Mauern, sondern im ökologischen Gesamtauftrag. Insgesamt 30 Topolinos und Cargo-Dreiradler Tris werden künftig für Mobilität und Lieferdienste ihm geographisch kleinen, vatikanischen Rahmen genutzt. Die Vatikan-Kooperation ist indes nicht der einzige Coup von Fiat-CEO Olivier François, der smarte Manager hat auch den Ferrari-Piloten Charles Leclerc und Carlos Sainz ferrarirote Topolinos zukommen lassen, mit denen sie und ihre hübschen Begleiterinnen jetzt im ebenfalls engen Monaco herumbrausen können. Bei den Ferrari-Topolinos handelt es sich um Einzelstücke – noch.
Badehosen-Marke aus St Tropez: Die Vilebrequin-Sonderedition des Topolino huldigt dem Sommer mit sommerlichem Zwei-Farben-Look, Rolldach …
… Stoff-Armaturenbrett im Schildkröten-Muster und helle Kunstleder-Sitzen. Mehr Sommer auf vier Rädern geht eigentlich nicht.
Nicht billig, aber dafür rar: Mit etwas Glück werden Sonder-Auflagen wie die Vilebrequin-Edition später zu gesuchten Sammler-Stücken.Einmalige Testfahrt
Die Zusammenarbeit von Fiat und dem Vatikan ermöglichte eine seltene und mit Sicherheit unbezahlbare Gelegenheit für die geladenen Journalisten: Einmal eine Testfahrt im Vatikan zu erleben. Schnell geht auf den gewundenen Straßen auf und um den heiligen Hügel gar nichts. Womit der Topolino mit seinen 45 km/h Spitzentempo und dem agilen Micro-Car-Handling genau die richtige Wahl ist. Dass er es zu den höheren Weihen eines Papamobils schafft, ist dennoch eher unwahrscheinlich. Dafür passt der geräuschlose Antrieb tadellos zum kontemplativen Spirit zwischen den ehrwürdigen Gebäuden.
Wie viel kosten die neuen Topolino-Varianten?
Gegenüber dem Basis-Modell Verde Vita, das aktuell auf 7.890 Euro angeboten wird, kostet der Corallo in Österreich 8.990 Euro, beide bereits mit 1.000 Euro Frühlingsbonus vergünstigt. Die erste Auflage ist allerdings schon ausverkauft, es ist also ein wenig Wartezeit einzuplanen. Für den Topolino Sport gibt es derzeit nur italienische Preise, er ist dort mit 11.490 Euro gelistet. Etwas Sammler-Leidenschaft verlangt eventuell das Vilebrequin-Sondermodell, der in Italien aktuell mit saftigen 13.490 Euro angeschrieben ist. Der Trost: Die Stückzahl ist limitiert, jeder Kunde erhält ein Echtheits-Zertifikat, die Auslieferung erfolgt bereits ab Juli.
Das Fazit?
Mit den Micro-Mobility-Modellen setzt Fiat auf ein sinnvolles Elektro-Segment und versucht, einen Zukunftsmarkt zu besetzen. Egal, ob für hippe Innenstädter oder Strand-Bewohner: Wer in limitiertem Raum und auf kurzen Distanzen unterwegs ist, tut mit diesen Lösungen sich und der Umwelt einen Gefallen. Mit etwas Glück werden die Sonder-Auflagen später sogar zu gesuchten Sammler-Stücken. Wie hat es U2-Stimme Bono Vox einmal so treffend formuliert: “Ein Fiat mag nicht groß sein, aber er macht sich niemals klein.”
Die Zusammenarbeit von Fiat und dem Vatikan ermöglichte eine seltene und mit Sicherheit unbezahlbare Gelegenheit für die geladenen Journalisten: Einmal eine Testfahrt im Vatikan zu erleben. Schnell geht auf den gewundenen Straßen auf und um den heiligen Hügel gar nichts. Womit der Topolino mit seinen 45 km/h Spitzentempo und dem agilen Micro-Car-Handling genau die richtige Wahl ist. Dass er es zu den höheren Weihen eines Papamobils schafft, ist dennoch eher unwahrscheinlich. Dafür passt der geräuschlose Antrieb tadellos zum kontemplativen Spirit zwischen den ehrwürdigen Gebäuden.
Wie viel kosten die neuen Topolino-Varianten?
Gegenüber dem Basis-Modell Verde Vita, das aktuell auf 7.890 Euro angeboten wird, kostet der Corallo in Österreich 8.990 Euro, beide bereits mit 1.000 Euro Frühlingsbonus vergünstigt. Die erste Auflage ist allerdings schon ausverkauft, es ist also ein wenig Wartezeit einzuplanen. Für den Topolino Sport gibt es derzeit nur italienische Preise, er ist dort mit 11.490 Euro gelistet. Etwas Sammler-Leidenschaft verlangt eventuell das Vilebrequin-Sondermodell, der in Italien aktuell mit saftigen 13.490 Euro angeschrieben ist. Der Trost: Die Stückzahl ist limitiert, jeder Kunde erhält ein Echtheits-Zertifikat, die Auslieferung erfolgt bereits ab Juli.
Das Fazit?
Mit den Micro-Mobility-Modellen setzt Fiat auf ein sinnvolles Elektro-Segment und versucht, einen Zukunftsmarkt zu besetzen. Egal, ob für hippe Innenstädter oder Strand-Bewohner: Wer in limitiertem Raum und auf kurzen Distanzen unterwegs ist, tut mit diesen Lösungen sich und der Umwelt einen Gefallen. Mit etwas Glück werden die Sonder-Auflagen später sogar zu gesuchten Sammler-Stücken. Wie hat es U2-Stimme Bono Vox einmal so treffend formuliert: “Ein Fiat mag nicht groß sein, aber er macht sich niemals klein.”
Den Topolino Sport mit Rallye-Streifen und schwarzen Radkappen gibt es in vier Farben – hier auf der Teststrecke am Dach des Turiner Lingotto-Gebäudes.
Fiat-CEO Olivier François (links) mit Vilebrequin-Chef Roland Herlory – das mit der Badehosenmarke entwickelte Topolino-Sondermodell hat Kultpotenzial.








