Vorstellung: Kia EV2
Best of im Kleinformat
Kia rundet seine Elektro-Palette nach unten ab: Mit nur rund vier Metern Länge und bis zu 448 Kilometern Reichweite ist der EV2 der ultimative City-Stromer. Dazu lässt er mit einem pfiffigen Sitzkonzept für mehr Platz aufhorchen. Auch beim Infotainment geht der kleine Kia neue Wege.
12.01.2026Fotos: Werk
In welchem Segment tritt der EV2 an?
Er setzt sich mitten in die Klasse, in der es 2026 richtig heiß hergehen wird: Die kleinen Kompakt-Elektriker. Hier holt heuer BYD mit dem reichweitenverlängerten SUV Atto 2 aus, China-Newcomer Nio hat den Firefly am Start. VW bringt nun endlich doch den ID.Polo samt seinen Epigonen von Cupra und Skoda. Und Renault kommt nach dem 5 und dem 4 nun auch noch mit dem Twingo.
Wie schau der aus?
Bis auf das Layout der Heckleuchten ist es der im März 2025 gezeigten Designstudie wie versprochen tatsächlich recht ähnlich. Die Licht-Grafik vorne weicht ebenfalls ab, hier hat sich Kia erstmals für zwei horizontale LED-Striche je Seite entschieden. Sieht ein wenig nach Vampir-Zähnchen aus – aber nach denen einen kleinen, ungefährlichen Vertreters dieser Gattung aus einer Kindergeschichte. Was auch am knubbeligen Gesamteindruck liegen mag: Der EV2 ist gefälliger und herziger als die teilweise progressiv-futuristisch anmutenden größeren Brüder.
Wie ist der Innenraum gestaltet?
Dank stoffbezogenem Armaturenbrett sehr wohnlich und angenehm. Dazu gibt es zwei Farbkonzepte: Eines eher dunkel, das andere mit helleren Farbtönen. Der große Bildschirm weist den üblichen 12,3-5,3-12,3 Zoll-Split auf und kann im Online-Store von Kia mit Layouts von Disney, Pixar, Star Wars und anderen Entertainment-Unternehmen individualisiert werden. Das Dashboard-Layout ist geradlinig und horizontal ausgerichtet, der etwas massiv geratene Gangwahl-Stock ist wieder rechts unten hinter dem Lenkrad montiert. So lässt er Platz für einen Wischerhebel, wo man ihn vermutet und schätzt – nämlich darüber.
Er setzt sich mitten in die Klasse, in der es 2026 richtig heiß hergehen wird: Die kleinen Kompakt-Elektriker. Hier holt heuer BYD mit dem reichweitenverlängerten SUV Atto 2 aus, China-Newcomer Nio hat den Firefly am Start. VW bringt nun endlich doch den ID.Polo samt seinen Epigonen von Cupra und Skoda. Und Renault kommt nach dem 5 und dem 4 nun auch noch mit dem Twingo.
Wie schau der aus?
Bis auf das Layout der Heckleuchten ist es der im März 2025 gezeigten Designstudie wie versprochen tatsächlich recht ähnlich. Die Licht-Grafik vorne weicht ebenfalls ab, hier hat sich Kia erstmals für zwei horizontale LED-Striche je Seite entschieden. Sieht ein wenig nach Vampir-Zähnchen aus – aber nach denen einen kleinen, ungefährlichen Vertreters dieser Gattung aus einer Kindergeschichte. Was auch am knubbeligen Gesamteindruck liegen mag: Der EV2 ist gefälliger und herziger als die teilweise progressiv-futuristisch anmutenden größeren Brüder.
Wie ist der Innenraum gestaltet?
Dank stoffbezogenem Armaturenbrett sehr wohnlich und angenehm. Dazu gibt es zwei Farbkonzepte: Eines eher dunkel, das andere mit helleren Farbtönen. Der große Bildschirm weist den üblichen 12,3-5,3-12,3 Zoll-Split auf und kann im Online-Store von Kia mit Layouts von Disney, Pixar, Star Wars und anderen Entertainment-Unternehmen individualisiert werden. Das Dashboard-Layout ist geradlinig und horizontal ausgerichtet, der etwas massiv geratene Gangwahl-Stock ist wieder rechts unten hinter dem Lenkrad montiert. So lässt er Platz für einen Wischerhebel, wo man ihn vermutet und schätzt – nämlich darüber.
Herzig, knubbelig und weniger um kubistische Ernsthaftigkeit bemüht als die großen Brüder: Der EV2 ist ein sympathischer Beitrag zum Thema City-Stromer.
Der Vampir-Zahn-Look des LED-Tagfahrlichts: Wohl nicht beabsichtigt, aber auch nicht bedrohlich.
Tefsitzende Heckleuchten mit eckiger LED-Grafik.
Kompakte Abmessungen: Mit rund vier Metern Länge nimmt der EV2 der Parkplatzsituation ihre Schrecken.Was hat es mit dem variablen Sitzkonzept auf sich?
In der fünfsitzigen Standard-Version ist die Kniefreiheit in Reihe zwei, diskret ausgedrückt, ein wenig limitiert. Bei der viersitzigen Alternative lässt sich die Rückbank zweigeteilt längs verschieben und schafft damit gehörigen Platzzuwachs für die Beine. Natürlich geht das auf Kosten des Kofferraums, der so von 362 auf 321 Liter schrumpft. Es lässt sich im Gegenzug aber auch auf 403 Liter vergrößern – auch, wenn es dann auf den hinteren Sitzen wirklich sehr eng wird. Die Kopffreiheit im Fond ist so oder so bis rund 1,85 Meter Körpergröße tadellos.
Und die Infotainment-Varianten?
Eine komplette Onboard-Lösung inklusive Navigation wird es geben, aber nur gegen Aufpreis oder in höherer Ausstattung. In der Basis hat sich Kia für eine kostengünstige Variante entschieden: Äußerlich ist sie mit dem großen Touchscreen identisch, benötigt aber den Zugriff auf das Smartphone, dessen Anwendungen dann auf dem Display abrufbar sind. Die Verbindung über Android Auto und Apple Car Play funktioniert über Bluetooth.
Mit Technik verwendet der EV2?
Auch hier bildet die sogenannte e-GMP Plattform mit 400 Volt-Architektur die Basis, allerdings mit auf 2.565 Millimeter Radstand verkürzter Baugruppe. Mit 42,2-kWh-LFP und 61-kWh-NMC wird es nicht nur zwei Akku-Kapazitäten, sondern erstmals innerhalb einer Baureihe auch unterschiedliche Zell-Chemie geben. Alle Modelle kommen mit Vorderradantrieb, die Höchstgeschwindigkeit wird generell bei 160 km/h liegen.
Welche Leistungsstufen werden angeboten?
Mit kleinerem Akku ist der EV2 mit 143 PS unterwegs. Ob die größere Batterie auch mit mehr Leistung kombiniert ist, verrät Kia noch nicht. Die schon bekanntgegebenen Sprintwerte 8,7 Sekunden für das 42,2 kWh-Modell und 9,5 Sekunden für die schwerere 61 kWh-Variante, lassen aber darauf schließen, dass beide mit gleich vielen Pferden unterwegs sind. Zum flotten Mitschwimmen im Stadtverkehr reicht es allemal. Spannender wird es ohnehin bei den Reichweiten – hier werden 317 und 448 Kilometer nach WLTP geboten. Mit den jüngsten Technik-Updates lagen die Real-Abzüge bei Kias Stromern durchwegs bei nicht mehr als fünf bis zehn Prozent – es sind richtigen Leben also auch hier rund 290 und über 400 Kilometer zu erwarten. 750 Kilo Anhängelast wird der EV2 in allen Varianten stemmen – nicht passend für den Transport von Turnierpferd oder Wohnwagen, aber allemal genug für Grünschnitt und Häuslbauer-Equipment.
In der fünfsitzigen Standard-Version ist die Kniefreiheit in Reihe zwei, diskret ausgedrückt, ein wenig limitiert. Bei der viersitzigen Alternative lässt sich die Rückbank zweigeteilt längs verschieben und schafft damit gehörigen Platzzuwachs für die Beine. Natürlich geht das auf Kosten des Kofferraums, der so von 362 auf 321 Liter schrumpft. Es lässt sich im Gegenzug aber auch auf 403 Liter vergrößern – auch, wenn es dann auf den hinteren Sitzen wirklich sehr eng wird. Die Kopffreiheit im Fond ist so oder so bis rund 1,85 Meter Körpergröße tadellos.
Und die Infotainment-Varianten?
Eine komplette Onboard-Lösung inklusive Navigation wird es geben, aber nur gegen Aufpreis oder in höherer Ausstattung. In der Basis hat sich Kia für eine kostengünstige Variante entschieden: Äußerlich ist sie mit dem großen Touchscreen identisch, benötigt aber den Zugriff auf das Smartphone, dessen Anwendungen dann auf dem Display abrufbar sind. Die Verbindung über Android Auto und Apple Car Play funktioniert über Bluetooth.
Mit Technik verwendet der EV2?
Auch hier bildet die sogenannte e-GMP Plattform mit 400 Volt-Architektur die Basis, allerdings mit auf 2.565 Millimeter Radstand verkürzter Baugruppe. Mit 42,2-kWh-LFP und 61-kWh-NMC wird es nicht nur zwei Akku-Kapazitäten, sondern erstmals innerhalb einer Baureihe auch unterschiedliche Zell-Chemie geben. Alle Modelle kommen mit Vorderradantrieb, die Höchstgeschwindigkeit wird generell bei 160 km/h liegen.
Welche Leistungsstufen werden angeboten?
Mit kleinerem Akku ist der EV2 mit 143 PS unterwegs. Ob die größere Batterie auch mit mehr Leistung kombiniert ist, verrät Kia noch nicht. Die schon bekanntgegebenen Sprintwerte 8,7 Sekunden für das 42,2 kWh-Modell und 9,5 Sekunden für die schwerere 61 kWh-Variante, lassen aber darauf schließen, dass beide mit gleich vielen Pferden unterwegs sind. Zum flotten Mitschwimmen im Stadtverkehr reicht es allemal. Spannender wird es ohnehin bei den Reichweiten – hier werden 317 und 448 Kilometer nach WLTP geboten. Mit den jüngsten Technik-Updates lagen die Real-Abzüge bei Kias Stromern durchwegs bei nicht mehr als fünf bis zehn Prozent – es sind richtigen Leben also auch hier rund 290 und über 400 Kilometer zu erwarten. 750 Kilo Anhängelast wird der EV2 in allen Varianten stemmen – nicht passend für den Transport von Turnierpferd oder Wohnwagen, aber allemal genug für Grünschnitt und Häuslbauer-Equipment.
Das stoffbezogene Armaturenbrett ist unaufdringlich und erzeugt eine angenehme, wohnliche Atmosphäre.
Ambientelicht und Harman Kardon-Premiumsoundsystem.
Dank großen Ablagen sehr praktische Mittelkonsole.
Der Triple-Splitscreen ist bereits aus anderen Kia-Modellen bekannt, darunter findet sich eine Leiste mit Direktwähl-Tasten für die Hauptmenüs.
Freundlicher Begleiter: In der Türverkleidung sagt der EV2 „Hallo" und in den …
… Schalen der Türgriffe verabschiedet er die Passagiere: „Have a nice Day".
Das Volumen des Basis-Kofferraums liegt mit 362 Liter im guten Klassenschnitt.Wie sieht es mit der Ladeleistung aus?
Damit, wie hoch die genau ist, will Kia noch nicht rausrücken – aber dass es in jedem Fall nicht mehr als 30 Minuten für 10 auf 80 Prozent sein werden, bestätigen die Koreaner gerne. Und weisen höflich darauf hin, dass der Wettlauf um immer gewaltigere Peak-Werte nicht zielführend ist, sondern ein möglichst durchgehend hohes Lade-Plateau. Mit ihrer halben Stunde liegen sie damit grundsätzlich da, wo die anderen auch daheim sind. Optional wird es fürs AC-Laden ein 22 kW-Angebot statt dem Standard mit 11 kW geben, womit selbst der größere Akku in rund drei Stunden voll wird.
Welche Ausstattungen wird es geben?
Fest steht es noch nicht, aber wie üblich dürften es auch beim EV2 wie schon bei den anderen Elektro-Kias wieder Air, Earth und GT-Line werden. In der Basis werden 16 Zöller aufgezogen, im Top-Trimm sind es stolze 19 Zoll. Äußerlich unterscheidet sich die GT-Line durch andere Inlays an den Stoßfängern, die dazu in Wagenfarbe lackiert sind, sonst sind sie in mattiertem Alu gehalten. Das Standard-Lenkrad wird über zwei Speichen verfügen, das des GT-Modells über drei.
Wie viel wird der EV 2 kosten?
Über die Preise wird derzeit noch firmenintern gerungen. Strategisch wird Kia wohl versuchen, zumindest den Listenpreis-Lockvogel mit 24.990 anzusetzen um damit nicht gegen VW & Co. ins Hintertreffen zu geraten. Das obere Ende der Modell-Skala mit großem Akku und Vollausstattung dürfte demnach rund 10.000 Euro darüber liegen.
Das erste Fazit?
Der EV2 ist ein sympathischer Beitrag zum Thema City-Stromer mit schlauen Ideen, hohem Praxis-Wert und ohne unnötige Kraftmeierei, die in dieser Klasse ohnehin nichts verloren hat. Über seinen Erfolg wird am Ende die Preisfrage entscheiden.
Damit, wie hoch die genau ist, will Kia noch nicht rausrücken – aber dass es in jedem Fall nicht mehr als 30 Minuten für 10 auf 80 Prozent sein werden, bestätigen die Koreaner gerne. Und weisen höflich darauf hin, dass der Wettlauf um immer gewaltigere Peak-Werte nicht zielführend ist, sondern ein möglichst durchgehend hohes Lade-Plateau. Mit ihrer halben Stunde liegen sie damit grundsätzlich da, wo die anderen auch daheim sind. Optional wird es fürs AC-Laden ein 22 kW-Angebot statt dem Standard mit 11 kW geben, womit selbst der größere Akku in rund drei Stunden voll wird.
Welche Ausstattungen wird es geben?
Fest steht es noch nicht, aber wie üblich dürften es auch beim EV2 wie schon bei den anderen Elektro-Kias wieder Air, Earth und GT-Line werden. In der Basis werden 16 Zöller aufgezogen, im Top-Trimm sind es stolze 19 Zoll. Äußerlich unterscheidet sich die GT-Line durch andere Inlays an den Stoßfängern, die dazu in Wagenfarbe lackiert sind, sonst sind sie in mattiertem Alu gehalten. Das Standard-Lenkrad wird über zwei Speichen verfügen, das des GT-Modells über drei.
Wie viel wird der EV 2 kosten?
Über die Preise wird derzeit noch firmenintern gerungen. Strategisch wird Kia wohl versuchen, zumindest den Listenpreis-Lockvogel mit 24.990 anzusetzen um damit nicht gegen VW & Co. ins Hintertreffen zu geraten. Das obere Ende der Modell-Skala mit großem Akku und Vollausstattung dürfte demnach rund 10.000 Euro darüber liegen.
Das erste Fazit?
Der EV2 ist ein sympathischer Beitrag zum Thema City-Stromer mit schlauen Ideen, hohem Praxis-Wert und ohne unnötige Kraftmeierei, die in dieser Klasse ohnehin nichts verloren hat. Über seinen Erfolg wird am Ende die Preisfrage entscheiden.
Fazit von Motorprofis-Tester Stefan Pabeschitz: „Sympathischer Beitrag zum Thema City-Stromer mit schlauen Ideen und hohem Praxis-Wert".DATEN & FAKTEN
Kia EV2
(Jänner 2026)Preis
k. A.Antrieb
Synchron E-Motor, 143 PS, Li-Eisenphosphat-Akku mit 42,2 kWh oder Nickel-Mangan-Kobalt-Akku mit 61 kWh, Eingang-Direktübersetzung, Vorderradantrieb.Abmessungen
Hatchback: Länge 4060 mm / Breite 1800 mm / Höhe 1575 mm. Kofferraumvolumen 362 Liter (5-Sitzer) oder 321-403 Liter (4-Sitzer)Radstand 2565 mm.










