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ALEX ALBON 2020 BEI RED BULL RACING

Red Bull setzt auf Alex Albon

Der letzte freie Top-Platz in der Formel 1 ist vergeben: Red Bull Racing setzt weiter auf Alex Albon, der Thailänder aus England, hat seine Chance mit Bravour genutzt. Nun darf er weiter mit Max Verstappen im Team fahren. Gasly & Kwjat bleiben bei Toro Rosso.
Der Typ ist eine Sensation, seine Story ist ebenso – nur das, was Red Bull am Dienstag verkündet hat, ist keine Überraschung mehr: Alex Albon bekommt den begehrten Platz bei Red Bull Racing auch in der Saison 2020. Einen der besten sechs Plätze, die es in der Formel 1 zu besetzen gibt.

Der in England aufgewachsene und für Thailand fahrende Albon hat seine Chance, die er in der zweiten Saisonhälfte 2019 bekommen hat, eindrucksvoll genutzt.

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In all seinen Rennen für Red Bull Racing kam er unter die Top 6. Er holte verlässlich Punkte, machte er keine Dummheiten. In den Renn-Duellen gegen Max Verstappen führt er sogar 4:3 (Qualifying-Duell allerdings 1:6).

Dazu fällt er immer wieder mit spektakulären Überholmanövern auf, er ist mutig und sicher zugleich. Und er ist im Gegensatz zu Pierre Gasly nicht am Über-Fahrer Max Verstappen an seiner Seite zerbrochen.

Eine sensationelle Entwicklung, den Albon, der 2012 Teil des Red Bull Junior Teams war (siehe Bild), war längst aus dem Kader geflogen. Ehe er mit starken Leistungen in der Formel 2 (gegen die Jungstars Norris und Russell) wieder die Aufmerksamkeit von Red-Bull-Macher Dr. Helmut Marko gewann.

Und der ihn – ohne Tests - in das Formel-1-Team von Toro Rosso holte, obwohl er im Oktober 2018 schon als neuer Formel-E-Pilot von Nissan e.DAMS (an der Seite von Sebastien Buemi) präsentiert worden war. Doch Albon reiste von den Testfahren in Valencia wieder ab und Nissan gab ihn frei: "Es macht keinen Sinn, einen Piloten zu halten, der unglücklich ist und der die Chance auf die Formel 1 sieht."

Gemeinsam mit Russell und Norris zählt er zu einem sensationellen Trio englischer Jungstars, die schon seit Jahren auf den Strecken gegeneinander fahren. Und er ist für Red Bull ein Glücksfall: Auf Anhieb ist er in Thailand zum Superstar avanciert – gerade richtig, um die thailändischen Miteigentümer des Energy-Drink-Imperiums in Formel-1-Fieber zu versetzen.

Und auch Lewis Hamilton ist begeistert von Albon. Der Sixpack-Weltmeister nutzte neulich eine Pressekonferenz dazu, für seinen jungen Landsmann zu werben: "Albon macht großartige Dinge – ich hoffe, Red Bull schaut gut auf ihn!"

Er muss sich keine Sorgen machen. Albon-Erfinder Helmut Marko und Teamchef Christian Horner wissen seine Leistungen zu schätzen. Neulich wurde er in Austin zum "Man of the Race" gewählt. Nach einer Kollision war er Letzter gewesen und er hatte sich wieder nach vor gekämpft.
Horner: "Er war nach seinem frühen Stopp für einige Runden das schnellste Auto auf der Strecke. Sein Comeback auf einer Dreistoppstrategie? Gigantisch!"
Horner weiter: "Ich glaube, er hat Sainz dreimal überholt. Er hat 15 oder 16 Überholmanöver gezeigt. Es war eine starke Aufholjagd, entschlossen und effizient. Er lernt, und man vergisst sofort, dass er in seiner ersten Saison ist."

Jetzt darf er auch seine zweite bei Red Bull Racing bestreiten – im letzten Jahr vor der Regeländerung könnten die drei Top-Teams so nah beisammen sein wie seit Jahren nicht, und Albon könnte sich den ersten Sieg holen.

Hier kommt Alex!
Red Bull Junior Team 2012: mit Albon, Sainz, Kwjat... ein bärenstarker Jahrgang.Red Bull Junior Team 2012: mit Albon, Sainz, Kwjat... ein bärenstarker Jahrgang.
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