loading...

Test: Toyota Urban Cruiser

Test: Toyota Urban Cruiser

Eins-plus-eins-Aktion

Der Urban Cruiser ist ein kleines SUV mit bulligem Auftritt und optisch konservativem, angenehm bedienbarem Innenraum. Während die Kombination von Elektro- und Allradantrieb mit zwei Motoren sonst erst in höheren Preisklassen üblich ist, startet Toyota damit schon knapp über 35.000 Euro.
Um wen geht es?
Mit dem vorigen gleichnamigen Fahrzeug hat der neue Urban Cruiser nicht mehr viel zu tun. Dieses Modell wurde bereits vor über zehn Jahren eingestellt und der Name bis dato ad acta gelegt. In der Zwischenzeit gab es zwar noch eine zweite Generation, die allerdings ausschließlich in Indien verkauft wurde und aus einer Kooperation zwischen Toyota und Suzuki hervorging, dieses Fahrzeug war technisch ident mit dem Suzuki Vitara Brezza. Analog dazu basiert auch der neue Urban Cruiser auf dem eVitara und wird deshalb ausschließlich mit Elektroantrieb angeboten.
 
Wo ordnet sich der Urban Cruiser ein?
Die äußeren Urban Cruiser-Dimensionen – 4,28 Metern Länge, 1,80 Metern Breite und 1,56 Meter Höhe – weisen klar in das B-Segment, zu den ganz kompakten Kompakt-SUVs. Dort ordnet sich der Urban Cruiser knapp über dem Hybridmodell Yaris Cross ein, als reiner Elektriker ist er aber teurer als dieser. Preislich liegt der Urban Cruiser knapp unter dem größeren C-HR, aber deutlich unter dem elektrischen C-HR+. Oberhalb geht es mit Corolla Cross und RAV4 weiter. Sie merken, Toyota hat inzwischen ein unglaublich eng gestaffeltes SUV-Aufgebot.
 
Wie schaut er aus?
Bullig. Gerade Linien und große ebene Flächen verleihen dem Urban Cruiser einen sehr blockigen, stabilen Anschein verleiht. Das Heckfenster ist schmal, darunter eine Spoilerkante à la Alfa Junior eingearbeitet. Front- und Hecklichter befinden sich jeweils in einem schwarzen Balken, der sich über die gesamte Breite streckt.
Mit urbanen 4,28 Metern Länge im beliebten B-Segment zuhause. Das Heckfenster ist schmal, darunter eine Spoilerkante à la Alfa Junior eingearbeitet.Mit urbanen 4,28 Metern Länge im beliebten B-Segment zuhause. Das Heckfenster ist schmal, darunter eine Spoilerkante à la Alfa Junior eingearbeitet.
Front- und Hecklichter befinden sich jeweils in einem schwarzen …Front- und Hecklichter befinden sich jeweils in einem schwarzen …
… Balken, der sich über die gesamte Breite streckt.… Balken, der sich über die gesamte Breite streckt.
Während die meisten anderen Elektroautos vier angetriebene Räder erst über 45.000 Euro anbieten, startet der Urban damit bei 35.990 Euro.Während die meisten anderen Elektroautos vier angetriebene Räder erst über 45.000 Euro anbieten, startet der Urban damit bei 35.990 Euro.
Und der Innenraum?
Das Interieur-Design ist benutzerfreundlich und optisch konservativ, die Materialien sind robust. Zum grundsätzlich sehr knopflastigen Aufbau kommen Bildschirme in der Mitte und hinter dem Lenkrad, vereint hinter einer zusammenhängenden Glasscheibe. Unter der Mittelkonsole gibt es ausreichend Stauraum und darüber einen sehr angenehmen Gangschalter. Der Kofferraum ist mit 310 Litern nicht rekordverdächtig, aber für die Klasse passabel. Durch die verschiebbare Rückbank lässt sich der Stauraum erweitern. Die Fondlehnen lassen sich nicht nur im Verhältnis 40:20:40 umklappen, sondern auch in der Neigung verstellen.  
 
Was treibt ihn an?
Das Einstiegsmodell mit 144 PS ist nur mit der Basisausstattung Active und der kleineren 48-kWh-Batterie kombinierbar, es kommt auf 344 Kilometer Reichweite. Die meisten Kunden werden sich für die 426 Kilometer Reichweite entscheiden, erreicht wird sie durch eine Batteriekapazität von 60 kWh, die dem 174-PS-Fronttriebler zur Verfügung steht. Die gleiche Batterie versorgt auch die zwei Motoren des Allrad-Modells, wobei sie hier für 395 Kilometer Reichweite sorgt. Gemeinsam produzieren die beiden Maschinen 184 PS, mit einer eher frontlastigen Leistungsverteilung. Diese beschleunigen den 1,9-Tonnen-Allradler in 7,4 Sekunden auf dreistellige Geschwindigkeit. Die anderen beiden Modelle brauchen 8,7 beziehungsweise 9,6 Sekunden, um die 100 Stundenkilometer zu knacken, bei 150 km/h ist bei allen drei Schluss. Die DC-Ladeleistungen beim Schnellladen sind mit (je nach Version) 59 bis 96 kW eher unterdurschnittlich. Die Anhängelast beträgt jeweils 750 Kilogramm.
 
Wie fährt er sich?
Der gut dosierbare Elektroantrieb ermöglich eine lebendige und leisen Fahrt, da kann kein Verbrenner mithalten. Die Fahrleistungen gehen stets in Ordnung, ohne sportlich zu werden. Der Federungskomfort könnte etwas ausgeprägter und die Lenkung etwas leichtgängiger und direkter sein. Für die Anforderungen im B-Segment geht das aber in Ordnung.
Der optisch konservative Innenraum ist sehr angenehm in der Bedienung.Der optisch konservative Innenraum ist sehr angenehm in der Bedienung.
Angenehmer Gangschalter.Angenehmer Gangschalter.
Infodisplay mit Navigationskarte.Infodisplay mit Navigationskarte.
Sportiv geformte Sitze vorne, die Bank dahinter ist verschiebbar.Sportiv geformte Sitze vorne, die Bank dahinter ist verschiebbar.
Der Kofferraum ist mit 310 Litern nicht rekordverdächtig, aber für die Klasse passabel. Die Fondlehnen lassen sich im Verhältnis 40:20:40 umklappen.Der Kofferraum ist mit 310 Litern nicht rekordverdächtig, aber für die Klasse passabel. Die Fondlehnen lassen sich im Verhältnis 40:20:40 umklappen.
Welche Ausstattungen gibt es?
Die durchaus adäquate Basisausstattung Active mit Wärmepumpe und Batterievorheizsystem sowie adaptivem Tempomat und SmartKey-System, ist an die 144-PS-Motorisierung gekoppelt. Ebenfalls enthalten sind LED Scheinwerfer, eine Heckkamera und Regensensoren. Wer lieber die größere Batterie und einen der beiden stärkeren Antriebe hätte, muss den nächsthöheren Trim wählen: Teamplayer. Darin enthalten sind verschiedene Heizelemente, im Lenkrad, in den Vordersitzen und im hinteren Fußraum, zwecks Komfort, sowie in den Außenspiegeln und an den Scheibenwischern, zwecks Enteisung. Die Top-Version kommt zusätzlich unter anderem mit Features wie adaptivem Fernlicht, Rundumkamera und Glasdach. Der Fahrersitz wird elektrisch verstellbar und alle Stühle sind mit Lederimitat bezogen. Das Soundsystem verdoppelt die Anzahl der Lautsprecher auf acht und in der Mittelkonsole kann man sein Handy aufladen.
 
Wie schaut es preislich aus?
Die Preisliste startet bei 35.990 Euro, das beliebteste Modell wird wohl die Teamplayer-Ausstattung mit Frontantrieb für 38.990 Euro werden. Von dort sind es 2.000 Euro für den Allradantrieb und 2.200 Euro für das Lounge-Paket, womit der Maximalpreis bei 43.190 Euro liegt. Aktuell zieht Toyota davon 5.000 Euro ab, womit die echte Preisspanne zwischen 30.990 und 38.190 Euro liegt.
Im Preis inkludiert ist die Außenfarbe Dunkelblau. Abgesehen davon gibt es noch drei Lackierungen für 600 Euro: Grau, Silber und ein graues Grün. Für Weiß und Schwarz muss man 900 Euro in die Hand nehmen und für 360 Euro kann man das Dach auch in Schwarz bekommen.
 
Das Fazit?
Kleines SUV mit blockig-bulligem Auftritt, der optisch konservative Innenraum ist sehr angenehm in der Bedienung. Mit guter Ausstattung und größerer Batterie um knapp 34.000 Euro zu haben, für einen Elektriker ist das wohlfeil. Eine Besonderheit ist die preislich attraktive Allradoption: Während die meisten anderen Elektroautos vier angetriebene Räder erst in höheren Preisregionen anbieten, startet der Urban Cruiser damit bei 35.990 Euro. Er ist also mehr als ein Urban Cruiser. 
Motorprofis-Fazit zum Urban Cruiser: „Kleines SUV mit blockig-bulligem Auftritt, der optisch konservative Innenraum ist sehr angenehm in der Bedienung. Für einen Elektriker wohlfeil. Besonderheit ist die preislich attraktive Allradoption.Motorprofis-Fazit zum Urban Cruiser: „Kleines SUV mit blockig-bulligem Auftritt, der optisch konservative Innenraum ist sehr angenehm in der Bedienung. Für einen Elektriker wohlfeil. Besonderheit ist die preislich attraktive Allradoption."

DATEN & FAKTEN

Toyota Urban Cruiser

(Jänner 2025)

Preis

Listenpreis 35.990 bis 43.190 Euro // Angebotspreis 30.990 und 38.190 Euro.

Antrieb

2WD: Elektro-Drehstromsynchronmotor. Leistung 106 kW/144 PS. Maximales Drehmoment 193 Nm. 48-kWh-Batterie, DC-Laden mit max. 59 kW. Vorderradantrieb. Einstufiges elektronisches Getriebe.

2WD: Elektro-Drehstromsynchronmotor. Leistung 128 kW/174 PS. Maximales Drehmoment 193 Nm. 60-kWh-Batterie, DC-Laden mit max. 64 kW. Vorderradantrieb. Einstufiges elektronisches Getriebe.

4WD: Zwei Elektro-Drehstromsynchronmotoren, Systemleistung 135 kW/184 PS. Maximales Drehmoment 307 Nm. 60-kWh-Batterie, DC-Laden mit max. 95 kW. Allradantrieb. Einstufiges elektronisches Getriebe.

Abmessungen

Länge 4.285 mm, Breite 1.800 mm, Höhe 1.635 mm, Radstand 2.700 mm.

Gewicht

Leergewicht 1.775 kg – 1.972 kg.

Fahrwerte

Beschleunigung 0 – 100 km/h in 7,4 bis 9,6 Sekunden, Höchstgeschwindigkeit 150 km/h, WLTP-Verbrauch 14,9 – 16,6 kWh/100 km, WLTP-Reichweite 344 – 426 Kilometer.
ZURÜCK ZUR ÜBERSICHT