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PORSCHE-SENSATION

Porsche: Von Null aufs Podium in 46 Minuten

Porsche ist das einzige komplett neue Team in der ABB FIA Formel E. Umso beeindruckender wirkt da der zweite Platz von Andre Lotterer im allerersten Rennen. Die Truppe aus Weissach setzt dabei auf viel Erfahrung aus drei Le-Mans-Triumphen.

Es war die Sensation beim Auftakt der sechsten Saison der ABB Formel E Meisterschaft:

Porsche, der einzige echte Neueinsteiger der Saison, stürmte gleich beim ersten Rennen auf das Podium.

Ein Erfolg, der so noch keinem Team in der "Strom-Formel-1" gelungen ist.

Fritz Enzinger, der Head of Volkswagen Group Motorsport und Motorsportchef von Porsche
, konnte Porsche-CEO Oliver Blume schon am Freitag telefonisch die gute Nachricht überbringen: "Heimkehrer" Andre Lotterer war gleich im ersten Rennen von Porsche in der Formel E auf Platz 2 gefahren. Das Timing war nicht nur sensationell, sondern auch denkbar gut, aus einem anderen Grund. Enzinger gegenüber e-racing365: "Er war vergangene Woche in Los Angeles bei der Motorshow. We hatten auf einer Bühne den Taycan und dahinter unser Porsche 99X Formula E car. Das war der perfekte Auftritt, der zeigt, wie eng der Sport und die Serienwicklung hier zusammen liegen."

Auch Lotterers Euphorie ist groß, sein Mut vom Meisterteam DS Techeetah wegzugehen und zu seinem Ex-WEC-Team Porsche zu wechseln, hat sich bezahlt gemacht: "Ein Mega-Debüt für uns alle. Als ich dem Team vor ein paar Wochen gesagt habe, dass ich aufs Treppchen möchte, haben mich alle angeschaut, als ob ich verrückt sei. Jetzt haben wir es geschafft. Harte Arbeit und etwas Glück. Das Qualifying war mit Platz sieben ganz okay. Dann bin ich das Rennen ruhig angegangen, habe auf das Energie-Management geachtet und konnte dank der früh eingesetzten ‚Attack Modes‘ an einigen Konkurrenten vorbeiziehen. Am Ende dachte ich, dass wir das Rennen vielleicht sogar gewinnen könnten. Aber ich wollte nicht zu viel riskieren. Ein zweiter Platz ist für den Anfang doch nicht schlecht.“


Michael Steiner (Mitglied des Vorstandes Forschung und Entwicklung der Porsche AG) staunt:  „Wahnsinn, was da passiert ist. Das hätte ich nicht erwartet. Wir sind stolz, bei unserem ersten Rennen gleich aufs Podium gefahren zu sein.“

Ein gutes, erstes Rennwochenende war heuer besonders wichtig – frühestens Ende Jänner geht die Meisterschaft weiter, je nachdem ob man in Santiago de Chile trotz der Unruhen fahren kann, einen Ersatzort findet, oder eben nicht. Angesichts der langen Pause gibt ein so früher Erfolg Rückenwind.

Man kann gespannt sein, wie die nicht-deutsche Konkurrenz reagieren wird – denn das erste Weekend ging ganz klar an die Deutschen, die mit BMW und dem Audi-Kundenteam Virgin Siege feierten und Mercedes derzeit auf Platz 1 der Teamwertung verbuchen können.

In Europa gastiert die ABB FIA Formula E heuer im Zuge der voestalpine European Races in Rom (4.4. 2020), Paris (18.4.2020), Berlin (21.6.2020), und London (25. bzw. 26. 7. 2020).

Fritz Enzinger, österreichischer Motorsportchef von Porsche: Podium gleich beim ersten Rennen.Fritz Enzinger, österreichischer Motorsportchef von Porsche: Podium gleich beim ersten Rennen.
Erfolgreich: Fritz Enzinger mit Amiel Lindesay, der als Formel-E-Leiter fungiert. Und links mit Pascal Zurlinden, dem Leiter Werksmotorsport.Erfolgreich: Fritz Enzinger mit Amiel Lindesay, der als Formel-E-Leiter fungiert. Und links mit Pascal Zurlinden, dem Leiter Werksmotorsport.
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