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Interview: Peugeot-Chef Alain Favey

Interview: Peugeot-Chef Alain Favey

„Elektro? Ist besser für Sportautos"

Brauchen Autohersteller den Motorsport noch und wie werden Sportautos künftig angetrieben? Peugeot-Chef Alain Favey im sportlichen Exklusiv-Interview über Le Mans, WEC-Pläne und die Abstimmung des E-208 GTi.
Motorprofis: Monsieur Favey, wir stehen hier mitten im Trubel von Le Mans. Peugeot feiert das 100-jährige Jubiläum beim härtesten Rennen der Welt. Warum braucht eine Marke wie Peugeot heute überhaupt noch den Motorsport? Was verändert das in den Köpfen der Menschen?
Alain Favey: „Das Wochenende in Le Mans ist für Peugeot kein normales Event, es ist ein echtes Volksfest! Über 350.000 Menschen, Familien, Kinder – alle in absoluter Top-Stimmung, friedlich und voller Begeisterung. Für uns ist es 2026 zudem die ultimative Feier unserer Heritage. Wir sind die einzige Marke im aktuellen Feld, die von sich behaupten kann: Wir sind hier schon vor 100 Jahren gefahren! Motorsport transportiert pure Emotion. Je enger wir die Brücke zwischen dieser Rennsport-Emotion und unseren Serienautos schlagen, desto besser für die Marke."

Motorprofis: Apropos Brücke zur Serie: Sie bringen zum Jubiläum Sondereditionen und lassen ein legendäres Kürzel wiederauferstehen. Der E-208 GTi wurde offiziell präsentiert. Ist das das Signal für mehr „Sporty Drivenes“ bei Peugeot?
Alain Favey: „Absolut. Der GTi kommt zurück! Damit beweisen wir, dass Peugeot weiterhin extrem erfolgreiche, sportliche Autos auf den Markt bringen kann – und zwar auf dem höchsten Niveau der jeweiligen Kategorie. Aber ein GTi bei Peugeot war nie nur eine reine Rennsemmel. Es ist traditionell der beste Peugeot, den man kaufen kann: in Sachen Straßenlage, Qualität, Komfort und auch Sicherheit. Er ist das emotionale Aushängeschild für den Alltag."

Motorprofis: Blicken wir auf die Historie. Wenn Sie ganz besondere Motorsport-Momente der Markengeschichte herauspicken müssten – welche wären das?
Alain Favey: „Wir hatten grandiose Meilensteine. Denken Sie an die 1980er-Jahre, als wir zweimal die Rallye-Weltmeisterschaft dominiert haben. Und natürlich unsere drei Gesamtsiege hier in Le Mans, zuletzt 2009 mit dem Diesel-Hybrid. Da wollen wir wieder hin. Das Niveau in der Langstrecken-WM hat sich in den letzten Jahren extrem nach oben geschraubt. Früher fuhren vielleicht acht Top-Autos mit, heute stehen 18 Hypercars am Start! Marken wie McLaren oder nächstes Jahr Ford drängen rein. Das macht es für uns unheimlich herausfordernd, aber genau diesen Wettbewerb suchen wir."
Favey über Peugeot und Le Mans: „Wir sind die einzige Marke im aktuellen Feld, die behaupten können: Wir sind hier schon vor 100 Jahren gefahren!Favey über Peugeot und Le Mans: „Wir sind die einzige Marke im aktuellen Feld, die behaupten können: Wir sind hier schon vor 100 Jahren gefahren!"
Peugeot-Chef Alain Favey (links) mit den Fahrer des Peugeot TotalEnergies Teams in Le Mans. In der der Neuseeländer Mitte Nick Cassidy.Peugeot-Chef Alain Favey (links) mit den Fahrer des Peugeot TotalEnergies Teams in Le Mans. In der der Neuseeländer Mitte Nick Cassidy.
Favey über den E-208 GTi: „Wir sind überzeugt, dass die Elektro-Plattform nicht nur die einzige, sondern die bessere Lösung für ein modernes Sportauto istFavey über den E-208 GTi: „Wir sind überzeugt, dass die Elektro-Plattform nicht nur die einzige, sondern die bessere Lösung für ein modernes Sportauto ist".
Motorprofis: Langstrecke, Rallye, Formel 1 – wie unterscheidet sich die WEC aus Sicht des Markenchefs von den anderen Königsklassen?
Alain Favey: „Die WEC lebt von der ultimativen Ausdauer und einer unglaublichen Fannähe. Für uns bleibt die WEC ganz klar das Thema. Wir haben uns langfristig bis 2029 committed. Wir stecken enorm viel Investment in dieses Auto, um es Schritt für Schritt innerhalb des Reglements zu verbessern."

Motorprofis: Zurück auf die Straße. Der neue 208 GTi fährt rein elektrisch. Sind Sie davon überzeugt, dass die eingefleischten Sportwagenfans die elektrische Transformation im Performance-Bereich voll akzeptieren werden?
Alain Favey: „Wissen Sie, wir schreiben das Jahr 2026. Seit den Zeiten des legendären 205 GTI sind 40 Jahre vergangen. Die Zeiten ändern sich! Damals wäre ein elektrischer GTi reine Science-Fiction gewesen. Heute sind wir absolut davon überzeugt, dass die Elektro-Plattform nicht nur die einzige, sondern die bessere Lösung für ein modernes Sportauto ist. Sie haben beim e-208 GTI 280 PS – und zwar sofort, ab der allerersten Sekunde, ohne Verzögerung. Diese Beschleunigung ist ein Genuss. Unsere Ingenieure haben das perfekt mit einem messerscharfen Fahrwerk kombiniert. Das Auto fährt sich in den Kurven extrem sicher und verdammt schnell."
„Je enger wir die Brücke zwischen der Rennsport-Emotion und unseren Serienautos schlagen, desto besser für die Marke.„Je enger wir die Brücke zwischen der Rennsport-Emotion und unseren Serienautos schlagen, desto besser für die Marke."
Favey legt sich fest; „Für uns bleibt die WEC ganz klar das Thema …Favey legt sich fest; „Für uns bleibt die WEC ganz klar das Thema …
… wir haben uns langfristig bis 2029 committed …… wir haben uns langfristig bis 2029 committed …
… und wir stecken enorm viel Investment in dieses Auto… und wir stecken enorm viel Investment in dieses Auto".
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