BACHLER, PREINING & CO SIEGEN IN SEBRING
Bachler & Preining: Die Bilder zum Sebring-Sieg
Es ist ein Klassiker des Motorsports – und wenn man hier gewinnt, dann hat man auf ewig Bilder für das Foto-Album des Lebens.
Da hilft motorprofis.at gerne nach – und zeigt die besten visuellen Erinnerungen an die 12 Stunden von Sebring 2026, bei denen mit dem Steirer Klaus Bachler und dem Oberösterreicher Thomas Preining gleich zwei Österreicher am obersten Podium stehen durften, nachdem sie Geschichte geschrieben hatten.
Klaus Bachler war am Dienstag schon mit einem guten Gefühl in die USA geflogen: „Ich glaube, dass wir bestens vorbereitet sind, und etwas mitnehmen können“, hoffte er vor dem Abflug. Sein Gefühl sollte nicht täuschen. Prompt war Bachler war mit seinem Landsmann Preining und dem Schweizer Ricardo Feller in der GTD Pro-Kategorie eine Klasse für sich – am Ende stand das Trio im grellen Scheinwerferlicht des Sieges. Wobei es ein Sieg mit vielen Superlativen und Emotionen war.
KIaus Bachler, WEC-GT-Weltmeister 2024, gelang das Kunststück, seinen Vorjahres-Erfolg erfolgreich zu verteidigen. Insgesamt ist es nach 2023 und eben 2025 sein bereits dritter Sieg bei diesem Klassiker. Für Klaus war es aber auch der erste Sieg mit dem nicht nur bei den Fans total beliebten „Grello“ Porsche 911 GT3 R, den er seit dieser Saison pilotiert – und mit dem Preining in der DTM schnell unterwegs ist.
Superstar „Grello“: Der kam mit dem Erfolg in Sebring ebenso zum ersten Sieg in der amerikanischen IMSA-Serie wie das verantwortliche Team Manthey Racing.
Klaus Bachler: „Wenn man sich all diese Superlative ansieht, ist das schon ein denkwürdiger Tag. Ich bin sehr happy. Danke an das gesamte Team, es war ein Superjob von Allen. Wir hatten eine Mega Auto-Performance, dazu eine sehr gute Balance – vor allem dann speziell am Ende des Rennens. Aber auch strategisch waren wir top.“
Manthey feiert dadurch mit dem „Grello“ Porsche 911 GT3 R (#911) den ersten Klassensieg in seiner Debütsaison in der IMSA WeatherTech SportsCar Championship.
Nach dem Start aus den Top-4 heraus brachte Ricardo Feller den Neunelfer konstant im Feld voran und übernahm nach einem strategisch gut platzierten Boxenstopp innerhalb der ersten Rennstunde erstmals die Führung. Auch im durch Full-Course-Yellow-Phasen (FCY) und die verschiedenen Pitstop-Strategien durchmischten und hart umkämpften GTD-PRO-Starterfeld bewiesen sich die Manthey-Fahrer und -Strategie, sodass das Fahrzeug über die zwölfstündige Renndistanz hinweg viele Führungskilometer mit Bachler, Feller und Preining abspulen konnte. Mit einem souveränen letzten Überholmanöver sicherte der Linzer in der letzten Rennstunde den Sieg auf dem 6,02 Kilometer langen Sebring International Raceway.
"Zwölf Stunden Sebring – unser zweites IMSA‑Rennen – und am Ende haben wir es mit der 911 tatsächlich geschafft, dieses dramatische Rennen in einem spannenden Finale zu gewinnen“, zieht Patrick Arkenau, Mantheys Geschäfts-Bereichsleiter Racing, Bilanz. „Wie es in einem Langstreckenrennen eben ist, gab es auch unglückliche Situationen, die uns Positionen gekostet haben. Wir haben uns aber jedes Mal zurückgekämpft. Mit rund anderthalb Stunden Restdistanz waren unsere beide Autos in einer sehr aussichtsreichen Position. Thomas hat dann einen starken Move gesetzt, um an seinen Konkurrenten Roxy vorbeizugehen, die Führung übernommen. Und genau den Abstand herausgefahren, den wir strategisch gebraucht haben. Das hat er anschließend perfekt verwaltet. Wir sind mit diesem Ergebnis sehr zufrieden.“
Nicolas Raeder, Geschäftsführer der Manthey Racing GmbH : „Dieses Rennen hat noch einmal gezeigt, wie anspruchsvoll die IMSA wirklich ist. Das Niveau hier ist enorm hoch, der Wettbewerb sehr stark. Für uns als neues Team in dieser Meisterschaft bedeutet das, dass wir an vielen Stellen noch dazulernen und uns Schritt für Schritt weiterentwickeln. Es gibt immer wieder Situationen, bei denen man merkt: Das machen wir beim nächsten Mal besser. Genau diese Lernkurve macht den Reiz aus. Umso stolzer bin ich auf unsere gesamte Crew. Unsere Fahrzeuge waren über die komplette Distanz hinweg stark unterwegs, und die 912 hatte eine wirklich aussichtsreiche Position, bevor der späte Kontakt ihre Chancen beendet hat. Das gehört leider zu diesem Sport dazu. Gleichzeitig hat die 911 gezeigt, wie wichtig es ist, in diesem extrem chaotischen Multiclass‑Racing einen kühlen Kopf zu bewahren – gerade in den letzten zwei Stunden, die sich eher wie zwei aufeinanderfolgende Sprint‑Rennen angefühlt haben. Dass wir uns in diesem Umfeld behaupten und am Ende den Sieg holen konnten, ist ein großer Erfolg für das gesamte Team. Wir nehmen viel aus diesem Wochenende mit und freuen uns darauf, uns weiter zu beweisen.“
Klaus Bachler, Manthey Porsche 911 GT3 R #911: „Unglaublich – ein riesiger Dank an das komplette Team. Unser erster gemeinsamer Sieg in Amerika und der erste IMSA‑Erfolg für Manthey mit dem Grello ist etwas ganz Besonderes, vor allem hier bei den 12 Stunden von Sebring. Ich bin unglaublich stolz auf alle Teammitglieder und meine Teamkollegen, wir haben alle einen fehlerfreien Job gemacht. Am Ende war es wieder ein extrem enger Kampf, wie man es hier erwarten kann – die letzten zwei Stunden waren richtig intensiv. Zum Glück sind wir als Erste über die Ziellinie gefahren, und das werden wir heute definitiv noch feiern.“
Thomas Preining, Manthey Porsche 911 GT3 R #911: „Mein erstes Mal bei den 12 Stunden von Sebring – umso schöner, dass es gleich beim ersten Versuch so gut funktioniert hat. Ein riesiges Kompliment an das gesamte Team. Für eine europäische Mannschaft hier anzutreten, ist eine echte Herkulesaufgabe, und dass alles so reibungslos läuft und wir schon im zweiten Rennen siegreich sind, ist wirklich bemerkenswert. Die Strategie hat perfekt gepasst, jeder Boxenstopp saß. Ein großer Dank auch an meine Teamkollegen – eine tolle Leistung von allen. Klaus hat Sebring jetzt schon zum dritten Mal gewonnen, was wirklich beeindruckend ist. Für mich persönlich ist es tatsächlich zusätzlich mein erster richtiger Langstreckensieg nach zehn Jahren im GT‑Auto, und deshalb wird mir dieser Erfolg doppelt in Erinnerung bleiben.“
Ricardo Feller, Manthey Porsche 911 GT3 R #911: „Ich bin wirklich sehr, sehr stolz. Ein großer Dank gilt dem gesamten Team, dass ich den ersten USA‑Sieg des Grello miterleben und mit einfahren durfte. Wir hatten ein nahezu perfektes Rennen ohne größere Zwischenfälle, und am Ende hat Thommy das stark zu Ende gebracht und den Sieg nach Hause gefahren. Ein großartiges Gefühl – und ich hoffe, dass dies nur einer von vielen Erfolgen ist, die in diesem Jahr noch gemeinsam mit dem Team auf mich warten.“
Wie es nun für Bachler weitergeht? „Ich genieße jetzt einmal den Augenblick. Fakt ist, dass wir in der Gesamtwertung der IMSA Endurance Punkte gut gemacht haben. Der nächste Lauf findet Ende Juni in Watkins Glen statt. Dazwischen gibt es für mich das eine oder andere Rennen in Europa, darunter auch die 24 Stunden am Nürburgring.“
Der nächste Lauf des IMSA Michelin Endurance Cup steht erst nach einer knapp dreimonatigen Pause mit den Six Hours of The Glen vom 25. bis 28. Juni im Bundesstaat New York an. Die Wartezeit bis dahin überbrückt Manthey unter anderem mit dem Start der DTM- und WEC-Saison im kommenden Monat April. Ende April beginnt die DTM-Saison ja am Red Bull Ring in Spielberg.
Der Rennkalender IMSA Michelin Endurance Cup 2026:
21. - 25.01.2026 Rolex 24 at Daytona | Florida
18. - 21.03.2026 Mobil 1 Twelve Hours of Sebring | Florida
25. - 28.06.2026 Watkins Glen International | New York
30.07. - 02.08.2026 Road America | Wisconsin
01.10. - 03.10.2026 Petit Le Mans | Georgia
Historie: Vor genau 40 Jahren hatten es in Sebring (in der Gesamtwertung) auch einen österreichischen Sieg gegeben, ebenfalls im Porsche. Damals gewannen Jo Gartner und Hans-Joachim Stuck beim Klassiker.












Klaus Bachler.
Ricardo Feller.
Thomas Preining.


Siegerteam: Manthey Racing.
Nicolas Raeder.
Patrick Arkenau.
Thomas Preining.








Boxenstopp beim Manthey-Schwesterteam.
Populär in Amerika: Feller, Preining und Bachler.



Porsche war auch in der großen Klasse erfolgreich.

Auch unterwegs: Bachlers Ex-Auto "Rexy".
Thomas Preining.
Fan-Ansturm in Florda.
Der Grello, eine Legende in Europa, siegte zum ersten Mal in seiner Geschichte bei einem Rennen in Amerika.
Thomas Preining.


















