Test: BYD Atto 3 Evo
Grüße gehen auch nach München
Hinter dem dezenten Auftritt steckt eine durchaus spektakuläre Persönlichkeit: Mit 450-PS-Allradantrieb, knackigem Fahrwerk und schnellem 800-Volt-Laden sendet der Atto 3 Evo sogar Botschaften an BMW. Auch wenn die Reichweite keine Rekorde bricht, ist das eine Ansage – denn die Einmal-alles-Version des Familien-SUV schafft es unter 40.000 Euro.
13.03.2026Fotos: FOTObyHOFER/Christian Hofer
Um welches Auto geht es?
BYD ist 2025 zum größten Elektroautohersteller der Welt vor Tesla aufgestiegen. Die Chinesen sind auch die am stärksten wachsende Marke in Österreich und setzen 2026 bereits zum Sprung in die Top 10 an. Gleichzeitig startet in Ungarn die europäische Autoproduktion mit Linzer Stahl von voestalpine.
Der Atto 3 ist ein eindrucksvolles Beispiel für das China-Tempo. 2023 als braves Familien-SUV mit einigen Schwächen gestartet, sieht er 2026 zwar immer noch wie ein braves Familien-SUV aus – ist aber unter der kaum veränderten Karosserie ein völlig neues, technisch eindrucksvolles Auto: Aus dem Frontantrieb ist Heck- und Allradantrieb geworden, die Leistung hat sich auf fast 450 PS mehr als verdoppelt, das Laden wurde auf die 800-Volt-Premiumvariante umgestellt, das Multimediasystem neu aufgestellt. Die nun Atto 3 Evo genannte Baureihe verändert sich preislich aber wenig und schafft es abzüglich der Boni auch mit Vollausstattung unter 40.000 Euro. Unverändert ordnet sich das 4,45 Meter lange Familienauto im sogenannten C-Segment der Kompakt-SUV ein.
Wie schaut der Atto 3 Evo aus?
Wir haben es mit einem grandiosen Understatement zu tun, jedenfalls standen 3,9 Sekunden auf Hundert selten so unscheinbar im Vorgarten. Die Karosserie ist gefällig gezeichnet, aber eben im Look eines braven Familien-SUV, nicht als 449-PS-Statement. Beim Modellwechsel von 2026 wurden Stoßfänger und Unterfahrschutz überarbeitet, sonst entspricht der Atto 3 Evo dem Vorgänger. Vorne wie hinten sind durchgehende Lichtleisten mit moderner Graphik die Eyecatcher.
BYD ist 2025 zum größten Elektroautohersteller der Welt vor Tesla aufgestiegen. Die Chinesen sind auch die am stärksten wachsende Marke in Österreich und setzen 2026 bereits zum Sprung in die Top 10 an. Gleichzeitig startet in Ungarn die europäische Autoproduktion mit Linzer Stahl von voestalpine.
Der Atto 3 ist ein eindrucksvolles Beispiel für das China-Tempo. 2023 als braves Familien-SUV mit einigen Schwächen gestartet, sieht er 2026 zwar immer noch wie ein braves Familien-SUV aus – ist aber unter der kaum veränderten Karosserie ein völlig neues, technisch eindrucksvolles Auto: Aus dem Frontantrieb ist Heck- und Allradantrieb geworden, die Leistung hat sich auf fast 450 PS mehr als verdoppelt, das Laden wurde auf die 800-Volt-Premiumvariante umgestellt, das Multimediasystem neu aufgestellt. Die nun Atto 3 Evo genannte Baureihe verändert sich preislich aber wenig und schafft es abzüglich der Boni auch mit Vollausstattung unter 40.000 Euro. Unverändert ordnet sich das 4,45 Meter lange Familienauto im sogenannten C-Segment der Kompakt-SUV ein.
Wie schaut der Atto 3 Evo aus?
Wir haben es mit einem grandiosen Understatement zu tun, jedenfalls standen 3,9 Sekunden auf Hundert selten so unscheinbar im Vorgarten. Die Karosserie ist gefällig gezeichnet, aber eben im Look eines braven Familien-SUV, nicht als 449-PS-Statement. Beim Modellwechsel von 2026 wurden Stoßfänger und Unterfahrschutz überarbeitet, sonst entspricht der Atto 3 Evo dem Vorgänger. Vorne wie hinten sind durchgehende Lichtleisten mit moderner Graphik die Eyecatcher.
Sieht wie ein braves Familien-SUV aus, ist aber ein technisch eindrucksvolles Auto mit 450-PS-Allradantrieb, knackigem Fahrwerk, schnellem 800-Volt-Laden.
Vorne wie hinten sind durchgehende Lichtleisten …
… mit moderner Graphik die Eyecatcher.
Ordnet sich mit 4,45 Metern Länge im C-Segment der Kompakt-SUV ein, schafft es abzüglich der Boni auch mit Vollausstattung unter 40.000 Euro.Was wird innen geboten?
Für ein Kompakt-SUV hat der Atto 3 Evo einen weitläufigen Passagierraum mit reichlich Platz für die ganze Familie. Die Vordersitze sind angenehm gepolstert, die Beinauflagen aber ein wenig kurz. Hinten hat man gute Beinfreiheit und bekommt die Füße auch unter die Stühle der ersten Reihe. Das Kofferraumvolumen im Heck ist auf ordentliche, wenn auch nicht enorme 490 bis 1.360 Liter gestiegen, beim Umlegen der Fondbank entsteht eine Stufe. Dazu kommt aber ein gänzlich neuer, großzügiger 101-Liter-Frunk unter der Fronthaube.
Das bislang verspielte Innendesign ist jetzt reduzierter und wirkt viel moderner. Deutlich ist auch der Qualitätssprung bei den Materialien, mit angenehmer Soft-Touch-Haptik und feschen Ziernähten sind sie nun ziemlich hochwertig. Unkonventionelle Details gibt es weiterhin, sie sind aber dezenter geworden, etwa der barocke Schwung im Armaturenbrett, die aufgefächerten Lüftungsdüsen und die Gummibänder für Gitarristen in den Türfächern. Auffällig bleibt nur die schräge Kombination aus Lautsprecher und Türöffner.
Den Schlüssel in der Tasche erkennt der Atto 3 Evo automatisch, zum Öffnen und Schließen des Autos ist aber ein kleiner Knopf auf der Türschnalle zu drücken. Das Losfahren ist wunderbar unkompliziert, es muss kein Startknopf betätigt, sondern nur der ergonomisch ideale Gangwahlhebel hinter dem Lenkrad auf D oder R gezogen werden. Beim Abstellen verlangt das System dann einen Knopfdruck extra. Die inneren Türöffner sind ergonomisch nicht ideal, man gewöhnt sich aber. Ablagemöglichkeiten sind im Innenraum ausreichend vorhanden.
Der Fahrer hat vor sich ein 8,8-Zoll-Informationsdisplay, das auf logische Art mit der Lenkradfernbedienung interagiert. Für die Kompakt-SUV-Klasse ist das 15,6-Zoll-Multimediasystem im Zentrum überdurchschnittlich groß, schnell und gut. Durch die Integration von Google Automotive Systems ist der gesamte Google-Kosmos mit Navigation, Playstore und Sprachassistent direkt im Fahrzeug – und vor allem Google Maps und Google Assistant sind aktuell bestmögliche Lösungen für Autofahrer. Zur Nutzung muss man eine SIM-Karte hinterlegen, BYD bietet kostengünstige Varianten für entsprechendes Datenvolumen. Alternative ist weiter die Einbindung von Android Auto und Apple CarPlay über das Mobiltelefon. Für dessen Akku gibt es ein zentral im Fahrzeug platziertes und leistungsstarkes 50-Watt-Ladepad inklusive Kühlung. Die Bedienung des Multimediasystems ist logisch und weitgehend auch unkompliziert, ein paar Schritte extra geht man nur bei Details wie der Sitz- und Lenkradheizung oder dem Wechsel zwischen Android Auto/Apple CarPlay und dem Fahrzeugsystem. Hier kann man teilweise über den Sprachassistenten beschleunigen. Das Soundsystem ist im Atto 3 Evo außergewöhnlich gut, weitere Feinheiten aus höheren Klassen sind das Head-Up-Display und die beheizbaren Rücksitze.
Wie ist der Atto 3 Evo technisch aufgestellt?
Das 2026 aufgelegte Modell ein völlig neues und technisch eindrucksvolles Auto. Aus dem Frontantrieb ist wahlweise Heck- oder Allradantrieb geworden. Die bisher pragmatische 204-PS-Leistung ist auf 313 PS beim Heckmotormodell und 449 PS beim Allradmodell gestiegen. Der Sprint auf 100 km/h gelingt in 5,5 beziehungsweise 3,9 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 180 beziehungsweise 200 km/h. Die Hinterradaufhängung wurde auf ein Fünflenker-System umgestellt.
Die hauseigene Batterie bleibt bei der kostengünstigeren, aber langlebigen Lithium-Eisenphosphat-Chemie, durch die Cell-to-Body-Konstruktion sind Zellen nun aber in die Karosseriestruktur eingebunden, was Vorteile für Steifigkeit und Raumausnutzung hat. Die Batteriekapazität steigt auf 74,8 kWh, die WLTP-Reichweite beträgt 510 Kilometer beziehungsweise 470 Kilometer. Durch die – auch bei Premiummarken erst schön langsam einziehende – 800-Volt-Architektur ist schnelles DC-Laden mit bis zu 220 kW möglich, der Atto 3 Evo kommt unter Idealbedingungen in 25 Minuten von 10 auf 80 Prozent Ladestand. Das setzt Maßstäbe im Kompakt-SUV-Segment. Ganz vorne dabei ist das BYD-Kompakt-SUV auch mit der Anhängelast von 1.500 Kilo. Durch bidirektionales Laden (V2L) können spontan E-Bikes aufgeladen und Griller betrieben werden.
Für ein Kompakt-SUV hat der Atto 3 Evo einen weitläufigen Passagierraum mit reichlich Platz für die ganze Familie. Die Vordersitze sind angenehm gepolstert, die Beinauflagen aber ein wenig kurz. Hinten hat man gute Beinfreiheit und bekommt die Füße auch unter die Stühle der ersten Reihe. Das Kofferraumvolumen im Heck ist auf ordentliche, wenn auch nicht enorme 490 bis 1.360 Liter gestiegen, beim Umlegen der Fondbank entsteht eine Stufe. Dazu kommt aber ein gänzlich neuer, großzügiger 101-Liter-Frunk unter der Fronthaube.
Das bislang verspielte Innendesign ist jetzt reduzierter und wirkt viel moderner. Deutlich ist auch der Qualitätssprung bei den Materialien, mit angenehmer Soft-Touch-Haptik und feschen Ziernähten sind sie nun ziemlich hochwertig. Unkonventionelle Details gibt es weiterhin, sie sind aber dezenter geworden, etwa der barocke Schwung im Armaturenbrett, die aufgefächerten Lüftungsdüsen und die Gummibänder für Gitarristen in den Türfächern. Auffällig bleibt nur die schräge Kombination aus Lautsprecher und Türöffner.
Den Schlüssel in der Tasche erkennt der Atto 3 Evo automatisch, zum Öffnen und Schließen des Autos ist aber ein kleiner Knopf auf der Türschnalle zu drücken. Das Losfahren ist wunderbar unkompliziert, es muss kein Startknopf betätigt, sondern nur der ergonomisch ideale Gangwahlhebel hinter dem Lenkrad auf D oder R gezogen werden. Beim Abstellen verlangt das System dann einen Knopfdruck extra. Die inneren Türöffner sind ergonomisch nicht ideal, man gewöhnt sich aber. Ablagemöglichkeiten sind im Innenraum ausreichend vorhanden.
Der Fahrer hat vor sich ein 8,8-Zoll-Informationsdisplay, das auf logische Art mit der Lenkradfernbedienung interagiert. Für die Kompakt-SUV-Klasse ist das 15,6-Zoll-Multimediasystem im Zentrum überdurchschnittlich groß, schnell und gut. Durch die Integration von Google Automotive Systems ist der gesamte Google-Kosmos mit Navigation, Playstore und Sprachassistent direkt im Fahrzeug – und vor allem Google Maps und Google Assistant sind aktuell bestmögliche Lösungen für Autofahrer. Zur Nutzung muss man eine SIM-Karte hinterlegen, BYD bietet kostengünstige Varianten für entsprechendes Datenvolumen. Alternative ist weiter die Einbindung von Android Auto und Apple CarPlay über das Mobiltelefon. Für dessen Akku gibt es ein zentral im Fahrzeug platziertes und leistungsstarkes 50-Watt-Ladepad inklusive Kühlung. Die Bedienung des Multimediasystems ist logisch und weitgehend auch unkompliziert, ein paar Schritte extra geht man nur bei Details wie der Sitz- und Lenkradheizung oder dem Wechsel zwischen Android Auto/Apple CarPlay und dem Fahrzeugsystem. Hier kann man teilweise über den Sprachassistenten beschleunigen. Das Soundsystem ist im Atto 3 Evo außergewöhnlich gut, weitere Feinheiten aus höheren Klassen sind das Head-Up-Display und die beheizbaren Rücksitze.
Wie ist der Atto 3 Evo technisch aufgestellt?
Das 2026 aufgelegte Modell ein völlig neues und technisch eindrucksvolles Auto. Aus dem Frontantrieb ist wahlweise Heck- oder Allradantrieb geworden. Die bisher pragmatische 204-PS-Leistung ist auf 313 PS beim Heckmotormodell und 449 PS beim Allradmodell gestiegen. Der Sprint auf 100 km/h gelingt in 5,5 beziehungsweise 3,9 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 180 beziehungsweise 200 km/h. Die Hinterradaufhängung wurde auf ein Fünflenker-System umgestellt.
Die hauseigene Batterie bleibt bei der kostengünstigeren, aber langlebigen Lithium-Eisenphosphat-Chemie, durch die Cell-to-Body-Konstruktion sind Zellen nun aber in die Karosseriestruktur eingebunden, was Vorteile für Steifigkeit und Raumausnutzung hat. Die Batteriekapazität steigt auf 74,8 kWh, die WLTP-Reichweite beträgt 510 Kilometer beziehungsweise 470 Kilometer. Durch die – auch bei Premiummarken erst schön langsam einziehende – 800-Volt-Architektur ist schnelles DC-Laden mit bis zu 220 kW möglich, der Atto 3 Evo kommt unter Idealbedingungen in 25 Minuten von 10 auf 80 Prozent Ladestand. Das setzt Maßstäbe im Kompakt-SUV-Segment. Ganz vorne dabei ist das BYD-Kompakt-SUV auch mit der Anhängelast von 1.500 Kilo. Durch bidirektionales Laden (V2L) können spontan E-Bikes aufgeladen und Griller betrieben werden.
Das Innendesign ist reduzierter und wirkt viel moderner. Deutlich ist auch der Qualitätssprung bei den Materialen und im Multimedia-Bereich.
Gummibänder für Gitarristen, schräge Kombi aus Box und Türöffner.
Der Fahrer hat ein 8,8-Zoll-Informationsdisplay vor sich.
Weitläufiger Passierraum mit reichlich Platz für die ganze Familie. Die Vordersitze sind angenehm gepolstert, die Beinauflagen aber ein wenig kurz.
Das Kofferraumvolumen im Heck ist auf ordentliche, wenn auch nicht enorme 490 bis 1.360 Liter gestiegen, dazu kommt aber ein neuer 101-Liter-Frunk.Wie fährt sich der Atto 3 Evo?
Der getestete Atto 3 Evo mit 449-PS-Allradantrieb fährt so unauffällig wie angenehm durch den Alltag. Sein Antrieb ist gut abgestimmt und bleibt im Normalmodus ganz entspannt. Das ist guter Elektro-Flow, bei dem Verbrenner komfortseitig nicht mithalten können. Im Gegensatz zum Vorgänger hat der Atto 3 Evo aber eine Spritzigkeit und Souveränität im Antritt, die der Abgeklärtheit von Premiumautos entspricht und sich auch ohne sportliche Ambitionen schon sehr positiv auf das Fahrgefühl auswirkt.
Das ziemlich knackige Fahrwerk erinnert ein bisschen an BMW-Abstimmungen. Gröbere Wellen oder Unebenheiten können schon mal ein bisschen Unruhe erzeugen, übertrieben ist die Härte aber nicht. Eine Kurvendynamik im Sinne von BMW oder Porsche bietet der Atto 3 Evo noch nicht ganz, dafür müssten die Lenkung direkter und der Allradantrieb aktiver sein. Die Kombination aus sehr viel Leistung, Allrad und straffem Fahrwerk sendet aber schon Grüße nach München – denn ein sportliches Auto, das sich mit geringer Seitenneigung flott durch die Kurven bewegt und kraftvoll rausbeschleunigt, also auf Landstraßen gute Figur macht, ist der Atto 3 Evo allemal.
Die 19,5 kWh Testverbrauch bei moderater Fahrweise ergeben eine Praxisreichweite um die 400 Kilometer – das ist nicht schlecht, aber unter den Praxis-Bestmarken der Konkurrenz im Bereich von 600 Kilometer. Allerdings sendet die 800-Volt-Architektur und das damit verbundene schnelle Laden mit bis zu 220 kW Botschaften an die Premiummarken, bei denen diese Technik erst schön langsam einzieht. 25 Minuten für die 80-Prozent-Ladung sind ein Maßstab im Segment.
Wie schaut es preislich aus?
Der offizielle Listenpreis für das getestete Topmodell beträgt 45.990 Euro, aber abgezogen werden bis zu drei Rabatte (Mobilitätsbonus, Leasebonus, Eintauschbonus). Die Einmal-alles-Version des Familien-SUV inklusive 449-PS-Allradantrieb und Vollausstattung schafft es dadurch abzüglich der Boni unter 40.000 Euro. Das ist nicht wenig für ein Kompakt-SUV, für ein Kompakt-SUV mit diesem Technik-Pakt ist es aber eine starke Ansage. Bei der Heckantrieb-Variante mit 313 PS sind es 42.990 Euro Listenpreis und 36.980 Euro Kundenpreis nach Abzug der Boni.
Das Fazit?
Selten standen 3,9 Sekunden auf Hundert so unscheinbar im Vorgarten. Hinter dem Auftritt als braves Familien-Kompakt-SUV verbirgt sich ein durchaus spektakuläres Technik-Paket. Auch wenn die Fahrdynamik noch nicht ganz herankommt, sendet die Kombination aus viel Leistung, Allrad und straffem Fahrwerk ein paar Botschaften nach München. Die Praxis-Reichweite ist mit 400 Kilometern durchschnittlich, das Ladetempo setzt hingegen Standards. Der Innenraum ist durchaus hochwertig, technisch innovativ und immer voll ausgestattet. Dass es der derart hochgerüstete Atto 3 Evo abzüglich Boni unter 40.000 Euro schafft, ist eine Ansage an die Konkurrenz.
Der getestete Atto 3 Evo mit 449-PS-Allradantrieb fährt so unauffällig wie angenehm durch den Alltag. Sein Antrieb ist gut abgestimmt und bleibt im Normalmodus ganz entspannt. Das ist guter Elektro-Flow, bei dem Verbrenner komfortseitig nicht mithalten können. Im Gegensatz zum Vorgänger hat der Atto 3 Evo aber eine Spritzigkeit und Souveränität im Antritt, die der Abgeklärtheit von Premiumautos entspricht und sich auch ohne sportliche Ambitionen schon sehr positiv auf das Fahrgefühl auswirkt.
Das ziemlich knackige Fahrwerk erinnert ein bisschen an BMW-Abstimmungen. Gröbere Wellen oder Unebenheiten können schon mal ein bisschen Unruhe erzeugen, übertrieben ist die Härte aber nicht. Eine Kurvendynamik im Sinne von BMW oder Porsche bietet der Atto 3 Evo noch nicht ganz, dafür müssten die Lenkung direkter und der Allradantrieb aktiver sein. Die Kombination aus sehr viel Leistung, Allrad und straffem Fahrwerk sendet aber schon Grüße nach München – denn ein sportliches Auto, das sich mit geringer Seitenneigung flott durch die Kurven bewegt und kraftvoll rausbeschleunigt, also auf Landstraßen gute Figur macht, ist der Atto 3 Evo allemal.
Die 19,5 kWh Testverbrauch bei moderater Fahrweise ergeben eine Praxisreichweite um die 400 Kilometer – das ist nicht schlecht, aber unter den Praxis-Bestmarken der Konkurrenz im Bereich von 600 Kilometer. Allerdings sendet die 800-Volt-Architektur und das damit verbundene schnelle Laden mit bis zu 220 kW Botschaften an die Premiummarken, bei denen diese Technik erst schön langsam einzieht. 25 Minuten für die 80-Prozent-Ladung sind ein Maßstab im Segment.
Wie schaut es preislich aus?
Der offizielle Listenpreis für das getestete Topmodell beträgt 45.990 Euro, aber abgezogen werden bis zu drei Rabatte (Mobilitätsbonus, Leasebonus, Eintauschbonus). Die Einmal-alles-Version des Familien-SUV inklusive 449-PS-Allradantrieb und Vollausstattung schafft es dadurch abzüglich der Boni unter 40.000 Euro. Das ist nicht wenig für ein Kompakt-SUV, für ein Kompakt-SUV mit diesem Technik-Pakt ist es aber eine starke Ansage. Bei der Heckantrieb-Variante mit 313 PS sind es 42.990 Euro Listenpreis und 36.980 Euro Kundenpreis nach Abzug der Boni.
Das Fazit?
Selten standen 3,9 Sekunden auf Hundert so unscheinbar im Vorgarten. Hinter dem Auftritt als braves Familien-Kompakt-SUV verbirgt sich ein durchaus spektakuläres Technik-Paket. Auch wenn die Fahrdynamik noch nicht ganz herankommt, sendet die Kombination aus viel Leistung, Allrad und straffem Fahrwerk ein paar Botschaften nach München. Die Praxis-Reichweite ist mit 400 Kilometern durchschnittlich, das Ladetempo setzt hingegen Standards. Der Innenraum ist durchaus hochwertig, technisch innovativ und immer voll ausgestattet. Dass es der derart hochgerüstete Atto 3 Evo abzüglich Boni unter 40.000 Euro schafft, ist eine Ansage an die Konkurrenz.
Fazit von Motorprofis-Tester Fabian Steiner: „Hinter dem Auftritt als braves Familien-Kompakt-SUV verbirgt sich ein durchaus spektakuläres Technik-Paket."









