Test: Leapmotor B05
Angriff im Golf-Revier
Mit dem B05 fährt Leapmotor dorthin, wo Europa besonders streng urteilt: in die Kompaktklasse. Der elektrische Fünftürer kommt nicht als SUV, sondern klassisch flach, breit und mit Heckantrieb. Dazu gibt es 218 PS, bis zu 482 Kilometer Reichweite und Preise ab 26.490 Euro. Das klingt nach Kampfansage, fühlt sich aber weniger nach Billig-Offensive an, als man beim ersten Blick auf das Preisschild vermuten könnte.
06.08.2026Fotos: Werk
Um welches Auto geht es?
Für Leapmotor wird es mit dem B05 ernst. Bisher konnte man die chinesische Marke in Europa noch als neuen Herausforderer einordnen, der mit viel Ausstattung und fairen Preisen Aufmerksamkeit sucht. Mit dem B05 geht es nun aber nicht mehr um eine Nische, sondern um jenes Format, in dem sich seit Jahrzehnten besonders viele Hoffnungen und Verkaufszahlen sammeln: die Kompaktklasse. Der B05 ist also nicht einfach das nächste Elektroauto aus China. Er ist Leapmotors Versuch, sich in jenem Revier bemerkbar zu machen, in dem Golf, ID.3, MG4, BYD Dolphin, Renault Megane E-Tech und andere um Alltag, Preis, Platz und Vertrauen kämpfen.
Genau deshalb ist die Karosserieform interessant. Leapmotor stellt den B05 nicht künstlich höher, macht keinen kleinen SUV daraus und tarnt ihn auch nicht als Crossover. Der B05 bleibt ein fünftüriger Kompakter mit Heckklappe, breitem Stand und elektrischem Antrieb.
Ganz neu ist Leapmotor in Österreich nicht mehr. Die junge chinesische Marke hat zuletzt erstmals mehr als ein Prozent Marktanteil erreicht und damit gezeigt, dass sie nicht nur als exotischer Name im Zulassungsregister auftaucht. Der B05 soll diesen Schwung nun in ein größeres Segment tragen. Entwickelt wurde er in hohem Tempo, vom ersten Gedanken bis zum fertigen Produkt sollen nur 18 Monate vergangen sein. Das Design entstand in München, die Fahrwerksabstimmung erfolgte im Stellantis-Testzentrum Balocco.
Wie schaut der B05 aus?
Der B05 wirkt zunächst wohltuend normal. Während viele Hersteller derzeit selbst kleinere Modelle mit SUV-Anmutung versehen, bleibt Leapmotor beim klassischen Kompaktformat. 4,43 Meter Länge, 1,88 Meter Breite, 1,52 Meter Höhe und 2,735 Meter Radstand ergeben einen breiten, recht satten Auftritt. Optisch am traditionellen Hatchback orientiert, aber mit den rund zehn Zentimetern Extrahöhe, die durch die Akkus entstehen (man kennt das von VW ID.3 und Renault Megane). Langweilig ist er trotzdem nicht. Die rahmenlosen Türen, versenkten Türgriffe und 19-Zoll-Leichtmetallräder geben ihm mehr Eigenständigkeit, als man bei dieser Preisposition erwarten würde. Der cw-Wert von 0,26 passt zur elektrischen Effizienz, wirkt aber nicht wie die einzige Erklärung für die Form. Das Auto will modern aussehen, ohne gleich futuristisch zu übertreiben. Es trägt dabei seine chinesische Herkunft nicht als Spektakel vor sich her, versucht aber auch nicht, ein europäisches Auto zu kopieren. Die Lichtsignaturen, die glatten Flächen und der breite Stand lassen es selbstbewusst wirken. Man sieht dem B05 an, dass es nicht nur über den Preis funktionieren soll.
Für Leapmotor wird es mit dem B05 ernst. Bisher konnte man die chinesische Marke in Europa noch als neuen Herausforderer einordnen, der mit viel Ausstattung und fairen Preisen Aufmerksamkeit sucht. Mit dem B05 geht es nun aber nicht mehr um eine Nische, sondern um jenes Format, in dem sich seit Jahrzehnten besonders viele Hoffnungen und Verkaufszahlen sammeln: die Kompaktklasse. Der B05 ist also nicht einfach das nächste Elektroauto aus China. Er ist Leapmotors Versuch, sich in jenem Revier bemerkbar zu machen, in dem Golf, ID.3, MG4, BYD Dolphin, Renault Megane E-Tech und andere um Alltag, Preis, Platz und Vertrauen kämpfen.
Genau deshalb ist die Karosserieform interessant. Leapmotor stellt den B05 nicht künstlich höher, macht keinen kleinen SUV daraus und tarnt ihn auch nicht als Crossover. Der B05 bleibt ein fünftüriger Kompakter mit Heckklappe, breitem Stand und elektrischem Antrieb.
Ganz neu ist Leapmotor in Österreich nicht mehr. Die junge chinesische Marke hat zuletzt erstmals mehr als ein Prozent Marktanteil erreicht und damit gezeigt, dass sie nicht nur als exotischer Name im Zulassungsregister auftaucht. Der B05 soll diesen Schwung nun in ein größeres Segment tragen. Entwickelt wurde er in hohem Tempo, vom ersten Gedanken bis zum fertigen Produkt sollen nur 18 Monate vergangen sein. Das Design entstand in München, die Fahrwerksabstimmung erfolgte im Stellantis-Testzentrum Balocco.
Wie schaut der B05 aus?
Der B05 wirkt zunächst wohltuend normal. Während viele Hersteller derzeit selbst kleinere Modelle mit SUV-Anmutung versehen, bleibt Leapmotor beim klassischen Kompaktformat. 4,43 Meter Länge, 1,88 Meter Breite, 1,52 Meter Höhe und 2,735 Meter Radstand ergeben einen breiten, recht satten Auftritt. Optisch am traditionellen Hatchback orientiert, aber mit den rund zehn Zentimetern Extrahöhe, die durch die Akkus entstehen (man kennt das von VW ID.3 und Renault Megane). Langweilig ist er trotzdem nicht. Die rahmenlosen Türen, versenkten Türgriffe und 19-Zoll-Leichtmetallräder geben ihm mehr Eigenständigkeit, als man bei dieser Preisposition erwarten würde. Der cw-Wert von 0,26 passt zur elektrischen Effizienz, wirkt aber nicht wie die einzige Erklärung für die Form. Das Auto will modern aussehen, ohne gleich futuristisch zu übertreiben. Es trägt dabei seine chinesische Herkunft nicht als Spektakel vor sich her, versucht aber auch nicht, ein europäisches Auto zu kopieren. Die Lichtsignaturen, die glatten Flächen und der breite Stand lassen es selbstbewusst wirken. Man sieht dem B05 an, dass es nicht nur über den Preis funktionieren soll.
Klassisches Kompaktformat: Optisch am traditionellen Hatchback orientiert, aber mit den rund zehn Zentimetern Extrahöhe, die durch die Akkus entstehen.
Die Lichtsignaturen lassen den Leapmotor B05 …
… selbstbewusst und durchaus hochwertig wirken.
Dass er sich sauberer fährt, als man es bei einem neuen China-Kompakten erwarten würde, macht den B05 zur eigentlichen Überraschung.
19-Zoll-Leichtmetallfelgen ab der Basisausstattung.
Auffällig: Schwarz glänzender Kunststoff am Heck.
Aus chinesischer Produktion, aber das Design entstand in München und die Fahrwerksabstimmung erfolgte im Stellantis-Testzentrum Balocco.Was bietet der Innenraum?
Innen setzt Leapmotor klar auf digitale Bedienung. Vor dem Fahrer sitzt ein 8,8-Zoll-Instrumentendisplay, in der Mitte dominiert ein 14,6-Zoll-High-Definition-Touchscreen. Dazu kommen Online-Navigation, intelligente Sprachsteuerung, Apple CarPlay und Android Auto, Over-the-Air-Updates sowie die Leapmotor-App. Über sie lassen sich unter anderem Fahrzeugstatus, Ladeplanung, Fahrzeugstandort und die digitale Schlüssel-Funktion nutzen. Das Cockpit wirkt aufgeräumt, modern und recht luftig. Das große Panoramaglasdach der besseren Ausstattung verstärkt diesen Eindruck noch.
In der ersten Reihe sitzt man angenehm frei, auch hinten bleibt das Platzangebot ordentlich. Der B05 nutzt seinen Radstand gut aus und fühlt sich innen nicht wie ein kleiner Spar-Stromer an. In Reihe zwei gibt es in alle Richtungen genug Raum, nur die Schenkelauflagen geraten etwas kurz. Weniger gelungen ist die fast vollständige Abhängigkeit vom Zentraldisplay. Echte Tasten fehlen weitgehend, viele Funktionen werden über Menüs geregelt. Wer ein Auto ohnehin wie ein Smartphone bedient, wird damit schnell zurechtkommen. Wer im Alltag gerne blind einen Regler für Temperatur oder eine Taste für eine Funktion findet, wird sich öfter durch die Oberfläche tippen. Das ist kein Leapmotor-exklusives Problem, aber gerade in einem Auto mit sonst guter Alltagstauglichkeit fällt es auf.
Auch bei den Materialien zeigt sich, wo der Preis herkommt. Die Verarbeitung macht insgesamt einen ordentlichen Eindruck, aber nicht jede Oberfläche wirkt hochwertig. In der besseren Ausstattung kommen OEKO-TEX-zertifizierte Silikonledersitze zum Einsatz, die optisch gut passen, sich aber etwas rutschig anfühlen. Manche Kunststoffe sind einfach gehalten. Das ist in dieser Klasse kein Ausschlussgrund, passt aber nicht ganz zum selbstbewussten äußeren Auftritt. Praktisch gedacht sind die Aussparungen rechts vom Zentraldisplay, für die später Zubehör folgen soll, etwa kleine Ablagen oder ein Tisch. Das ist eine nette Idee, wirkt aber im Moment noch etwas unfertig. Insgesamt bleibt der Innenraum damit modern, geräumig und gut ausgestattet, aber nicht frei von Eigenheiten.
Welche Technik kommt zum Einsatz?
Technisch setzt der B05 in beiden österreichischen Varianten auf denselben Grundaufbau. Der Elektromotor sitzt an der Hinterachse, leistet 218 PS, und liefert 240 Newtonmeter Drehmoment. Der B05 fährt damit als Hecktriebler, was in dieser Preisklasse noch immer ungewöhnlich ist. Dazu kommen 50:50-Gewichtsverteilung, McPherson-Federbeine vorne und eine Mehrlenkerachse hinten. Leapmotor betont die Cell-to-Chassis-Architektur, bei der die Batterie direkt in die Fahrzeugstruktur integriert ist. Das soll Gewicht reduzieren, den Innenraum vergrößern und die strukturelle Stabilität erhöhen. Die Torsionssteifigkeit wird mit 34.500 Newtonmeter pro Grad angegeben. Für den Fahrer ist daran vor allem interessant, dass der B05 nicht weich oder improvisiert wirkt, sondern eine solide Grundstruktur vermittelt.
Bei den Batterien gibt es zwei Varianten. Der B05 Life Pro nutzt 56,2 kWh und kommt auf bis zu 401 Kilometer WLTP-Reichweite. Der B05 Design Pro Max verwendet 67,1 kWh und schafft bis zu 482 Kilometer nach WLTP. Geladen wird dreiphasig mit 11 kW Wechselstrom. Am Schnelllader sind je nach Batterie bis zu 156 beziehungsweise 174 kW möglich. Von 30 auf 80 Prozent nennt Leapmotor rund 16 Minuten bei der kleineren und rund 18 Minuten bei der größeren Batterie. Der Normverbrauch liegt bei 15,8 beziehungsweise 15,9 kWh pro 100 Kilometer. Auch die Sicherheitsausstattung fällt umfangreich aus. Der B05 bringt 21 Fahrerassistenzsysteme mit, die von 14 Sensoren und Kameras unterstützt werden. Dazu kommen sieben Airbags, LED-Scheinwerfer, 360-Grad-Panoramakamera, Parksensoren, Spurhalte- und Kollisionswarner, adaptive Geschwindigkeitsregelung, Toter-Winkel-Erkennung und Türöffnungswarnung. Auf dem Papier ist der B05 damit sehr vollständig ausgerüstet. In der Praxis braucht die Abstimmung der Assistenten aber noch Feinschliff.
Innen setzt Leapmotor klar auf digitale Bedienung. Vor dem Fahrer sitzt ein 8,8-Zoll-Instrumentendisplay, in der Mitte dominiert ein 14,6-Zoll-High-Definition-Touchscreen. Dazu kommen Online-Navigation, intelligente Sprachsteuerung, Apple CarPlay und Android Auto, Over-the-Air-Updates sowie die Leapmotor-App. Über sie lassen sich unter anderem Fahrzeugstatus, Ladeplanung, Fahrzeugstandort und die digitale Schlüssel-Funktion nutzen. Das Cockpit wirkt aufgeräumt, modern und recht luftig. Das große Panoramaglasdach der besseren Ausstattung verstärkt diesen Eindruck noch.
In der ersten Reihe sitzt man angenehm frei, auch hinten bleibt das Platzangebot ordentlich. Der B05 nutzt seinen Radstand gut aus und fühlt sich innen nicht wie ein kleiner Spar-Stromer an. In Reihe zwei gibt es in alle Richtungen genug Raum, nur die Schenkelauflagen geraten etwas kurz. Weniger gelungen ist die fast vollständige Abhängigkeit vom Zentraldisplay. Echte Tasten fehlen weitgehend, viele Funktionen werden über Menüs geregelt. Wer ein Auto ohnehin wie ein Smartphone bedient, wird damit schnell zurechtkommen. Wer im Alltag gerne blind einen Regler für Temperatur oder eine Taste für eine Funktion findet, wird sich öfter durch die Oberfläche tippen. Das ist kein Leapmotor-exklusives Problem, aber gerade in einem Auto mit sonst guter Alltagstauglichkeit fällt es auf.
Auch bei den Materialien zeigt sich, wo der Preis herkommt. Die Verarbeitung macht insgesamt einen ordentlichen Eindruck, aber nicht jede Oberfläche wirkt hochwertig. In der besseren Ausstattung kommen OEKO-TEX-zertifizierte Silikonledersitze zum Einsatz, die optisch gut passen, sich aber etwas rutschig anfühlen. Manche Kunststoffe sind einfach gehalten. Das ist in dieser Klasse kein Ausschlussgrund, passt aber nicht ganz zum selbstbewussten äußeren Auftritt. Praktisch gedacht sind die Aussparungen rechts vom Zentraldisplay, für die später Zubehör folgen soll, etwa kleine Ablagen oder ein Tisch. Das ist eine nette Idee, wirkt aber im Moment noch etwas unfertig. Insgesamt bleibt der Innenraum damit modern, geräumig und gut ausgestattet, aber nicht frei von Eigenheiten.
Welche Technik kommt zum Einsatz?
Technisch setzt der B05 in beiden österreichischen Varianten auf denselben Grundaufbau. Der Elektromotor sitzt an der Hinterachse, leistet 218 PS, und liefert 240 Newtonmeter Drehmoment. Der B05 fährt damit als Hecktriebler, was in dieser Preisklasse noch immer ungewöhnlich ist. Dazu kommen 50:50-Gewichtsverteilung, McPherson-Federbeine vorne und eine Mehrlenkerachse hinten. Leapmotor betont die Cell-to-Chassis-Architektur, bei der die Batterie direkt in die Fahrzeugstruktur integriert ist. Das soll Gewicht reduzieren, den Innenraum vergrößern und die strukturelle Stabilität erhöhen. Die Torsionssteifigkeit wird mit 34.500 Newtonmeter pro Grad angegeben. Für den Fahrer ist daran vor allem interessant, dass der B05 nicht weich oder improvisiert wirkt, sondern eine solide Grundstruktur vermittelt.
Bei den Batterien gibt es zwei Varianten. Der B05 Life Pro nutzt 56,2 kWh und kommt auf bis zu 401 Kilometer WLTP-Reichweite. Der B05 Design Pro Max verwendet 67,1 kWh und schafft bis zu 482 Kilometer nach WLTP. Geladen wird dreiphasig mit 11 kW Wechselstrom. Am Schnelllader sind je nach Batterie bis zu 156 beziehungsweise 174 kW möglich. Von 30 auf 80 Prozent nennt Leapmotor rund 16 Minuten bei der kleineren und rund 18 Minuten bei der größeren Batterie. Der Normverbrauch liegt bei 15,8 beziehungsweise 15,9 kWh pro 100 Kilometer. Auch die Sicherheitsausstattung fällt umfangreich aus. Der B05 bringt 21 Fahrerassistenzsysteme mit, die von 14 Sensoren und Kameras unterstützt werden. Dazu kommen sieben Airbags, LED-Scheinwerfer, 360-Grad-Panoramakamera, Parksensoren, Spurhalte- und Kollisionswarner, adaptive Geschwindigkeitsregelung, Toter-Winkel-Erkennung und Türöffnungswarnung. Auf dem Papier ist der B05 damit sehr vollständig ausgerüstet. In der Praxis braucht die Abstimmung der Assistenten aber noch Feinschliff.
Innen setzt Leapmotor klar auf digitale Bedienung. Vor dem Fahrer sitzt ein 8,8-Zoll-Instrumentendisplay, in der Mitte dominiert ein 14,6-Zoll-High-Definition-Touchscreen.
Die Schrift am Fahrerdisplay ist relativ klein.
Das Auto ist breit, und die Mittelkonsole auch.
Fast vollständige Abhängigkeit vom Zentraldisplay: Echte Tasten fehlen weitgehend, viele Funktionen werden über Menüs geregelt.
Die Verarbeitung ist ordentlich, aber nicht jede Oberfläche wirkt hochwertig.
Silikonledersitze: Optisch gut, aber etwas rutschig.
Der Kofferraum fasst 345 Liter, bei umgelegter Rückbank sind bis zu 1400 Liter möglich. Für ein 4,43 Meter langes Auto brauchbar, aber nicht überragend.Wie fährt sich der Leapmotor B05?
Der beste Teil am B05 ist nicht der Preis, sondern dass er nicht nur wegen des Preises überzeugt. Auf der Straße wirkt der Kompakte erstaunlich erwachsen. Der Heckantrieb gibt ihm beim Einlenken eine angenehme Leichtigkeit, die Lenkung spricht direkt an und das Fahrwerk bleibt kontrolliert, ohne unnötig hart zu werden. Gerade bei einem günstigen Elektroauto aus China wäre man nicht überrascht, wenn der letzte Feinschliff fehlen würde. Beim B05 ist genau das aber weniger der Fall. Die Abstimmung aus Balocco ist spürbar. Auf kurvigen Straßen bleibt der B05 sauber sortiert, reagiert willig und fühlt sich verbindlicher an, als man es in dieser Preisregion erwarten würde.
Natürlich wird aus ihm kein Sportwagen. Die 6,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h sind flott, die Launch Control darf man aber eher als Präsentationsdetail verstehen. Wichtiger ist der Grundcharakter: Der B05 fährt präzise, ruhig und mit einem Fahrwerk, das den europäischen Anspruch nicht nur behauptet. Auch beim Komfort gibt es keine groben Patzer. Der B05 rollt ordentlich ab und bleibt im Alltag entspannt. Er will nicht betont sportlich sein, sondern bietet einen guten Mix aus Agilität und Alltag. Das passt zum Konzept. Ein Kompaktwagen muss nicht permanent beweisen, dass er Kurven liebt. Er muss sich beim Pendeln, in der Stadt, auf der Landstraße und bei schnellerem Tempo stabil und angenehm anfühlen. Genau dort macht der B05 vieles richtig.
Nicht ganz so überzeugend sind die Assistenzsysteme. Sie sind zahlreich vorhanden, reagieren aber teils übereifrig und aktivieren sich gerne wieder. Leapmotor will hier per Software-Update nachbessern. Bis dahin ist der B05 manchmal etwas mitteilsamer, als man es sich wünschen würde. Das ist schade, weil der Rest des Fahreindrucks deutlich souveräner wirkt.
Wie praktisch ist der B05?
Im Alltag spielt der B05 seine klassische Karosserieform ordentlich aus, auch wenn er kein Raumwunder ist. Der Kofferraum fasst 345 Liter, bei umgelegter Rückbank sind bis zu 1400 Liter möglich. Für ein 4,43 Meter langes Auto ist das brauchbar, aber nicht überragend. Die Rückbank lässt sich im Verhältnis 60:40 teilen, eine Gepäckraumabdeckung ist serienmäßig. Die Anhängelast liegt bei 750 Kilogramm, die Stützlast bei 60 Kilogramm. Vorne und hinten gibt es ausreichend Platz, die Übersicht passt, und die 360-Grad-Kamera hilft beim Rangieren.
Dazu kommt schon in der Basis eine Ausstattung, die viele Konkurrenten erst über Pakete oder höhere Linien erreichen. Der Life Pro bringt unter anderem 19-Zoll-Leichtmetallfelgen, LED-Licht, automatische Klimaanlage, kabelloses Laden, vier USB-Anschlüsse, Navigation, 7.1-Surround-System mit sechs Lautsprechern, Wärmepumpe, V2L-Funktion, 11-kW-Bordladegerät und Typ-2-Ladekabel mit. Der Design Pro Max legt noch einmal nach. Zusätzlich oder abweichend gibt es unter anderem Silikonledersitze, elektrisch verstellbare Vordersitze, beheizbare Vordersitze, beheizbares Lenkrad, Panoramaglasdach mit elektrischem Sonnenschutz, 64-Farben-Ambientebeleuchtung, Mittelarmlehne in der zweiten Reihe, getönte hintere Scheiben, elektrisch einklappbare Außenspiegel, Regensensor und ein 7.1-Surround-System mit zwölf Lautsprechern.
Damit ist der B05 nicht nur günstig, sondern auch ziemlich vollständig. Gerade die größere Batterie und die bessere Ausstattung dürften viele Käufer anziehen. Leapmotor selbst erwartet, dass ein großer Teil der Kunden zur Variante Design Pro Max greift. Verständlich, denn sie passt besser zum Anspruch des Autos und macht aus dem günstigen Angebot ein ziemlich rundes Paket.
Der beste Teil am B05 ist nicht der Preis, sondern dass er nicht nur wegen des Preises überzeugt. Auf der Straße wirkt der Kompakte erstaunlich erwachsen. Der Heckantrieb gibt ihm beim Einlenken eine angenehme Leichtigkeit, die Lenkung spricht direkt an und das Fahrwerk bleibt kontrolliert, ohne unnötig hart zu werden. Gerade bei einem günstigen Elektroauto aus China wäre man nicht überrascht, wenn der letzte Feinschliff fehlen würde. Beim B05 ist genau das aber weniger der Fall. Die Abstimmung aus Balocco ist spürbar. Auf kurvigen Straßen bleibt der B05 sauber sortiert, reagiert willig und fühlt sich verbindlicher an, als man es in dieser Preisregion erwarten würde.
Natürlich wird aus ihm kein Sportwagen. Die 6,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h sind flott, die Launch Control darf man aber eher als Präsentationsdetail verstehen. Wichtiger ist der Grundcharakter: Der B05 fährt präzise, ruhig und mit einem Fahrwerk, das den europäischen Anspruch nicht nur behauptet. Auch beim Komfort gibt es keine groben Patzer. Der B05 rollt ordentlich ab und bleibt im Alltag entspannt. Er will nicht betont sportlich sein, sondern bietet einen guten Mix aus Agilität und Alltag. Das passt zum Konzept. Ein Kompaktwagen muss nicht permanent beweisen, dass er Kurven liebt. Er muss sich beim Pendeln, in der Stadt, auf der Landstraße und bei schnellerem Tempo stabil und angenehm anfühlen. Genau dort macht der B05 vieles richtig.
Nicht ganz so überzeugend sind die Assistenzsysteme. Sie sind zahlreich vorhanden, reagieren aber teils übereifrig und aktivieren sich gerne wieder. Leapmotor will hier per Software-Update nachbessern. Bis dahin ist der B05 manchmal etwas mitteilsamer, als man es sich wünschen würde. Das ist schade, weil der Rest des Fahreindrucks deutlich souveräner wirkt.
Wie praktisch ist der B05?
Im Alltag spielt der B05 seine klassische Karosserieform ordentlich aus, auch wenn er kein Raumwunder ist. Der Kofferraum fasst 345 Liter, bei umgelegter Rückbank sind bis zu 1400 Liter möglich. Für ein 4,43 Meter langes Auto ist das brauchbar, aber nicht überragend. Die Rückbank lässt sich im Verhältnis 60:40 teilen, eine Gepäckraumabdeckung ist serienmäßig. Die Anhängelast liegt bei 750 Kilogramm, die Stützlast bei 60 Kilogramm. Vorne und hinten gibt es ausreichend Platz, die Übersicht passt, und die 360-Grad-Kamera hilft beim Rangieren.
Dazu kommt schon in der Basis eine Ausstattung, die viele Konkurrenten erst über Pakete oder höhere Linien erreichen. Der Life Pro bringt unter anderem 19-Zoll-Leichtmetallfelgen, LED-Licht, automatische Klimaanlage, kabelloses Laden, vier USB-Anschlüsse, Navigation, 7.1-Surround-System mit sechs Lautsprechern, Wärmepumpe, V2L-Funktion, 11-kW-Bordladegerät und Typ-2-Ladekabel mit. Der Design Pro Max legt noch einmal nach. Zusätzlich oder abweichend gibt es unter anderem Silikonledersitze, elektrisch verstellbare Vordersitze, beheizbare Vordersitze, beheizbares Lenkrad, Panoramaglasdach mit elektrischem Sonnenschutz, 64-Farben-Ambientebeleuchtung, Mittelarmlehne in der zweiten Reihe, getönte hintere Scheiben, elektrisch einklappbare Außenspiegel, Regensensor und ein 7.1-Surround-System mit zwölf Lautsprechern.
Damit ist der B05 nicht nur günstig, sondern auch ziemlich vollständig. Gerade die größere Batterie und die bessere Ausstattung dürften viele Käufer anziehen. Leapmotor selbst erwartet, dass ein großer Teil der Kunden zur Variante Design Pro Max greift. Verständlich, denn sie passt besser zum Anspruch des Autos und macht aus dem günstigen Angebot ein ziemlich rundes Paket.
Auf kurvigen Straßen bleibt der B05 sauber sortiert, reagiert willig und fühlt sich verbindlicher an, als man es in dieser Preisregion erwarten würde.Wie ist der Preis einzuschätzen?
Preislich setzt Leapmotor ein klares Zeichen. Der B05 Life Pro kostet 26.990 Euro, mit 500 Euro Willkommensbonus bleiben 26.490 Euro. Der B05 Design Pro Max liegt bei 30.990 Euro, mit Bonus bei 30.490 Euro. NoVA fällt als reines Elektroauto keine an. Für ein 218 PS starkes Kompaktmodell mit Heckantrieb, Wärmepumpe, guter Serienausstattung, 11-kW-AC-Lader und bis zu 482 Kilometer Reichweite ist das ein sehr offensives Angebot.
Der Preis allein macht allerdings noch kein gutes Auto. Der B05 wirkt nicht wie ein Modell, das nur über den Einstiegspreis verkauft werden kann. Die Fahrwerksabstimmung passt, die Ladeleistung ist ordentlich, die Ausstattung umfangreich und das Raumangebot alltagstauglich. An einigen Stellen merkt man den Kostendruck: bei der Materialauswahl, bei der Bedienung und bei den Assistenzsystemen. Aber der B05 hat genug Substanz, um nicht als reiner Preisbrecher abgestempelt zu werden. Im Golf-Revier zählt am Ende Vertrauen. Genau das ist für neue Marken aus China die schwierigste Währung. Leapmotor kann sie nicht über Tradition kaufen, sondern muss sie über Produkt, Preis und Alltagserfahrung aufbauen. Der B05 macht dafür einen überzeugenden Anfang. Er ist nicht perfekt, aber er ist gefährlich gut kalkuliert.
Das Fazit?
Mit dem B05 wird Leapmotor in Europa deutlich ernster zu nehmen. Der elektrische Kompakte trifft ein wichtiges Format, bringt Heckantrieb, ordentliche Reichweite, schnelle Ladezeiten und viel Ausstattung zu einem sehr aggressiven Preis. Dass er sich zudem sauberer fährt, als man es bei einem neuen China-Kompakten erwarten würde, macht ihn zur eigentlichen Überraschung. Ganz fertig ist das Paket noch nicht. Die Bedienung ist zu stark auf den Touchscreen konzentriert, die Assistenten brauchen Feinschliff und die Materialien sind nicht überall auf dem Niveau, das der selbstbewusste Auftritt verspricht. Doch der Grundcharakter stimmt. Der B05 ist kein billiges Auto, sondern ein günstiges. Das ist in der Kompaktklasse ein großer Unterschied.
Preislich setzt Leapmotor ein klares Zeichen. Der B05 Life Pro kostet 26.990 Euro, mit 500 Euro Willkommensbonus bleiben 26.490 Euro. Der B05 Design Pro Max liegt bei 30.990 Euro, mit Bonus bei 30.490 Euro. NoVA fällt als reines Elektroauto keine an. Für ein 218 PS starkes Kompaktmodell mit Heckantrieb, Wärmepumpe, guter Serienausstattung, 11-kW-AC-Lader und bis zu 482 Kilometer Reichweite ist das ein sehr offensives Angebot.
Der Preis allein macht allerdings noch kein gutes Auto. Der B05 wirkt nicht wie ein Modell, das nur über den Einstiegspreis verkauft werden kann. Die Fahrwerksabstimmung passt, die Ladeleistung ist ordentlich, die Ausstattung umfangreich und das Raumangebot alltagstauglich. An einigen Stellen merkt man den Kostendruck: bei der Materialauswahl, bei der Bedienung und bei den Assistenzsystemen. Aber der B05 hat genug Substanz, um nicht als reiner Preisbrecher abgestempelt zu werden. Im Golf-Revier zählt am Ende Vertrauen. Genau das ist für neue Marken aus China die schwierigste Währung. Leapmotor kann sie nicht über Tradition kaufen, sondern muss sie über Produkt, Preis und Alltagserfahrung aufbauen. Der B05 macht dafür einen überzeugenden Anfang. Er ist nicht perfekt, aber er ist gefährlich gut kalkuliert.
Das Fazit?
Mit dem B05 wird Leapmotor in Europa deutlich ernster zu nehmen. Der elektrische Kompakte trifft ein wichtiges Format, bringt Heckantrieb, ordentliche Reichweite, schnelle Ladezeiten und viel Ausstattung zu einem sehr aggressiven Preis. Dass er sich zudem sauberer fährt, als man es bei einem neuen China-Kompakten erwarten würde, macht ihn zur eigentlichen Überraschung. Ganz fertig ist das Paket noch nicht. Die Bedienung ist zu stark auf den Touchscreen konzentriert, die Assistenten brauchen Feinschliff und die Materialien sind nicht überall auf dem Niveau, das der selbstbewusste Auftritt verspricht. Doch der Grundcharakter stimmt. Der B05 ist kein billiges Auto, sondern ein günstiges. Das ist in der Kompaktklasse ein großer Unterschied.
Fazit von Motorprofis-Tester Johannes Ibrahim: „Der Leapmotor B05 greift die Kompaktklasse nicht nur über den Preis an. Heckantrieb, gute Abstimmung, viel Ausstattung und bis zu 482 Kilometer Reichweite machen ihn zu einem ernsthaften Herausforderer im Golf-Revier.“DATEN & FAKTEN
Leapmotor B05
(August 2026)Preis
B05 Life Pro ab 26.490 Euro Aktionspreis. B05 Design Pro Max ab 30.490 Euro Aktionspreis. Jeweils inklusive 500 Euro Willkommensbonus.Antrieb
Elektromotor an der Hinterachse, Heckantrieb.160 kW/218 PS, 240 Nm.
1-Gang-Direktübersetzung.
Batterie und Laden
Life Pro: 56,2 kWh, bis zu 401 Kilometer WLTP.
Design Pro Max: 67,1 kWh, bis zu 482 Kilometer WLTP.
AC-Laden dreiphasig mit 11 kW.
DC-Schnellladen mit bis zu 156 beziehungsweise 174 kW.
30 bis 80 Prozent in rund 16 beziehungsweise 18 Minuten.
Abmessungen
Länge 4430 mm, Breite 1880 mm, Höhe 1520 mm.Radstand 2735 mm, Bodenfreiheit 154 mm.
Kofferraumvolumen 345 bis 1400 Liter.
Gewicht
Leergewicht 1749 bis 1837 kg.Zulässiges Gesamtgewicht 2215 bis 2290 kg.
Anhängelast gebremst 750 kg, ungebremst 750 kg.
Stützlast 60 kg.
Fahrwerte
Höchstgeschwindigkeit 170 km/h.0 bis 100 km/h in 6,7 Sekunden.
WLTP-Verbrauch 15,8 bis 15,9 kWh/100 km.
CO2-Emissionen 0 g/km.









