OPEL IN DER FORMEL E
Der Boss spricht: So will Opel die Formel E rocken
Die Marke mit dem "Blitz" und die Weltmeisterschaft der elektrisierten Autos – auf den ersten Blick könnte diese neue Symbiose passen! Denn: Opel schlägt ein neues Kapitel in seiner langen und erfolgreichen Motorsport-Geschichte (zum Beispiel Walter Röhrl!) auf: Der Hersteller nimmt ab der Saison 2026/27 als Werksmannschaft erstmals an der ABB-FIA-Formel-E-Weltmeisterschaft teil. Mit dem „Opel GSE Formula E Team“ hebt das Unternehmen aus Rüsselsheim sein Engagement im elektrischen Motorsport auf die nächste Stufe – und verweist mit dem Namen auch auf die leistungsstarken, vollelektrischen GSE-Serienmodelle.
Als deutsche Marke mit einer langen Motorsport-Tradition und Erfolgen im Rallye-, Tourenwagen- und Langstreckenrennsport bringt Opel nun sein technisches Know-how in die weltweit am schnellsten wachsende Rennserie ein. Opel-CEO Florian Huettl und Formel E-CEO Jeff Dodds haben ihre Kooperation, die mindestens für die vier Jahre der "Generation4" der Formel gelten wird, rund um das dramatische Rennen in Jarama der Öffentlichkeit präsentiert.
Audi, BMW und Mercedes waren bereits in der Formel E, sind aber aus unterschiedlichen Gründen wieder abgesprungen, Porsche hat sein Engagement dagegen immer mehr ausgebaut – und nun haben sie ab Dezember 2026 wieder ein "Lokalderby" in der schnellen Elektro-Rennserie. „Die Teilnahme an der Formel E markiert einen neuen Meilenstein für Opel auf dem Weg in eine elektrische Zukunft“, sagt Opel-CEO Florian Huettl. „Der Start von GEN4-Rennwagen in der Formel E ab der kommenden Saison ist für uns genau der richtige Zeitpunkt, um in diesen spannenden vollelektrischen Rennzirkus einzusteigen. Unser Team wird zeigen, wofür unsere Marke steht: deutsche Ingenieurskunst, mutiges Design und eine elektrisierende Performance – Eigenschaften, die genauso auf die vollelektrischen Opel GSE-Modelle wie den Mokka GSE und bald den neuen Corsa GSE zutreffen.“ Auch Formel E-CEO Jeff Dodds freut sich natürlich auf ein neues Werksteam: „Opel bringt eine lange, ereignisreiche Motorsport-Geschichte und zugleich neue Dynamik in das Wettbewerbsfeld ein. Das Engagement zeigt auch, welche Bedeutung die Formel E für globale Automobilhersteller beim Übergang zur Elektromobilität hat.“
Citroen hat in seiner ersten Formel E-Saison bereits einen Sieg geholt und ist von der Pole gestartet (im Bild, beim Rennen in Madrid). Bald bekommen …
… die Franzosen konzerninterne Konkurrenz: Opel-CEO Florian Huettl (links) und Formel E-CEO Jeff Dodds einigten sich auf einen Vierjahresvertrag.
Opel kommt mit einem eigenen Werksteam die Formel E der Generation 4. Die Stellantis-Marke DS mit Partner Penske steigt aus.Während europaweit Testfahrten mit der neuen Fahrzeuggeneration stattfinden, nimmt die Motorsport-Abteilung unter der Leitung von Opel Motorsport-Chef Jörg Schrott ihre Arbeit auf. Ein Team aus Fahrzeug-, Entwicklungs- und Strategieingenieuren sowie das operative Management bereitet sich schon jetzt auf den Saisonstart vor. Während das Opel GSE Formula E Team von der umfangreichen Erfahrung von Stellantis-Motorsport bei der Entwicklung des GEN4-Modells profitiert, bringt Opel seine deutsche Ingenieurskunst in das neue Projekt ein. „Was vor fünf Jahren mit der Gründung des ersten vollelektrischen Rallye-Markenpokals begann, erreicht nun mit der Teilnahme an der FIA-Weltmeisterschaft seinen Höhepunkt“, sagt Opel GSE Formula E Team- und Opel Motorsport-Chef Jörg Schrott.
Schrott, ein Urgestein der Opel-Motorsportgeschichte, zeigte sich zuletzt in Madrid bei Gesprächen mit Medien wie Motorprofis.at elektrisiert von Opels Rückkehr in den Rundstreckensport und der "sensationellen Generation 4" der Formel E-Fahrzeuge. Er stellt auch klar, "dass wir immer unser eigenes Projekt machen wollten, als reines Werksteam. Es gemeinsam mit einem Einsatzteam als Partner zu probieren, wäre nicht unser Wunsch gewesen. Je mehr solche Partner mitreden, desto komplizierter wird es, desto mehr Kompromisse muss man – etwa bei der Wahl der Fahrer – eingehen. Uns interessiert es aber, dass im eigenen Haus zu machen und den eigenen Weg zu gehen." Die Piloten würden von ihm und seinem Team schon genau beobachtet werden, ideal sei der Mix aus einem Routinier und einem echten Talent, einem neuen Gesicht: "Es gibt ja genug junge Talente, die es nicht in die Formel 1 geschafft haben oder nur kurz. Da sind einige sehr gute dabei."
Für Opel ist es ein idealer Zeitpunkt, um auf die Rundstrecke zurückzukehren: GEN4 markiert den größten Leistungssprung in der Geschichte der Formel E.
Opel GSE Formula E-Teamchef Jörg Schrott stellt klar, "dass wir immer unser eigenes Projekt machen wollten, als reines Werksteam."
Die vollelektrischen Rennwagen werden eine Spitzenleistung von bis zu 816 PS im Qualifying- und Attack-Modus erreichen – 340 PS mehr als bisher.Dass Audi, BMW und Mercedes die Formel E schnell wieder verlassen haben, ist für Schrott kein Alarmsignal: "Jede Marke hat ihre eigenen Gründe dafür, man kann das nicht verallgemeinern. In der gleichen Zeit sind auch viele Marken neu dazugekommen – wie etwa Citroen." Unter Markenbindung versteht Schrott auch, dass man die Fahrer fördere und eng mit ihnen zusammenarbeite: "Erst hier in Madrid habe ich mich mit Rubens Barrichello getroffen, der vor 36 Jahren in der Opel-Lotus-Nachwuchsserie gefahren ist und so immer noch eine Bindung zu Opel hat. So muss es sein. Das ist doch schön."
Der deutsche Ex-Red-Bull-Junior Tim Tramnitz galt als einer der Favoriten auf den Fahrer-Job bei Opel. Allerdings ist er aktuell auch bei BMW als Werksfahrer aktiv. Doch auch Piloten wie Buemi oder Felix da Costa fahren in verschiedenen Serien für verschiedene nicht verwandte Marken.
Theo Pouchaire ist bei Peugeot in der WEC, für Citroen in der FE und für Mercedes F1 als Testfahrer im Einsatz – auch er wäre ein Kandidat für Opel.Mit dem Start der neuen Rallye-Saison 2026/27 in wenigen Wochen steigert Opel die Performance weiter. Dann werden sich die Cup-Teilnehmer im neuen Opel Mokka GSE Rally spannende Wettkämpfe liefern. Der Rallye-Stromer hält eine Leistung von bis zu 281 PS sowie 345 Newtonmeter Drehmoment bereit. Er ist damit mehr als doppelt so stark wie der bisherige Corsa Rally Electric und bietet eine Performance auf Rally4-Niveau. Ein Fahrerlebnis, das nicht nur dem Rallye-Nachwuchs vorbehalten bleibt: Mit dem Mokka GSE hat Opel ein vollelektrische Pendant auf die Straße gebracht, das sämtliche Hochvolt-Komponenten und viele weitere technische Details übernimmt. Die Abkürzung GSE steht für „Grand Sport Electric“ und damit für besonders dynamische Elektrofahrzeuge, sowohl auf der Straße als auch im Motorsport. Nach dem Mokka GSE kommt 2026 der Corsa GSE auf den Markt – und vielleicht ja auch als Cup-Auto auf die Rundstrecken der Formel E.
Die Abkürzung GSE steht für „Grand Sport Electric“ und damit für besonders dynamische Elektrofahrzeuge wie den Opel Mokka GSE Rally …
… und der technisch verwandten Straßenversion Mokka GSE, die sämtliche Hochvolt-Komponenten übernimmt und ebenfalls 281 PS mitbringt.
Update: Sophia Flörsch wurde nach Ostern als Test-und Entwicklungsfahrerin des Opel GSE Formel-E-Teams präsentiert.
Sophia Flörsch, nun im Opel unterwegs.
Wer die Umgebung von Sophia Flörsch betrachtet, erahnt die große Motorsport-Tradition von Opel.Kurz nach Ostern wurde Sophia Flörsch, berühmt geworden mit ihrem Crash in Macao, aber auch bestens bekannt aus Social Media, TV-Shows und von ihren vielfältigen Einsätzen in der DTM, der Formel 3, bei den 24 Stunden von Le Mans oder zuletzt mit ihrem Sieg in der BOSS GP, als neue Test-und Entwicklungsfahrerin des Opel GSE Formel-E-Teams präsentiert.
Für Flörsch ist das eine perfekte Bühne, wie sie sagt. „Die Formel E ist aktuell die härteste Rennserie der Welt."










