Test: BYD Atto 2 DM-i
Technik im Angebot
Der Atto 2 DM-i fährt als erster Plug-in-Hybrid-Benziner im kleinen Kompakt-SUV-Segment vor. Der Teilzeit-Stromer bietet bis zu 1.000 Kilometer Gesamtreichweite und kann auch ohne Aufladen ein echter Sparefroh sein. Preislich macht BYD ein großzügiges Angebot.
04.05.2026Fotos: Max Pawlikowsky
Um welches Auto geht es?
Im Segment der kleinen Kompakt-SUVs ist der BYD Atto 2 zunächst nur mit einem 177-PS-Elektroantrieb gestartet, die Reichweite von rund 310 Kilometern prädestiniert dieses Modell für den Einsatz im urbanen Großraum. Mittlerweile ist auch ein stärkeres E-Modell mit 204 PS und größerem Akku für 420 Kilometer Reichweite nachgerückt.
Gleichzeitig fährt ab Frühjahr 2026 der Atto 2 DM-i als erster Plug-in-Hybrid-Benziner im kleinen Kompakt-Segment vor, sogar in zwei Leistungsstufen mit 166 PS und 212 PS. Als Teilzeit-Stromer kommt die neue Variante auf bis zu 1.000 Kilometer Gesamtreichweite.
Wie schaut er aus?
Äußerlich unterscheiden sich die Modelle mit dualem und rein elektrischem Antrieb nur im Layout der Frontschürze. Statt der mittig geteilten Doppellippe trägt der Plug-in-Hybrid im unteren Bereich einen durchgehenden Grill mit horizontalen Lamellen. Insgesamt bedient der Atto 2 mit seinem ausgewogenen Mix aus bündigen Flächen und Rundungen auf gefällig verteilten Proportionen ein breites Geschmacksspektrum. Martialische Optik vermeidet er dabei. Er betont stattdessen eher sympathische Zurückhaltung und besetzt die Rolle des netten kleinen SUV von nebenan.
Im Segment der kleinen Kompakt-SUVs ist der BYD Atto 2 zunächst nur mit einem 177-PS-Elektroantrieb gestartet, die Reichweite von rund 310 Kilometern prädestiniert dieses Modell für den Einsatz im urbanen Großraum. Mittlerweile ist auch ein stärkeres E-Modell mit 204 PS und größerem Akku für 420 Kilometer Reichweite nachgerückt.
Gleichzeitig fährt ab Frühjahr 2026 der Atto 2 DM-i als erster Plug-in-Hybrid-Benziner im kleinen Kompakt-Segment vor, sogar in zwei Leistungsstufen mit 166 PS und 212 PS. Als Teilzeit-Stromer kommt die neue Variante auf bis zu 1.000 Kilometer Gesamtreichweite.
Wie schaut er aus?
Äußerlich unterscheiden sich die Modelle mit dualem und rein elektrischem Antrieb nur im Layout der Frontschürze. Statt der mittig geteilten Doppellippe trägt der Plug-in-Hybrid im unteren Bereich einen durchgehenden Grill mit horizontalen Lamellen. Insgesamt bedient der Atto 2 mit seinem ausgewogenen Mix aus bündigen Flächen und Rundungen auf gefällig verteilten Proportionen ein breites Geschmacksspektrum. Martialische Optik vermeidet er dabei. Er betont stattdessen eher sympathische Zurückhaltung und besetzt die Rolle des netten kleinen SUV von nebenan.
Der Atto 2 DM-i ist derzeit der einzige Kompakt-SUV mit Plug-in-Hybrid-Antrieb. Äußerlich ist er vom Stromer nur in Details zu unterscheiden.
Ausgewogener Mix aus bündigen Flächen und Rundungen, gefällige Proportionen – der Atto 2 DM-i ist der netten kleine SUV von nebenan mit dualem Antrieb.
Als Teilzeit-Stromer kommt die neue DM-i-Variante auf bis zu 1.000 Kilometer Gesamtreichweite. Es gibt zwei Leistungsstufen: 166 PS und 212 PS.Was gibt es über die Bedienung zu sagen?
Im Cockpit sind Plug-in-Hybrid und Stromer identisch, es bleibt also bei weitgehend digitalisierter Bedienung. Der zentrale Touchscreen misst 12,8 Zoll und lässt sich, wie bei BYD üblich, auf Quer- oder Hochkant-Format drehen. Allerdings wird er zusehends arbeitslos, weil der Umfang der Sprachsteuerung erneut erweitert wurde: Abgesehen von der einfach gestalteten Navigationseingabe, Klimasteuerung, Telefon- und Musikfunktionen können auch bereits Fensterheber und Dach-Rollo per Kommando bedient werden. Zum Karenzieren der leider vorgeschriebenen, aber lästigen Assistenz-Piepser gibt es einen Bildschirm-Shortcut, der die nervigsten davon mit dreimal Drücken verstummen lässt.
Überzeugenden Sitzkomfort bietet der Atto 2 auch im Fond, Bein- und Kopffreiheit sind für diese Klasse tadellos. Freie Sicht nach oben gibt es im „Boost“-Modell, hier gehört das Panorama-Glasdach zum Serienumfang. Mit 425 Litern Basis-Kofferraumvolumen liegt man im guten Schnitt kompakter SUVs und überbietet klassische Steilheckmodelle.
Welche Technik setzt BYD im Atto 2 DM-i ein?
Grundsätzlich verwendet der Atto 2 das gleiche System wie der größere Seal U, wo ein 1,5-Liter-Benziner und ein E-Motor insgesamt 217 PS Systemleistung generieren. Im Atto 2 kommt aber bereits eine neue, in vielen Details überarbeitete Generation des Plug-in-Hybrid-Antriebs zum Einsatz. Da wie dort ist die gleiche fortschrittliche Batterie-Technik wie in den elektrischen BYD-Modellen verbaut, mit Lithium-Eisenphosphat-Chemie in Blade-Bauweise.
Für den Atto 2 werden zwei Varianten mit einer jeweils kombinierten Systemleistung von 166 PS und einer Akku-Kapazität von 7,8 kWh oder 212 PS mit 18 kWh-Batterie angeboten. Bei den Gesamtreichweiten liegen die beiden mit 930 und 1.000 Kilometern nicht allzu weit auseinander, in der rein elektrisch zurücklegbaren Distanz fällt der Unterscheid mit 40 gegen 90 Kilometer schon deutlicher aus. Wer möglichst viel Strecke emissionsfrei zurücklegen will, wird also mit dem stärkeren Modell besser dran sein. Mit ausreichenden Lademöglichkeiten – etwa daheim und/oder am Arbeitsplatz – reicht das 166 PS-Modell für übliche Tagesdistanzen im urbanen Großraum aber auch.
Im Cockpit sind Plug-in-Hybrid und Stromer identisch, es bleibt also bei weitgehend digitalisierter Bedienung. Der zentrale Touchscreen misst 12,8 Zoll und lässt sich, wie bei BYD üblich, auf Quer- oder Hochkant-Format drehen. Allerdings wird er zusehends arbeitslos, weil der Umfang der Sprachsteuerung erneut erweitert wurde: Abgesehen von der einfach gestalteten Navigationseingabe, Klimasteuerung, Telefon- und Musikfunktionen können auch bereits Fensterheber und Dach-Rollo per Kommando bedient werden. Zum Karenzieren der leider vorgeschriebenen, aber lästigen Assistenz-Piepser gibt es einen Bildschirm-Shortcut, der die nervigsten davon mit dreimal Drücken verstummen lässt.
Überzeugenden Sitzkomfort bietet der Atto 2 auch im Fond, Bein- und Kopffreiheit sind für diese Klasse tadellos. Freie Sicht nach oben gibt es im „Boost“-Modell, hier gehört das Panorama-Glasdach zum Serienumfang. Mit 425 Litern Basis-Kofferraumvolumen liegt man im guten Schnitt kompakter SUVs und überbietet klassische Steilheckmodelle.
Welche Technik setzt BYD im Atto 2 DM-i ein?
Grundsätzlich verwendet der Atto 2 das gleiche System wie der größere Seal U, wo ein 1,5-Liter-Benziner und ein E-Motor insgesamt 217 PS Systemleistung generieren. Im Atto 2 kommt aber bereits eine neue, in vielen Details überarbeitete Generation des Plug-in-Hybrid-Antriebs zum Einsatz. Da wie dort ist die gleiche fortschrittliche Batterie-Technik wie in den elektrischen BYD-Modellen verbaut, mit Lithium-Eisenphosphat-Chemie in Blade-Bauweise.
Für den Atto 2 werden zwei Varianten mit einer jeweils kombinierten Systemleistung von 166 PS und einer Akku-Kapazität von 7,8 kWh oder 212 PS mit 18 kWh-Batterie angeboten. Bei den Gesamtreichweiten liegen die beiden mit 930 und 1.000 Kilometern nicht allzu weit auseinander, in der rein elektrisch zurücklegbaren Distanz fällt der Unterscheid mit 40 gegen 90 Kilometer schon deutlicher aus. Wer möglichst viel Strecke emissionsfrei zurücklegen will, wird also mit dem stärkeren Modell besser dran sein. Mit ausreichenden Lademöglichkeiten – etwa daheim und/oder am Arbeitsplatz – reicht das 166 PS-Modell für übliche Tagesdistanzen im urbanen Großraum aber auch.
Hochwertiger Materialmix, tadellose Ergonomie und übersichtliche Anzeigen im Atto2-Cockpit. Die Bedienung ist bei Stromer und Plug-in-Modell identisch.
Viele Ablagemöglichkeiten in der Mittelkonsole.
Lenkradfernbedieung mit Tasten und Rädern.
Überzeugenden Sitzkomfort bietet der Atto 2 auch im Fond, Bein- und Kopffreiheit sind für diese Klasse tadellos.Wie fährt sich er sich?
Bei Abstimmung und Handling haben nicht alle neuen Marken und Modelle aus China von Beginn an den europäischen Geschmack getroffen. Die Kritik scheint aber angekommen zu sein: Fahrwerk, Lenk-Präzision und Brems-Punkt sind im Atto 2 DM-i durchwegs nach europäischem Geschmack stramm ausgelegt, ohne deswegen beim Komfort Kompromisse einzugehen. Der kleine Kompakt-SUV zeigt kaum Wank-Tendenzen und bügelt selbst harte Schläge von der Fahrbahnoberfläche willig weg. Für den Alltagsgebrauch trifft er damit die goldene Mitte zwischen dynamisch und bequem, auch auf die Geräuschdämmung wurde merkbar viel Augenmerk gelegt.
Ansprechverhalten und Durchzug des Antriebs sind tadellos, der Einsatz des Benziners erfolgt sogar weniger geräuschintensiv als im größeren Seal U. Der Gummiband-Effekt beim Kickdown bleibt, die Leistungsabnahme passiert aber durchwegs harmonisch, der Wechsel zwischen den Systemen im Fahrbetrieb erfolgt gleitend und außer unter Voll-Last weitgehend unbemerkt. Die vier Fahrmodi Normal, Sport, Eco und Schnee sind gut aufgefächert, und natürlich meistert die 212 PS-Motorisierung alles ein wenig lässiger und entspannter, ein Bummel-Antrieb ist die 166 PS-Variante aber deswegen nicht. Positiv wirkt sich hier zweifellos auch das geringe Gewicht aus: Mit 1510 und 1620 Kilo ist der Atto 2 DM-i im Plug In-Universum mit auffallend wenig Hüftspeck unterwegs.
Beim Praxis-Verbrauch hat BYD im Atto 2 DM-i einen langjährigen Nachteil der meisten Plug-in-Hybrid-Antriebe ausgemerzt: Im reinen Hybrid-Betrieb – also ohne zwischendurch an der Steckdose aufzuladen – entwickeln viele Konkurrenzmodelle einen unerwünschten Durst, der die Verbräuche deutlich über das Niveau eines Solo-Benziners steigen lässt. Durch die neu sortierte Balance zwischen Benzin- und E-Power sowie dank einer schlauen Orchestrierung der beiden Systeme bleibt der Verbrauch beim Atto 2 DM-i erfreulich niedrig: Die versprochenen 5,1 Liter je 100 Kilometer nach WLTP waren im Praxistest fast punktgenau zu erreichen. Bei gemischtem Fahrbetrieb ohne besondere Zurückhaltung am rechten Pedal blieb es bei soliden 5,2 Litern – womit sich die Katalog-Reichweiten als durchwegs realistisch erweisen.
Wie schaut es preislich aus?
Die Preisliste beginnt für das 166-PS-Modell “Active” bei 24.980 Euro, für die 212-PS-Variante “Boost” stellt BYD 27.980 Euro in Rechnung. In Letzterer sind abgesehen von der Mehrleistung auch zusätzliche Features wie Ökoleder-Ausstattung, Sitz- und Lenkrad-Heizung, elektrische Sitzverstellung, Panorama-Glasdach, 17 Zoll-Alufelgen und 360 Grad-Kamera inbegriffen. Bei den Assistenzsystemen herrscht Gleichstand, das Boost-Modell verfügt aber noch zusätzlich über einen 6,6 kW-Onboard-Charger und lädt damit seinen 18-kWh-Akku in drei Stunden – nur rund 15 Minuten länger als die Active-Variante für ihre 7,8 kWh-Batterie benötigt.
Das Fazit?
Im Segment der kleinen Kompakt-SUVs ist der Atto 2 DM-i als Plug-in-Hybrid derzeit ohne Gegner. Technisch überzeugt der duale Antrieb mit souveränen Fahrleistungen und niedrigem Praxis-Verbrauch. Und BYD macht beim gebotenen Package ein großzügiges Angebot, der Atto 2 kostet mit Plug-in-Hybrid-Technik in Vollausstattung nicht mehr als anderswo Solo-Benziner in Basis-Ausführung.
Bei Abstimmung und Handling haben nicht alle neuen Marken und Modelle aus China von Beginn an den europäischen Geschmack getroffen. Die Kritik scheint aber angekommen zu sein: Fahrwerk, Lenk-Präzision und Brems-Punkt sind im Atto 2 DM-i durchwegs nach europäischem Geschmack stramm ausgelegt, ohne deswegen beim Komfort Kompromisse einzugehen. Der kleine Kompakt-SUV zeigt kaum Wank-Tendenzen und bügelt selbst harte Schläge von der Fahrbahnoberfläche willig weg. Für den Alltagsgebrauch trifft er damit die goldene Mitte zwischen dynamisch und bequem, auch auf die Geräuschdämmung wurde merkbar viel Augenmerk gelegt.
Ansprechverhalten und Durchzug des Antriebs sind tadellos, der Einsatz des Benziners erfolgt sogar weniger geräuschintensiv als im größeren Seal U. Der Gummiband-Effekt beim Kickdown bleibt, die Leistungsabnahme passiert aber durchwegs harmonisch, der Wechsel zwischen den Systemen im Fahrbetrieb erfolgt gleitend und außer unter Voll-Last weitgehend unbemerkt. Die vier Fahrmodi Normal, Sport, Eco und Schnee sind gut aufgefächert, und natürlich meistert die 212 PS-Motorisierung alles ein wenig lässiger und entspannter, ein Bummel-Antrieb ist die 166 PS-Variante aber deswegen nicht. Positiv wirkt sich hier zweifellos auch das geringe Gewicht aus: Mit 1510 und 1620 Kilo ist der Atto 2 DM-i im Plug In-Universum mit auffallend wenig Hüftspeck unterwegs.
Beim Praxis-Verbrauch hat BYD im Atto 2 DM-i einen langjährigen Nachteil der meisten Plug-in-Hybrid-Antriebe ausgemerzt: Im reinen Hybrid-Betrieb – also ohne zwischendurch an der Steckdose aufzuladen – entwickeln viele Konkurrenzmodelle einen unerwünschten Durst, der die Verbräuche deutlich über das Niveau eines Solo-Benziners steigen lässt. Durch die neu sortierte Balance zwischen Benzin- und E-Power sowie dank einer schlauen Orchestrierung der beiden Systeme bleibt der Verbrauch beim Atto 2 DM-i erfreulich niedrig: Die versprochenen 5,1 Liter je 100 Kilometer nach WLTP waren im Praxistest fast punktgenau zu erreichen. Bei gemischtem Fahrbetrieb ohne besondere Zurückhaltung am rechten Pedal blieb es bei soliden 5,2 Litern – womit sich die Katalog-Reichweiten als durchwegs realistisch erweisen.
Wie schaut es preislich aus?
Die Preisliste beginnt für das 166-PS-Modell “Active” bei 24.980 Euro, für die 212-PS-Variante “Boost” stellt BYD 27.980 Euro in Rechnung. In Letzterer sind abgesehen von der Mehrleistung auch zusätzliche Features wie Ökoleder-Ausstattung, Sitz- und Lenkrad-Heizung, elektrische Sitzverstellung, Panorama-Glasdach, 17 Zoll-Alufelgen und 360 Grad-Kamera inbegriffen. Bei den Assistenzsystemen herrscht Gleichstand, das Boost-Modell verfügt aber noch zusätzlich über einen 6,6 kW-Onboard-Charger und lädt damit seinen 18-kWh-Akku in drei Stunden – nur rund 15 Minuten länger als die Active-Variante für ihre 7,8 kWh-Batterie benötigt.
Das Fazit?
Im Segment der kleinen Kompakt-SUVs ist der Atto 2 DM-i als Plug-in-Hybrid derzeit ohne Gegner. Technisch überzeugt der duale Antrieb mit souveränen Fahrleistungen und niedrigem Praxis-Verbrauch. Und BYD macht beim gebotenen Package ein großzügiges Angebot, der Atto 2 kostet mit Plug-in-Hybrid-Technik in Vollausstattung nicht mehr als anderswo Solo-Benziner in Basis-Ausführung.
Fazit von Motorprofis-Tester Stefan Pabeschitz: „Bei den kleinen Kompakt-SUVs als Plug-in-Hybrid derzeit ohne Gegner. Technisch überzeugt der duale Antrieb mit souveränen Fahrleistungen und niedrigem Praxis-Verbrauch. Und BYD macht beim gebotenen Package ein großzügiges Angebot".










